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Vorkaufsrecht bei Welfenauktion

Das Haus Hannover geht ans Tafelsilber, weil die Blaublüter pleite sind, weiss die taz. Die Prinzen Ernst August und Christian wollen mit dem Geld aus der Auktion eine Stiftung gründen, die das neogotische Schloss Marienburg zum “Neuschwanstein des Nordens” macht. Weil 14 Millionen Euro Erlös in Aussicht stehen, ist sich der Welfen-Clan mittlerweile spinnefeind. Prinz Heinrich muffelte, die Versteigerung käme einem “Ausverkauf der Geschichte Niedersachsens und der Welfen gleich”. Moment mal, dachten da zehn Museumsdirektoren aus Niedersachsen und sicherten sich beim Adelsgeschlecht das Vorkaufsrecht für Exponate von landesgeschichtlicher oder kunsthistorischer Bedeutung: “Es geht um mehrere Dutzend Objekte”, sagte am Freitag Martin Eberle vom Städtischen Museum in Braunschweig. Auf einer Reise nach Amsterdam, wo der Welfen-Schatz derzeit katalogisiert wird, haben die Direktoren bereits ein Portrait von Herzog Ludwig Rudolf aus dem Jahr 1734, sechs französische Fayence-Teller von 1810 und Zweihänder und Richtschwerter aus dem Spätmittelalter ausgeguckt. Weitere wertvolle Stücke dürfen die Museen auf der Auktion ohne den sonst üblichen Aufschlag ersteigern.

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Ein Kommentar

  1. Hier noch ein Welt-Artikel zum Thema, weniger aussagekräftig, aber mit Rückblick auf größere Verkäufe von Adelshäusern.