In INETBIB macht B. Tempel auf den Artikel von R. Markner “Kampfplatz Katalog” in der heutigen SZ aufmerksam, der an einem (!) Einzelbeispiel einer angeblich fragwürdigen Rezension aus H-SOZ-U-KULT die Praxis der Kataloganreicherung kritisiert. Der Artikel ist weitgehend Unsinn, wenngleich man das Monitum kommerzieller Verquickung (SFX und Amazon via BookFinder.com) noch einigermaÃ?en nachvollziehen kann. Es wird nicht zuviel, es wird noch viel zu wenig angereichert!
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3.5.2005 um 09:48 Uhr
Sicher wird zu wenig angereichert. Haben Sie zu diesem Thema eventuell vor, Ihre Mail an INETBIB auch an die SZ zu schicken? Die 2 Buchstaben vor Ihrem Namen erhöhen die Abdruckwahrscheinlichkei nämlich enorm…
3.5.2005 um 16:43 Uhr
Hab mal folgendes hingemailt:
Die von R. Markner anhand eines willkürlich herausgegriffenen Einzelsbeispiels geübte Kritik an der Anreicherung von Bibliothekskatalogen mit Inhaltsverzeichnissen, Klappentexten oder Rezensionen ist völlig überzogen. Zum einen gibt es im Bereich des Südwestverbundes nicht wenige Bücher, bei denen bereits mehrere Besprechungen verlinkt sind, zum anderen verkennt der Angriff auf die Verlinkung von Rezensionen, dass nicht so sehr die wertenden Bestandteile für die elektronischen Kataloge von Belang sind als vielmehr die durch den Volltext der Besprechung gegebene Präzisierung des Themas. Es wird in deutschen Bibliotheken noch viel zu wenig angereichert. Es wäre bereits ein riesiger Fortschritt, wenn von allen Neuerscheinungen Inhaltsverzeichnisse suchbar in den OPACs abrufbar wären. In den USA ist man erheblich weiter und nach den im deutschen Wikipedia-Artikel “Kataloganreicherung” nachgewiesenen internationalen Materialien schätzt man dort den Service für die Bibliothekskunden bei der Zugriffsmöglichkeit auf “Reviews” viel zu hoch ein als dass man sich von kleinlichem Bedenkenträgertum beirren ließe.
8.5.2005 um 18:56 Uhr
In dem Artikel ist die Anreicherung von Katalogen mit Inhaltsverzeichnissen gar nicht kritisiert, sondern im Gegenteil gelobt worden. Anscheinend hat kg die Argumentation überhaupt nicht begriffen.