Von wegen nur die bösen Kästner-Erben. Der Hamburger Sozialwissenschaftler JPR hetzte als Inhaber der urheberrechtlichen Verwertungsrechte zweier Adorno-Texte dem Webmaster von textz.com die Anwälte auf den Hals. Wenn er nicht zahlt, muss er in den Knast, unterrichtet uns die taz.
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26.2.2004 um 11:19 Uhr
Ich hab mir eben den Brief-/E-Mail-Wechsel auf textz.com angesehen. Bei aller Diskussionswürdigkeit des ganzen Urheberrechtskrams: Wenn die ganze Geschichte dort wirklich seit August 2002 läuft und der gute Webmaster eineinhalb Jahre schlichtweg den Kopf in den Sand steckt und erst reagiert, als das Gas abgedreht und konkrete Haftandrohung vorliegt, finde ich das — gelinde gesagt — grauenhaft naiv. Auf dem Hintergrund tue ich mich auch ziemlich schwer, seinen Argumenten zu folgen. Die Diskussion um moralische Ansprüche vs. Verwertung, um angemessene/unangemessene Geldbeträge, Überlegungen zu formal unaufgeregteren Lösungen per einfachem Gespräch wirken nach so langer Zeit doch eher angstgetrieben … oder wie gesagt: furchtbar naiv.