netbib weblog

Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

23.11.2014
von kg
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Wie können wissenschaftliche Bibliotheken ihre Benutzer maximal behindern?

Wenn sie ihnen nicht ganz den Internetzugang verwehren wie in Magdeburg klappt es vielleicht mit veralteter Software, so viel wie möglich Sand ins wissenschaftliche Getriebe zu streuen. Für die Arbeit an diversen Projekten (Exzerpte und Links abspeichern) und mehreren Arbeitsplätzen nutze ich vor allem Google Docs. Die ULB Düsseldorf, die unsinnigerweise an ihren Internet-PCs jegliche Mailprogramme verbietet, hat einen so veralteten Firefox installiert, dass Google Docs nicht benutzbar ist. Also kein Zugriff auf meine Notizen (außer über Smartphone, dessen Benutzung aber VERBOTEN ist seit 2005), kein Schreibzugriff. Nachträglich sah ich, dass die Bibliothek angibt, dass man Dateien in einem TEMP-Verzeichnis ablegen und sich zumailen kann. Ich habe mich damit beholfen, mir selbst eine Wikipedia-Mail zu senden (was geklappt hat). Weitere Möglichkeit wäre gewesen, irgendwo ein PAD anzulegen und sich dessen Adresse aufzuschreiben.

19.11.2014
von jplie
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Haftungsausschlüsse im Herrschaftsbereich – die Schönheit von Rechtsprosa

Schöner Formulierungs-Barock,

“Die Information in dieser E-Mail ist vertraulich und kann dem Berufsgeheimnis unterliegen. Sie ist ausschließlich fuer den Adressaten bestimmt. Jeglicher Zugriff auf diese E-Mail durch andere Personen als den Adressaten ist untersagt. Sollten Sie nicht der fuer diese E-Mail bestimmte Adressat sein, ist Ihnen jede Veroeffentlichung, Vervielfaeltigung oder Weitergabe wie auch das Ergreifen oder Unterlassen von Massnahmen im Vertrauen auf erlangte Informationen untersagt. Wir haften nicht in den Faellen, in denen mit und/oder ohne Einwirkung Dritter E-Mails verloren gehen, veraendert oder verfaelscht werden. Wir haften ferner nicht dafuer, dass Dritte keinen Zugriff auf die E-Mails haben, sobald sie unseren Herrschaftsbereich verlassen haben und etwa hierdurch entstehende Schaeden. Darueber hinaus haften wir nicht fuer die Schaeden, die Ihnen durch Viren entstehen, welche bei Nutzung von E-Mails als Kommunikationsmittel in Ihr System gelangen.”

über den ich beim Lesen einer E-Mail gerade gestolpert bin. Das ist ja fast so schön wie “hat das Landgericht Hamburg festgestellt”.

Update: Es gibt ein Blog mit einer Sammlung von “Angstklauseln”.

15.11.2014
von jplie
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OT: Lieblingstweets

Irgendwie sehr schön, den Samstagmorgen mit dem Lesen von “Lieblingstweets” zu verbringen. Die Einstiegsdroge waren jene von Kiki, am besten ist es aber, jene von Anne Schüßler zu nehmen, weil sie, wenn man die durch hat, jene von anderen Bloggern verzeichnet, so dass keine Gefahr besteht, dass man leerfällt. Eltern-/Szene-/Alltagshumor auf 140 Zeichen, geht denn das? Es geht! Auch zum Vorlesen bestens geeignet, falls sich jemand anderes schon die Zeitung geschnappt hat!
By the way: Bibliotheksbezug? Schauen Sie beim Blog von Anne Schüßler einmal den Header an. Oder wechseln Sie zur Bibliotheksratte, die immer mal wieder “Twitterlieblinge” aus dem Bibliotheksbereich postet. Selbes Prinzip!

14.11.2014
von jplie
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Geschichtliches Portal H / Soz / Kult

Der Berliner Arbeitskreis Information (BAK) meldet, dass H-Soz-U-Kult, jetzt H / Soz / Kult einen Relaunch erfahren hat. Es ist der deutsche Ableger des H-net Humanities and Social Sciences und hat wie dieses als Mailingliste begonnen. Heute ist es – obwohl von der HU Berlin betreut – in das Geschichtsportal Clio eingebunden und bietet umfangreiche Informationen über Forschungen, Tagungen, Rezensionen und auch Jobs.

13.11.2014
von jplie
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Schließung von Stadtteilbibliotheken in Bonn?

Sparpläne in Bonn waren hier in netbib schon einmal zu Ende August Thema, jetzt meldet der Generalanzeiger, dass es ernst wird mit der Diskussion der Schließung von Stadtteilbibliotheken. Und in einem weiteren Bericht des Generalanzeigers wird über eine Bürgerversammlung des Bürgervereines Dottendorf – Stadtteil von Bonn – berichtet, in welcher über eine mögliche Schließung der im Ortszentrum untergebrachten Stadtteilbibliothek und möglichen Widerstand dagegen gesprochen wurde.

13.11.2014
von jplie
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Zivilcouragetraining: Kooperation von Stadtbibliothek und Polizei

Gute Idee, einmal etwas ausserhalb des normalen Themenkanons der Veranstaltungen der Bibliothek anzubieten! Die Stadtbibliothek Hockenheim kooperiert mit der Kommunalen Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V. [via My Heimat Mannheim]

A propos Zivilcourage: Auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung wird immer noch ein vom Institut für Friedenspädagogik e.V., Tübingen herausgegebener Überblicks- und Praxistitel angeboten, sowohl gehen Schutzgebühr+Versand als auch – direkt darunter – als kostenloser pdf-Download der einzelnen Beiträge.

12.11.2014
von jplie
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Eloge auf das Bloggen

Bloggen für eine Bibliothek, eine Institution? – Genau das Richtige, befindet Ned Potter, der Wikiman, und zählt auf:

  1. an mobile Geräte angepasst,
  2. suchmaschinenfreundlich
  3. jeder Eintrag, jede Seite hat eine spezifische Webadresse
  4. leicht zu füllen
  5. leichter zu verwalten als eine Webseite
  6. kostenlos zu nutzen

(am Schluss zählt er auch Punkte auf, die gegen ein Blog sprechen – aber das muss ich hier nicht aufzählen, oder?)

11.11.2014
von jplie
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Kultur als Kollateralschaden des Freihandelsabkommens TTIP

Man hat sich in der Bibliothekswelt noch nicht sehr über das Thema TTIP erregt, hier zum Beleg die entsprechende Suche im bibliothekarischen Aggregator Planet Biblioblog, so dass es hier doch angemessen erscheint, die Anregung von Dörte Böhner aufzugreifen und darauf hinzuweisen, dass auf der Homepage der Zeitschrift BuB : Forum Bibliothek und Information seit einiger Zeit jeweils pro Heft ein Artikel freigeschaltet ist – also vollständig zu lesen und auch nach Anmeldung zu kommentieren ist. Das ist für das Heft 11/12 der Artikel von Jan-Pieter Barbian zum Thema “Das Freihandelsabkommen TTIP betrifft auch die Bibliotheken”. Interessant: mehrfach wird von Reaktionen von Kulturorganisationen berichtet, aber die bibliothekarischen Verbände hätten bisher gepatzt und sich nicht gerührt!

11.11.2014
von jplie
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Aggregator-PlugIn bei WordPress

So, jetzt werden wir einmal ganz schwäbisch nach dem Motto “Was geht mi mei domms G’schwätz von grad ebe a?” oder: “Warum widerspreche ich mir selbst?” und weisen noch auf ein PlugIn von WordPress hin: Michael Schmalenstroer erwähnt es in einem Interview im Blog des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Undzwar hat er seinen Aggregator PlanetHistory mit dem WordPress-PlugIn Feedwordpress realisiert:

“FeedWordPress is an open-source Atom/RSS aggregator for the WordPress blog publishing platform. You set up feeds that you choose, and FeedWordPress syndicates posts from those sources into your WordPress posts table, where they can be displayed by your WordPress templates like any other post — but with additional meta-data, so that your templates can properly attribute the post to the source it came from.”

Das wäre etwas für jene, die WordPress auf einem eigenen Server installieren können: Feeds zu den Themenbereichen der Bibliothek wären so für Nutzer aggregierbar oder Inhaltsverzeichnisse oder Neuigkeiten aus dem geographischen Raum … Es wäre also schon wert, darüber als einer möglichen Dienstleistung nachzudenken!