Mehr als 20 000 Objekte versteigerte das Haus Hannover an neun Tagen, erlöste 43,95 Millionen Euro und bescherte damit dem Auktionshaus Sotheby´s die gröÃ?te Hausauktion seiner Geschichte. 1993 hatte Gloria von Thurn und Taxis Kunstgegenstände aus ihrem Erbe für 16 Millionen Euro versteigert, zwei Jahre später trennte sich das Haus Baden für 39,7 Millionen von herrschaftlichem Inventar . Damals wie heute begleitete Protest die adeligen Schnäppchenmärkte. Im Falle der Hannoveraner landete er sogar im Parlament: Die Vorsitzende des niedersächsischen Kulturausschusses, Christina Bührmann (SPD), kritisierte das Kultusministerium, das sich “als kleiner David von einem Riesen über den Tisch hat ziehen lassen”. Angeführt von Heinrich Prinz von Hannover, dem Onkel der Auktionsinitiatoren Ernst-August und Christian, beklagten Museumsdirektoren aus ganz Deutschland den Ausverkauf von Landeskultur. (SZ 17.10.2005)
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