Was Michelle Delio am Karfreitag für InfoWorld über Social Software in Unternehmen geschrieben hat, gibt einen kurzweiligen Einblick in den Stand der Dinge. In den USA, dem Land, in dem die Adaption von Weblogs und Wikis im Unternehmensbereich Europa sicherlich um zwei oder drei Jahre voraus ist, dreht sich die Diskussion derzeit vor allem um die Frage der Grenze zwischen internet-öffentlichen und firmen-internen Informationen. Die Grenzziehung, begleitet von diversen unvermeidlichen Grenzübertretungen und -konflikten, spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab: Immer mehr Unternehmen versuchen durch Blogging-Policies rechtlich zu regulieren, was ihre Angestellten bloggen dürfen (oder gar bloggen sollen) und was nicht; auf der Ebene der materiellen Arbeitsteilung werden die Karten zwischen professioneller PR und der “Zuständigkeit” der privaten Weblogs von Angestellten neu gemischt; und technisch werden vor allem in den Unternehmenswikis verschiedene Stufen von Vertraulichkeit und Ã?ffentlichkeit errichtet.
Während in den USA allerlei Lehrreiches über diese spannenden Entwicklungen geschrieben wird, arbeitet sich Martin Röll, einer der wenigen, die bisher in Deutschland Nennenswertes zum Einsatz von Social Software in Unternehmen beigetragen haben, an einem Artikel über Wikis von Michael Pietroforte ab, der, nun ja, inhaltlich relativ wenig auf die Waage bringt. Ob das die ganze Aufregung wirklich wert ist?
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29.3.2005 um 00:09 Uhr
Hätte ich gewusst, was der kleine Artikel (der wirklich nur eine winzig kleine Idee ausdrücken sollte, nicht mehr) für eine Aufregung verursacht, hätte ich ihn gar nicht geschrieben. Keine Angst… ich schreibe auch wieder wichtigere Sachen.