Viele Bibliotheken arbeiten gerade ihre Homepages Richtung barrierefreies Web um. Eine Problematik auf die mich letzt Frank Sander von der Agentur Wilder Jäger (wer kennt nicht den Bücherwurm? Wie hieÃ? er noch? Letter Heinz!) brachte: Wie steht es denn mit barrierefreien PDFs? Bei vielen Homepages ist ein guter Teil der Informationen im PDF-Format untergebracht und ein Blick auf die Statistiken der Nutzung der Webseite zeigt oft, dass diese einen relativ hohen Anteil des Traffics ausmachen (in meinem Institut ca. zwei Drittel)! Er wies in diesem Zusammenhang auf die Checkliste: barrierefreie PDF-Dokumente hin, Teil der bekannten Webseite Einfach für Alle.
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21.1.2008 um 08:46 Uhr
Schön, dass dieses wichtige Thema hier angesprochen wird. Was ich in der bibliothekarischen Diskussion vermisse, ist das Thema “Barriereabbau im OPAC”. Immerhin wimmelt es da von Abkürzungen, Sprachwechseln, Transliterationen, HTML-Tabellen. Blindenbüchereien verzichten aus diesen Gründen meist auf Datenbanken zur Mediensuche und setzen auf Listen im Textformat
http://www.dzb.de/index.php?site_id=2.1.3
In welchem Grad Dokumente (HTML, Word, PDF etc.) Barrieren enthalten, hängt weniger vom Format als von den Autoren ab, die die Dokumente klar strukturieren, sich an Webstandards halten und einer (auch für Maschinen/PC-Ausgabegeräte) verständlichen Sprache bedienen sollten. Barrierefreiheit ist niemals erreicht, sondern ein Prozess bzw. eine sensible Grundhaltung bei der Erstellung von Netzinhalten kombiniert mit Hintergrundwissen über technische Alternativen zum 15”-PC-Bildschirm, Varianz menschlicher Sinneswahrnehmung und Offenheit für kritisches Feedback. Um auf die PDFs zurückzukommen: Vielleicht wären diesbezügliche Richtlinien für Autoren bzw. ein Check vor dem Hochladen auf E-Doc-Server ein erster Schritt. Die PDF-Erstellung aus Textdokumenten könnte ebenfalls zentralisiert werden, da verschiedene Programme/Versionen sehr unterschiedliche Qualität liefern.
22.1.2008 um 13:36 Uhr
Danke für diese Hinweise! Das mit dem Katalog ist wichtig, denn da denkt kaum jemand dran (und dummerweise hat es kaum jemand richtig in der Hand, da Verbesserungen zu erwirken).
22.1.2008 um 13:47 Uhr
Hmm, da müssen wir auf RAK-BF warten, ein paar MARC- bzw. MAB-Kategorien mit Alternativtexten belegen und eine Art phonetische Transliteration für alle Sprachen entwickeln. Am besten wäre ohnehin ein eigener OPAC für jede Sprache. Und eigentlich sofort, denn für Bibliotheken in Trägerschaft des Bundes ist die BITV bereits verbindlich