Damit ist nicht etwa ein alte WordPress-Version gemeint, sondern so wird die vielleicht erscheinende Druckausgabe der Wikipedia genannt. Finde ich völlig überflüssig, aber das interessiert ja keinen. Der Spiegel schreibt darüber: Onlinelexikon gedruckt: Eine Wikipedia für 1500 Euro
Da gibt es einen Kreis rigoroser Befürworter auf der Ebene des Wikipedia-Vereins und in der Gruppe der Administratoren. Sie fühlen sich von der Idee, ihr digitales Projekt könne sich nun als Druckwerk materialisieren, gebauchpinselt.
[via IB-Weblog]
Ähnliche Beiträge:
- Wir sind die Guten Wer sind denn die?, wollte die Presseabteilung wissen, als das...
- Sparkurs bingt Gebühren Und auch in Reichenbach muss ein rigoroser Sparkurs gefahren werden,...
- Euro-CopyrightDie europäische Kommission macht sich Gedanken über den urheberrechtlichen Schutz...
- Wikipedia: lesenswerte Artikel Bei der Wikipedia gibt es ein neues, umstrittenes Projekt....
- Gene-function wiki would let biologists pool worldwide resources Der Washingtoner Biologe Kai Wang beschreibt in einem Leserbrief an...
20.3.2006 um 14:43 Uhr
Ich zitiere: “Mit großem Respekt vor der Community, innerhalb derer wir die uns naheliegende Rolle des Bibliothekars ausüben möchten, wollen wir damit die Wikipedia aus ihrer Unverbindlichkeit heben, ihre Ergebnisse sichern und ihre weitere Entwicklung fördern.” – ich frage mich nur, ob man damit nicht das Projekt Wikipedia als ganzes ein wenig in Frage stellt, wenn es nun doch heißt, die Inhalte müssten wissenschaftlich geprüft, extern abgesichert, ergänzt, gewichtet und sonst wie bearbeitet werden.
Andererseits – ein modernes Lexikon, in das auch “Nischenthemen” einfließen, wäre ja schon gut. Z.B. auf dem Musiksektor bzw. generell auf Gebieten, die Leute mit Eifer als Hobby betreiben und dadurch viel Wissen aufbauen konnten, ist die Wikipedia spitze. Aber wieviel davon dann wirklich in die gedruckte Ausgabe einfließt?
20.3.2006 um 20:01 Uhr
Ich teile die allgemeine Skepsis. Qualitätsverbesserung kann und muss anders betrieben werden. Wenn der letzte Band gedruckt ist, wird Bd. 1 längst veraltet sein. Für mein Projekt Wikipedia:Bibliotheksrecherche, das dringend nötig wäre, ist aber von Seiten der Verantwortlichen kein Geld da.
20.3.2006 um 21:01 Uhr
Gerade dazu den netten Kommentar von Curious Creatures gelesen:
http://www.curious-creatures.de/?p=1413
21.3.2006 um 01:20 Uhr
Hallo, ich bin kein Administrator der Wikipedia unterstütze das Projekt trotzdem
. Nun was motiviert mich?
1. Ich sehe eine Chance in der Wikipedia dadurch das ein Impuls von Außen kommt. Dies hat schon bei den Personendaten äußerst erfolgreich funktioniert. In diesem Fall wäre es interessant die Wikipedia einmal systematisch (von A bis Z) durchzuarbeiten.
2. Das Lektorat und der Wissenschaftliche Beirat des Verlags stellen könnten zu einer signifikaten Verbesserung der Wikipedia führen.
3. Eine völlig neue Zielgruppe kann mit der Wikipedia erreicht werden. Und zwar alle die nicht ins Internet schauen wollen oder können. Man darf nicht vergessen die meisten Blogs und Wikis werden von “Information Professionals” besucht udn betrieben die meist über eine DSL Flatrate verfügen. Dies ist aber vielen nicht möglich.
4. Auch Bücher sind sexy. Vor allem für Orte wie Beispielsweise Sozialen Einrichtungen, wo kein Internet ist. Besonders interessant ist auch hier das Sponsoring Modell des Verlages
5. Es ist völlig klar die die Leute die in der Wikipedia arbeiten nicht die primäre Zielgruppe sind. Der Verlag hat sich hier schon Gedanken gemacht.
Kleiner Hinweis zum Schluss, der ursprüngliche Spiegel-Artikel trotzte nur so vor Fehlern, so dass inzwischen einige Korrektur als Nachtragt gibt.
@kg: Für das Projekt Wikipedia:Bibliotheksrecherche liegt dem Verein Wikimedia Deutschland weder ein konkreter Antrag (mit Kostenrahmen usw.) vor, noch existiert ein Ablehnung des Projektes, daher ist die Behauptung das dafür kein Geld da wäre, völlig aus der Luft gegriffen. Außerdem ist es ja wohl völlig unabhängig von der Wikipedia was ein Verlag für Geld in Projekte steckt.
@Monika Bargmann: … eine ganze Menge, die Stärken der Wikipedia sollen sich auch in der WP1.0 wieder finden.
21.3.2006 um 14:12 Uhr
Ich habe bei den Verantwortlichen für WP 1.0 wegen einer Unterstützung des in statu nascendi befindlichen Projekts Bibliotheksrecherche angeklopft. Es kann nachgelesen werden, dass dies abgelehnt wurde. Kritiker von WP 1.0 werden mit persönlichen Angriffen diffamiert z.B. von Achim Raschka, dem Vertrauensmann des Verlags.