Die Fachhochschulbibliotheken Bayerns schlagen Alarm: Um ein Drittel gestiegene Studentenzahlen, gesunkener Erwerbungsetat. Die Literaturversorgung ist in Gefahr! [via Oberpfalz.net]
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21.2.2007 um 12:43 Uhr
Zwar soll mit Hilfe der Studiengebühre die Lehre verbessert werden, aber ich nehme mal ganz stark an, dass sehr viele FHs/Unis wenigstens einen Teil der Gelder benutzen, um irgendwelche Löcher zu stopfen.
Ich habe heute im Radio (NDR2) gehört, dass die FH Hildesheim/Göttingen einfach mal 300.000-400.000 ⬠abzweigt, um ihr Defizit auszugleichen & dass an der Uni Göttingen Sportgeräte gekauft wurden.
Zitat aus dem Artikel:
Die neuen Studiengebühren allein könnten die vorhandenen Defizite nicht ausgleichen, so Schneider. Außerdem seien sie eingeführt worden, um zusätzliche Möglichkeiten zu eröffnen, und nicht um bestehende Mängel zu beseitigen.
Wenn die Mängel dort beseitigt sind, sind doch zusätzliche Möglichkeiten geschaffen worden.
Es ist alles Auslegungssache, leider.
Die Situation in Bayern ist beschämend, aber sicherlich kein Einzelfall. Bildung kostet leider Geld, aber dafür bekommen die Damen und Herren Politiker doch Akademiker & ausgebildetes Fachpersonal.
21.2.2007 um 14:19 Uhr
Off topic, aber ist es in Bibliotheksblogs bekannt, dass viele aus der DDR nach der Mauer ihre ausgeliehenen Bücher an Leihbibliotheken im BRD zurückbrachten, oder ist das ein Gerücht?
Siehe http://www.margaret-marks.com/Transblawg/archives/002277.html
Pingback: Verweisungsform.de
21.2.2007 um 21:25 Uhr
Spiegel online hat nun auch darüber berichtet:
Studiengebühren werden zweckentfremdet
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,467749,00.html
Der Artikel ist lesenswert, da an mehreren Beispielen die Trickserei mit den Studiengebühren gezeigt wird – aber das war auch nicht anders zu erwarten.
Meine persönlichen Lieblingspassagen:
(…) Die Hochschulleitung der Universität Passau hatte die verblüffende Idee, mit Studentengeldern die Sanierung einer Tiefgarage zu finanzieren, und rückte davon erst nach Studentenprotesten wieder ab. (…)
(…) Ãhnlichen Streit gab es zuvor schon an anderen Hochschulen in Baden-Württemberg. Als erste hatte die Freiburger Universität Mitte Dezember das Bezahlen von Heizkosten aus Studiengebühren für möglich erklärt (…)
Soll man eigentlich lachen oder weinen, wenn in solchen Artikeln die eigene Fachhochschule mit erwähnt wird?!?
Oder vielleicht doch eine Art Zugehörigkeitsgefühl?
22.2.2007 um 01:47 Uhr
Die UDE lässt übrigens seit gestern die Studenten Vorschläge für die Verwendung der Gebühren machen – und das online: http://www.uni-duisburg-essen.de/studienbeitraege/umfrage.shtml
(Recht versteckt übrigens, man muss dreimal klicken bis man dahinkommt…)
22.2.2007 um 14:34 Uhr
Klasse. Vermutlich in der Hoffnung, dass ein Student den Bau einer Tiefgarage vorschlägt.