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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

26.1.2012
von jplie
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Römische Politik: Teile und herrsche!

Der Hamburger Bildungssenator hat auf den Protest zur Nicht-Weiterführung der 9 Pilotprojekte in Hamburger Schulbibliotheken (wir berichteten) jetzt per Pressemeldung reagiert und die ganzen Vorwürfe zurückgewiesen:

  • das Projekt war eh zeitlich begrenzt
  • die Projektschulen waren privilegiert, mithin war es ungerecht hinsichtlich anderer Schulen, sie so gut auszustatten und
  • es ist eigentlich Geld genug da (bei den Schulen), man werde darüber verhandeln.

Man bringt die Schulen gegeneinander auf (Privilegierungsvorwurf), beendet ein Projekt mit dem Hinweis auf seine zeitliche Einschränkung (ist das nicht das Wesen eines Projektes?) und sagt, dass “eigentlich” Geld genug da ist, Personalmittel (!!) durch die Schule selbst zu übernehmen. Ein Römer hätte nicht besser argumentieren können.

26.1.2012
von Edlef Stabenau
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Morris Lessmore für den Oscar nominiert

Die iPad-App „The Fantastic Flying Books of Mr Morris Lessmore“ ist ja nicht direkt ein Buch, sondern mehr ein interaktives Erlebnis. Neben dem Lesen kann man noch kleine Aufgaben lösen, mit einigen Extras herumspielen, das ganze ist ein netter Zeitvertreib, besonders natürlich für Kinder. Das nebenstehende Bild stammt auch auch von einem einem einfachen Spiel in Form einer Buchstabensuppe aus der App.

Während das Buch Our Choice von Al Gore, das ja im Prinzip auf dem iPad genauso funktioniert, eher (populär)wissenschaftlich daher kommt, ist Morris Lessmore auf dem iPad mehr als Spiel (man braucht auch nicht selbst zu lesen, sondern kann den Vorleser ab- und zuschalten), denn als Buch zu zu nutzen und ist sehr attraktiv gestaltet.

Der nominierte Film hier:

The Fantastic Flying Books of Mr. Morris Lessmore from Moonbot Studios on Vimeo.

[via Nerdcore]

24.1.2012
von Edlef Stabenau
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The Great Librarian Massacre of 2012

Der Titel dieses Posts hört sich zunächst ziemlich reisserisch an, im Text wird dann aber schon relativiert und auch über das heutige Berufsbild refelektiert.
Es werden nicht (wie ursprünglich gepostet) alle BibliothekarInnen der Harvard Library entlassen, sondern es ist eine größere Umstrukturierung im Gang, bei der zunächst wohl die “technical services” betroffen sind. Weitere Infos dazu u.a. hier Update on What’s happening at Harvard

Was mir neu war: Mit “technical services” sind nicht etwa die MitarbeiterInnen von IT-Abteilungen oder ähnlichen gemeint, sondern

the people whose work focuses on the technical details of maintaining and developing library collections. It is an umbrella term that covers mainly acquisitions (people who deal with invoicing, purchasing, gifts, subscriptions and licensing, etc.) and cataloging (people who make sure the millions of items in a library collections can be found through the catalog or, increasingly, other discovery services).

Heute trifft es den Kern der Arbeit wohl eher, wenn man statt “Ich mach was mit Büchern” besser sagt “ich mach was mit (Meta)Daten”. Das Thema wird auch gerade bei dem Beitrag von Adrian Pohl auf Plan3t.info Maschinen was vorschreiben lernen diskutiert.

20.1.2012
von jplie
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“Staatsbibliothek” statt “Universitäts- und Landesbibliothek”?

Um die Thüringische Universitäts- und Landesbibliothek Jena gibt es eine Debatte: Vorbereitungen, die ThULB Jena in den Rang einer Staatsbilbiothek zu setzen, treffen auf Widerstände. Die Ostthüringer Zeitung zeichnet die derzeitige Diskussion nach, heute kam noch ein Artikel in derselben Zeitung, in welchem berichtet wird, dass der Rektor der Friedrich-Schiller-Universität eine Staatsbibliothek nicht für notwendig hält, da die Bibliothek vor allem Dienstleister für die Universität sei.

20.1.2012
von Edlef Stabenau
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Schulbücher und Apple

Natürlich kann man Vorbehalte gegen Apple und das dazugehörige geschlossene System haben, allerdings ist unbestreitbar, daß die Geräte und Dienste grundsätzlich gut funktionieren.

EduShift hat sich mal des Themas Das Schulbuch und Apple angenommen und hofft, das etwas Bewegung in den Markt für digitale Bücher kommt. Ich würde statt “digitale Bücher” (die Verlage und Bibliotheken nennen sie gerne euphemistisch auch “eBooks”) die überteuerten, DRM-verseuchten  und extrem schlecht zu nutzenden Angebote eher PDF-Ansammlungen nennen.

19.1.2012
von kg
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Leiter der Stadtbibliothek Neuss hat nichts mit Bücherschränken am Hut

Zu berichten ist von einem äußerst unerfreulichen Telefonat mit dem Leiter der Stadtbibliothek Neuss, Dr. Müller-Jerina. Da ich mich in letzter Zeit aus aktuellem Anlass mit Giveboxen und öffentlichen Bücherschränken im Raum Düsseldorf-Neuss befasst habe, wollte ich – als Medienvertreter – von dem Leiter der Stadtbibliothek Neuss Näheres über seine Position hinsichtlich von Bücherschränken erfahren. Die Bibliothek vernichte keine Bücher, sondern verkaufe diese auf Flohmärkten. Das war alles, was zum Thema von ihm zu erfahren war. Bücherschränke hätten nichts mit seinem beruflichen Alltag zu tun, er wolle nicht über sie sprechen und nachdem ich mich nochmals vorgestellt hatte (“ich kenne Sie”) griff er dann zum abschließenden Joker: Er beantworte am Telefon keine Fragen. Aufgelegt.

19.1.2012
von kg
19 Kommentare

Lasst tausend Bücher brennen

Gern mache ich auch hier auf einen besonders abscheulichen Blogbeitrag von Dale Askey aufmerksam. Ich habe mich ja nun schon oft zum Thema Büchervernichtung geäußert, und muss meine Position nicht noch einmal wiederholen. Ganz allgemein ist die Wegwerfgesellschaft nicht sonderlich zukunftsträchtig, und was die Papiervermeidung angeht, so gibt es gute Gründe anzunehmen, dass sie mit dem Schicksal des Planeten zusammenhängt. Ganz unsentimental muss man es also begrüßen (wenn man nicht gerade Verleger von Massenware ist), wenn es Bestrebungen gibt, nicht mehr benötigte Bücher nicht in den Müll zu geben.

19.1.2012
von jplie
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Buchmarkt in Sömmerda

Die Stadt- und Kreisbibliothek Sömmerda und ihr Förderverein verkaufen in mehreren Aktionen die übrig gebliebenen Bücher (nachdem andere Öffentliche Bibliotheken und Kindergärten und Schulen einen Teil des Bestandes übernommen hatten), ca. 60 % des Gesamtbestandes der ehemaligen Stadtteilbibliothek Neue Zeit. [via Thüringer Allgemeine]

19.1.2012
von jplie
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Im Berliner Bezirk Pankow sollen zwei Bibliotheken geschlossen werden

Die Stadtteilbibliothek Buch-Karow und die Kurt-Tucholsky-Bibliothek in Prenzlauer Berg sind in der Diskussion: Der neue Kulturstadtrat Torsten Kühne (CDU) schlägt vor, noch 2012 eine Reihe von Kultureinrichtungen zu schließen, worunter sich auch die beiden Bibliotheken befinden. Was wohl Tucholsky darüber gedacht hätte? [via Berliner Morgenpost]