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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Sonntagsöffnung in Bibliotheken

Herrn Steinhauers Bibliotheksrecht-Weblog weist auf die Doktorarbeit von Ulrike Verch hin. Aus der Zusammenfassung: Bereits vor hundert Jahren galt die Kundenorientierung der amerikanischen Gebrauchsbibliothek als wegweisend für die neugegruendeten Lesehallen, die entsprechend den Forderungen der Buecherhallenbewegung ausreichende Oeffnungszeiten für alle Bevoelkerungsschichten anboten, meist in den Abendstunden und am Sonntag. Auch wenn diese Tradition nach dem Ersten Weltkrieg allmaehlich in Vergessenheit geriet, zeigt die vorliegende Untersuchung durch die Analyse von Mitarbeiter- und Kundenbefragungen und eine umfassende Pruefung der Rechtslage auf, dass entsprechende Oeffnungszeiten auch heutzutage moeglich und nachgefragt sind. Gerade Stadtbibliotheken bietet sich die Chance, ihr Dienstleistungsniveau an das anderer kommunaler Freizeiteinrichtungen anzupassen und damit nicht nur zur Belebung des oertlichen Kulturlebens und der Innenstaedte am Sonntag, sondern nach auslaendischem Vorbild auch zur eigenen Profilierung als Freizeiteinrichtung mit hoher Aufenthaltsqualitaet beizutragen.

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3 Kommentare

  1. Nun, das ArbZG sieht das anders.
    Menschen mit Familie freut es.

  2. P.S.
    Also die Auslegung der Rechtslage in dieser “Doktorarbeit” ist doch sehr krude: Da wird Kirchliche- mit Öffentlicher Bücherei verglichen, als wärs kein Unterschied. Da wird auch sonst toll geschlussfolgert, wo wenn man das Gesetz selbst durchliest, es sich doch ganz anders anhört (… es darf sonntags nur soviel Personal eingesetzt werden, wie wirklich für die Öffnung notwendig ist, dann kann man öffnen…) Und dafür hats nen Doktor gegeben.

    Ein Jurist war wohl nicht in der Nähe. Herr Umlauf hat natürlich nur den offenen Sonntag vor Augen. Das engt den Blickwinkel.

  3. Wenn jede beliebige Disko als wichtig genug für das Unterhaltungsbedürfnis der Menschheit angesehen wird, dass Personal auch sonntags arbeiten darf, warum nicht eine Bibliothek? Menschen mit Familie würde es ja vielleicht auch freuen, mit der Familie mal in eine Stadtbücherei gehen zu können und nicht auf kostenpflichtige Sonntagsausflugsoptionen angewiesen zu sein. es ist halt ein klassisches Dilemma.