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Gab es doch keine Bundeslöschtage im Kanzleramt?

Von alters her werden wichtige Dokumente zerrissen, verbrannt, zerstört. Doch die Löschaktion im Kanzleramt Kohl erreichte eine selbst für leidgeplagte Archivare unvorstellbare Qualität. Gestützt auf den Bericht des Sonderermittlers Hirsch beklagte 2001 der Präsident des Bundesarchivs die beispiellose Akten- und Datenvernichtung in der ZEIT. Ein Fraunhofer-Gutachten bezweifelt nun aber, dass es beim Regierungswechsel 1998 Datenlöschungen gab, meldet Heise. In der WELT widerspricht Hirsch zwar, aber es ist ja Wahlkampf … (mehr zur Affäre in der Archivsuche der ZEIT). Für die Zukunft soll die 2001 erlassene Richtlinie für das Bearbeitung und Verwalten von Schriftgut in Bundesministerien Akten- und Datenvernichtungen einen Riegel vorschieben.

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