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Apelsche Handschriften vorgestellt

Ã?ber die acht (5 lat, 3 de) von der UB Leipzig erworbenen kostbaren Handschriften der Sammlung Apel (wir berichteten), darunter auch die lange verschollene Bechsteinsche Liederhandschrift (1512), gibt am ausführlichsten damals Auskunft. Zwei Bilder gibts im Portal Kunstgeschichte. Dort erfährt man auch, dass es sich tatsächlich, wie von uns vermutet, um Restitutionsgut handelt: Der wohl im Grenzgebiet zwischen Thüringen, Hessen und Franken entstandene [Bechsteinsche] Codex lagerte nebst anderen Büchern aus dem Apelschen Besitz seit der Enteignung 1945 bis zur Rückgabe an die Familie als Bodenreformbestand in der Universitätsbibliothek Halle. Das entspricht einer Mitteilung der UB Leipzig an mich: Die Sammlungen wurden nach 1945 im Zug der sog. Bodenreform konfisziert und auf verschiedene öffentliche Institutionen im heutigen Sachsen-Anhalt und z. T. auch Thüringen verteilt. Aus der Formulierung bei damals ist zu schlieÃ?en, daÃ? noch weitere Handschriften veräuÃ?ert wurden: Der Familienerbe Gerd-Heinrich Apel hat beim Verkauf der Stücke darauf geachtet, dass Leipzig einige der bedeutsamsten erhält â?? den Erlös wolle er investieren in das gemeinnützige Zentrum â??Kultur-Gut Ermlitzâ??, dem 1771 erworbenen Herrensitz seiner Familie, aus dem die Handschriften stammen.

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