Günstige Auftrags-Digitalisierung in Weimar
Dienstag, 1. August 2006 | Autor: kg
Natürlich kann keine Bibliothek mit dem Angebot von www.german-dataservice.de konkurrieren: 3,5 Cent bei berührungslosem Auflichtscannen von Büchern. ALO in Innsbruck hat leicht aufgeschlagen: “Pro e-Book werden 19.- EUR Grundgebühr verrechnet. Darin enthalten sind 50 Seiten. Jede weitere Seite kostet 0,12 EUR bis A3″. Einigermaßen günstig sind Göttingen (DigiWunschbuch 0,25 EUR, siehe hier mit weiteren Nachweisen zu Tarifen Stand 2005), Heidelberg (einfacher S/W-Scan 0,20 EUR), Saarbrücken (0,10 EUR) und Kiel (0,25). Die BSB München verlangt für ein S/W-Gebrauchsdigitalisat 0,40 EUR (Farbe: 1 EUR). Üblich sind aber extrem happige Tarife um 1 Euro je Aufnahme, weil das überteuerte Equipment, das man sich hat aufschwatzen lassen, sich ja rentieren muss … Besonders preiswert sind die Tarife der HAAB Weimar: 0,10 EUR zuzüglich Pauschalen. Ich habe mir für Ammermüllers “Hohenstaufen” (Gmünd 1815) einen Kostenvoranschlag machen lassen: “2,50 € Grundpreis für Graustufen-Scans 8,70 € für die Scans (ca. 87 doppelseitige Aufnahmen, à 0,10 €) 5,00 € Bearbeitungsgebühr für Alt- und Sonderbestände [macht] 16,20 € zuzüglich der Porto- und Versandkosten. Wenn Sie die Lieferung in Form von Papierausdrucken wünschen, würden weitere 8,70 € anfallen. Wünschen Sie die elektronische Form auf CD oder DVD würden weitere 2,50 € für den Datenträger-Rohling berechnet werden. Z.Zt. dauert die Anfertigung der Scans aufgrund knappen Personals (Urlaubszeit) und hoher Auftragslage leider ca. 4 Wochen. Wir können die Scans in folgender Form liefern: im Format tiff oder jpg, gespeichert auf CD oder DVD oder als Papierausdruck. Das Digitalisat würden wir in unsere Reihe “Digitale Monographien” einreihen”. Bei umfangreichen Werken fallen die Pauschalen nicht weiter ins Gewicht, dann sind die Scans, soweit ich sehe, im Bibliotheksbereich unschlagbar günstig.




Mittwoch, 2. August 2006
Siehe nun auch
http://wiki.netbib.de/coma/DigiTarife
Mittwoch, 2. August 2006
Mich schockiert es wenn ich als Dienstleister diese Preise sehe. Es wäre traumhaft wenn wir teilweise solch überzogenen Preise bei unseren Kunden plazieren würden. Wir setzten den warscheinlich modernsten und qualitativ hochwertigsten Buchscanner ein und können trotzdem moderate Preise anbieten. Digitalisierungen von alten Büchern oder anderen historischen Unterlagen sollte nicht teurer sein als neuere Unterlagen. Der Aufwand für einen Dienstleister ist nicht wesentlich höher.
Gruss
Hans-Joachim Meinert
FrankenRaster GmbH
Mittwoch, 2. August 2006
2,50 für einen Datenträgerrohling? Ist der goldbedampft oder ist das eine zweite verkappte Grundgebühr?
Mittwoch, 2. August 2006
in der Regel ist der ROhlingpreis nicht der Preis der im Laden bezahlt wird. Es ist die Arbeit bzw. die Zeit des Datenzusammenstellens incl. Den Preis finde ich grundsätzlich billig. Gibt Dienstleister bei denen für einen CD Brennen 30 Euro berechnet wird. Wir verrechnen in der Regel nichts bei einem Digitalisierungsauftrag. Hängt allerdings vom Auftragsvolumen ab..
Gruss
Donnerstag, 31. August 2006
Ich halte das ganze doch trotz allem für eine gute Alternative zum Besuch der Bibliothek!
Liebe Grüße