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Wikipedia-Gründer Wales im Interview

Marcus Franken hat Jimmy Wales für Spiegel Online interviewt. Understatement scheint nicht Wales’ Sache zu sein. Während der Linux-Gründer Linus Thorvalds auf die Frage, ob er eines Tages Microsoft entmachten werde, einmal mit “Ja – aber das ist nur ein unbeabsichtigter Nebeneffekt von Linux” geantwort hat, ist in der Gemeinde der Freien Softwareentwickler das Ziel der Weltherrschaft (“world domination”) längst ein running gag geworden. (Das Thorvalds-Zitat ist nicht wörtlich, aber so erinnere ichs ungefähr.)
Wales befindet sich da in stärkerer Ã?bereinstimmung mit seiner sehr selbstbewuÃ?ten Community: “Im Moment sind die groÃ?en Lexika allerdings noch unser QualitätsmaÃ?stab” (Hervorhebung von mir)… Aber so ist’s recht, für die Wikipedia gelten tatsächlich andere MaÃ?stäbe als für konventionelle Enzyklopädien – wobei man natürlich lange und gern darüber streiten mag, ob es auch die besseren sind.
Was mir noch nicht klar war: Die Wikipedien werden von 200.000 Dollar im Jahr betrieben. Diese Zahl hat mich allerdings umgehauen. Man halte sich die Dimensionen dieses Webangebots vor Augen! Und anders als beispielsweise bei britannica.com werden dort ja nicht “nur” Artikel verfügbar gemacht, sondern auch editierbar gehalten. Ohne ziemlich viel hackerischen Improvisationsgeist und wiki-idealistische Opferbereitschaft wäre das mit einem solchen Budget wohl undenkbar.
Viel Neues ist in dem Interview ansonsten nicht zu erfahren.

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Autor: Lambert Heller

Librarian 2.0, interested in knowledge management, publishing and communities on the web. Likes Open Access / Open Data. Hannover, Germany.

3 Kommentare

  1. Torvalds fehlt das Thor\’sche H,
    trotz seines nordisch Namen,
    obwohl es ja wie Donner war,
    als wir zu Linux kamen. ;-) http://www.wikipedia.org/wiki/Linus_Torvalds,
    http://www.wikipedia.org/wiki/Thor_(god)

  2. Okay Donnergott, ich werde es mir merken. Aus dem Kopf zitieren, das mag noch angehen, aber aus dem Kopf fremdländische Namen richtig buchstabieren, so weit sollte man besser nicht gehen. ;-)