Der Jurist Friedrich von Lassberg (Porträt), entnehmen wir der biographischen Skizze im Vorwort seiner 1840 postum publizierten Schwabenspiegel-Ausgabe (NEU: Faksimile des DRWb), wurde am 13. Mai 1798 in Lindau als Sohn des Freiherrn Joseph von Lassberg, damals fürstenbergischer Oberforstmeister zu Heiligenberg, geboren. Nach dem Besuch von Schulen in Donaueschingen und Freiburg studierte er in Freiburg, Heidelberg, Göttingen und Jena. In Jena promovierte er 1819 zum Dr.jur. Die guten Kontakte seines Vaters zum fürstlichen Hof Hohenzollern-Sigmaringen ermöglichten ihm den Eintritt in den Verwaltungsdienst dieses Landes, zunächst als Praktikant am Oberamt Sigmaringen. 1823 zum wirklichen Hof- und Regierungsrat befördert, heiratete er 1824 das Freifräulein Helena von Schatzberg. Nach Tätigkeiten als Oberamtmann in Sigmaringen und in der Landesregierung wurde er 1836 Direktor des fürstlichen Hofgerichts und der Landesregierung, wobei er sich insbesondere um das Volksschulwesen und die religiöse Bildung bemühte. Am 30. Juni 1838 erlag er einem Nervenfieber. Friedrich von Lassberg war wie sein Vater ausserordentlich belesen und vielseitig interessiert und erbte auch dessen historisch-antiquarische Neigungen. Seine grosse Privatbibliothek fiel an den Vater, von dem sie in die Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek Donaueschingen gelangte, bei deren Auflösung in den Jahren nach 1999 sie dank der Unvernunft der baden-württembergischen Landesregierung in alle Welt zerstreut wurde.
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