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Am 5.12.2007 hat nun auch open-access.net Wissenschaftler aufgerufen, die einer Universität angehören oder für deren Fachgebiet ein fachliches Repository existiert, diesem noch im Dezember einfache Nutzungsrechte an allen Fachpublikationen vor 1995 zu übertragen (ARCHIVALIA). In INETBIB war das in der letzten Zeit wiederholt Thema, in netbib natürlich nicht … Bibliothekare sind ja meiner Auffassung nach die gröÃ?ten Open-Access-Heuchler.

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4 Kommentare

  1. Sich in einem netbib-Beitrag über ein Thema darüber aufzuregen, daß es keinen netbib-Beitrag über das Thema gibt, ist widersprüchlich. Bleibt nur zu hoffen, daß es die anständigen Bibliothekare bei open-access.net und INETBIB schaffen, die Ehre ihres Berufsstandes — und was gäbe es wichtigeres auf der Welt? — vor den Heuchlern bei netbib zu retten. Besonders perfide am Totschweigen des Themas Open Access bei netbib ist, daß es bereits in 432 Beiträgen seit dem Jahr 2003 praktiziert wird.

  2. Es geht hier nicht um die Ehre, es geht darum, dass vor Jahresende möglichst viele Dokumente für die Schriftenservern rechtlich gesichert werden. Was ich dafür tun kann, mache ich und zwar vor allem auch durch Mitteilungen in ARCHIVALIA. Ich finde es erbärmlich, dass die anderen vom netbib-Team nicht auf die Idee kamen, mich dabei in netbib zu unterstützen. Natürlich wird Open Access in netbib nicht totgeschwiegen, dafür habe ich vor geraumer Zeit auch selbst weidlich gesorgt und gelegentlich mache ich das immer noch. Aber das Engagement erscheint doch recht zweifelhaft, wenn man dann, wenn es zu handeln gilt, sich genau bräsig und verschnarcht gibt wie die etablierten Bibliotheken, die ganz allmählich aufwachen.

  3. Ok, mal ganz ohne Ironie.
    Netbib spricht m.E. zu einem komplett anderen Publikum als “die Bibliotheken”, und daraus ergeben sich auch komplett andere Aufgaben und Inhalte. Wir hatten Open Access thematisiert zu einer Zeit, als andere von dem Thema nichts wußten oder nichts wissen wollten, und gleiches gilt natürlich heute für andere Themen. Netbib wird von einem ziemlich speziellen Ausschnitt einer bibliothekarischen Fachöffentlichkeit wahrgenommen. Da sollte man sich nichts vormachen, und es steht ja auch nicht im Widerspruch zu der Rolle, neue, zunächst ungewohnte Themen und Standpunkte einzuführen.
    Der Appell an die Öbertragung der Nutzungsrechte von Publikationen vor 1995 sollte sich hingegen an sehr viele Wissenschaftler und Autoren richten, und für diese Breite gibt es zahlreiche besser geeignete Medien als Netbib. Trotzdem hast du recht: Es wäre schön gewesen, wenn Netbib mehr zur Entwicklung und Verbreitung des Nutzungrechte-Themas beigetragen hätte.
    Ohne nennenswerte redaktionelle Koordinierung müssen wir halt auch mal im Nachhinein feststellen, daß uns ein Thema durch die Lappen gegangen ist, obwohl es “im Prinzip” alle wichtig gefunden hätten. Das ist ein Preis, denn ich für den anarchistischen Stil dieses Blogs zu zahlen bereit bin.
    Ich bin immer wieder erfreut darüber, wie sich auch ohne explizite Absprachen Beiträge hier im Weblog die Hand reichen. Das war in diesem Jahr beispielsweise beim Thema DRM so. (Mit dem völlig unbeabsichtigt eingetretenen, aber witzigen Nebeneffekt, daß die Firma DiViBib entnervt einen Schwenk in ihrem Marketing gemacht und den Claim “Bibliothek 2.0″ fallen gelassen hat.) Daß manchmal auch Themen “einschlafen”, wie beispielsweise seit fast einem Jahr die Wikipedia und das Wiki-Prinzip, ist zwar schade, gehört aber auch dazu. Zumal, weil in Netbib schon so früh so viel über Wikis geschrieben worden war.
    P.S. Das mit der Ehre war eine Anspielung auf deinen Heuchelei-Vorwurf.

  4. Indeed, natürlich ist das Thema wichtig. Und eventuell haben wir im Netbib das nicht entsprechend behandelt. Jedoch gebe ich auch noch zu bedenken: Die Schnittmenge zwischen Mailingliste und Netbib-Lesern dürfte sehr, sehr groß sein. Insofern sehe ich da den Vorwurf, wir hätten das Thema etwas vernachlässigt sehr gelassen. Zudem, Klaus: Wir haben nicht dein Fachwissen was diesen Bereich anbelangt, das darfst du nicht vergessen – als Bibliothekare sind wir bisweilen auch Archivare, aber nicht jeder Archivar ist auch Bibliothekar und umgekehrt. Insofern fand ich persönlich die Verlinkung bzw. das Aufmerksam-Machen auf die Thematik, die du hier per Link nach Archivalia gemacht hast immer ausreichend. Ich vermute auch stark, dass einiger Traffic immer vom Netbib-Blog kam. Eigentlich ist das doch die Stärke des Internets, nicht wahr? Aber das sehe ja nur ich so. Jedenfalls solltest du mal den nächsten Netbib-Podcast anhören…

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