Die Frankfurter Rundschau online schreibt heute:
Raubkopiert
Das Lexikonprojekt Wikipedia hat den Musikkonzern Sony BMG bei einem VerstoÃ? gegen das Urheberrecht erwischt
Das Ganze sei “eine einzige Schmierenkomödie”, sagt “DonAlphonso”, von einer “dummdreisten Urheberrechtsverletzung” ist im “Netbib Weblog” die Rede (…)
Für Martin Frommhold, Sprecher von T-Online, ist die Lage klar: “Die Studie verstöÃ?t nicht gegen das Urheberrecht.” Sie habe nur “Definitionen aus der frei verfügbaren Internet-Enzyklopädie Wikipedia genutzt”. Zudem habe man die Wikipedia-Texte “eindeutig als Zitate kenntlich gemacht”.
Allerdings: “Frei verfügbar” ist Wikipedia nur im Rahmen der Lizenzbedingungen. Und auch fürs Zitieren setzt das Urheberrecht “enge Grenzen”, sagt Thomas Hoeren, Professor für Informationsrecht an der Universität Münster und Richter am Oberlandesgericht Düsseldorf. “Ein Zitat setzt voraus, dass es zur Untermauerung einer eigenen Aussage dient.” Man müsse sich mit dem zitierten Text auch auseinander setzen. “Das fehlt bei dieser Studie völlig. Hier haben wir einen ganz klaren Fall eines Nicht-Zitates.” Demnach hätte die Studie in ihrer ursprünglichen Version gegen das Urheberrecht verstoÃ?en (…)
Ich bin beruhigt, daÃ? Herr Hoeren hier ebenfalls eine Urheberrechtsverletzung vermutet. Dann weiÃ? ich jedenfalls schon mal, an wen ich mich hier vor Ort hilfesuchend wende, wenn das Sony-BMG-Imperium nun beabsichtigen sollte, mich unter seinem FuÃ?absatz zu zermalmen.
[via Mailingliste der deutschsprachigen Wikipedia]
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14.12.2004 um 17:47 Uhr
die vermutliche verletzung von urheberrechten an texten der wikipedia in der studie deutschland online 2 beschäftigt heute auch die frankfurter rundschau. der artikel liefert letzten endes wenig neues, aber eine klare beschreibung der hintergründe (via…
14.12.2004 um 19:14 Uhr
Es ist immer wieder erstaunlich, was für Leute das Netbib lesen.
17.12.2004 um 16:55 Uhr
@CS:
Also ich nehm immer Blog-Suchmaschienen und such da nach Wikipedia.