Ich halte die Themen Plagiarismus und Plagiatsbekämpfung zwar für unter deutschen Bibliothekaren latent überbewertet, aber gerade deshalb freut es mich, bei Peter Subers Open Access News heute auf eine interessante kommentierte Linksammlung über den Zusammenhang von Open Access und Plagiaten gestoÃ?en zu sein.
Der “gesunde Menschenverstand” suggeriert, daÃ? freier Informationszugang im Internetzeitalter, d.h. Open Access, das Plagiieren nahe legt oder doch zumindest erleichtert. Suber hat Argumente dafür gesammelt, daÃ? auf lange Sicht genau das Gegenteil der Fall ist. Die freie Zugänglichkeit von Informationen über das Internet hat das Risiko, als Plagiator “enttarnt” zu werden, auf ein historisch wohl ziemlich einmaliges Niveau erhöht. Eine letzte, wie Butter in der Sonne dahinschmelzende Hoffnung des ernsthaften Plagiators mag das Digital Rights Management (DRM) gewesen sein, doch das ist eine andere Geschichte…
Ich frage mich übrigens, wann die Massendigitalisierungsprojekte so etwas wie eine “historische Plagiatsforschung” nach sich ziehen werden. Mit geeigneten Algorithmen müÃ?te man doch längst Brute-Force-Angriffe auf die vorhandenen Textmassen durchführen und dabei Plagiate an Stellen entdecken können, wo sie nie vermutet und nie ernsthaft nach ihnen gesucht worden war.
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