Google gegen Wiki- und Kommentarspam
Mittwoch, 19. Januar 2005 | Autor: Lambert Heller
In der Blogosphäre war in den letzten Tagen schon gerüchteweise davon zu lesen, nun ist es offiziell: Google will anscheinend nicht länger ignorieren, daß es vor allem sein Pagerank-Algorithmus ist, der die Wiki- und Kommentarspammer motiviert. Der Kompromiß, der nun von den wichtigen Namen in Sachen Weblogs (Wiki-Betreiber sind offenbar nicht gefragt worden) akzeptiert worden ist: Die - durchaus standardkonforme - Einführung eines neuen LINK REL-Tags, “Nofollow”. Das einschlägige Wordpress-Plugin hierzu wird nicht lange auf sich warten lassen.
So viel ist übrigens klar: Die Web-Spammer werden auf andere Betätigungsfelder ausweichen, und das wird so lange funktionieren, wie die Sichtbarkeit des Webs zentral durch den proprietären Google Pagerank-Algorithmus reguliert wird.
Genau das wird auf absehbare Zeit weiterhin der Fall sein, obwohl die Firma Google, die sich offenbar auch um ihre Public Relations gegenüber den Webloggern Gedanken macht, nun sogar darauf verzichten wird, Millionen von oft sehr aktuellen, sehr sorgfälig gewählten Links in Weblogkommentaren in die Pagerank-Relevanzbewertung einfließen zu lassen. Der standardskonforme “Nofollow”-Tag ist ein taktischer Kompromiß, aber Marktdominanz durch den proprietären Pagerank-Algorithmus bleibt Googles Strategie.
Update: Ich würde zwar nicht gerade eine Internet-Bürgerinitiative dagegen gründen (Google Blogoscoped macht darauf aufmerksam), muß aber zugeben, daß ich mich in meiner Skepsis ein wenig bestätigt fühle. (Siehe oben.)




daniel: hihi, hilty als “neosozialistisch” zu... kg: Beiträge, die verdiente Wissenschaftler diffamieren und als... Matthias Ulmer: Es wäre schön, wenn die in Europa weitgehend...
AL: [...] Gemütlich mit Mama oder Papa auf dem Sofa kuscheln und... Macsico: Die einen bekommen zu wenig vorgelesen (s.o.), die anderen...
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