Im Grunde nichts Neues, haben wir der Nature Publishing Group doch bereits Connotea (netbib über Connotea) zu verdanken, eine del.icio.us-Variante für die akademische Community, die im Gegensatz zum Original sogar quelloffen vorliegt. Nun haben Nature-Redakteure einige Weblogs eröffnet, und im Editorial und News Feature der Nature-Ausgabe vom 1.12. lesen wir gar, daÃ? man als junger Wissenschaftler, der mit der Zeit geht, ein Weblog führen und über Web Services bescheid wissen sollte. Naja, als Naturwissenschaftler aus dem angelsächsischen Sprachraum jedenfalls, denn um diese dürfte es sich beim Publikum wohl vornehmlich handeln. Und dennoch:
Scientists who blog see their activities as a useful adjunct to formal journals, not a replacement. “The standard scientific paper is irreplaceable as a fixed, archivable document that defines a checkpoint in a body of work (…)”
wird ein Biologe im o.g. News Feature zitiert. Eine sehr anregende Lektüre, zumal weil der Artikel vorsichtig einräumt, daÃ? das kollaborative Filtern durch wechselseitige Verweise in der Blogosphäre eine ähnliche Funktion wie der traditionelle Peer Review erfüllen könne. Blogs und kollektives Schreiben in öffentlichen Fach-Wikis wie dem beispielhaft angeführten OpenWetWare sei noch nicht so anerkannt wie das traditionelle Publizieren, aber dies sei eher eine Frage der Zeit, so der Tenor des Artikels.
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