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Bibliotheken leben vom Ehrenamt

Wer das aktuelle BuB-Heft liest (frei zugänglich in 3 Monaten), findet recht eindrückliche Beispiele für den Einsatz von ehrenamtlichen Kräften in Bibliotheken und – wen wundert’s?! – auch kritische Repliken über Deprofessionalisierung und mehr. In Vorarlberg – wie auch anderswo in Ã?sterreich – sind Ehrenamtliche geschätzt, wie live-pr meldet.

2 Kommentare

  1. Die Stadtbibliothek Straubing wird von 40 Ehrenamtlichen tatkräftig unterstützt und das bereits seit 5 Jahren. Sie werden in erster Linie im Bereich Vorlesen (Kinder, Ältere), Flohmarktbetreuung, Computerclub u.ä. eingesetzt. Als Untersützung helfen sie seit kurzen in Schulbibliotheken aus. Es wurde noch kein Arbeitsplatz wegrationalisiert. Das liegt sicherlich auch daran, dass wir ein Konzept entwickelt haben, aus dem u.a. hervorgeht, dass Ehrenamtliche dort eingesetzt werden, wo Fachpersonal nicht wirklich notwendig ist.

  2. Richtig, „Bibliotheken leben vom Ehrenamt“, wie diese Artikel aus der heutigen TAZ zeigen
    http://www.taz.de/regional/berlin/thema/artikel/?dig=2008%2F02%2F18%2Fa0166
    http://www.taz.de/regional/berlin/thema/artikel/?dig=2008%2F02%2F18%2Fa0171&src=UA&cHash=91b5d869b2

    Der Bürger, von Bibliotheksfunktionären zum Kunden umdefiniert, meldet sich zurück. In Berlin wächst inzwischen ein 2. Öffentliches Bibliothekssystem mit Ehrenamtlichen heran, mit inzwischen 4 Bibliotheken. Es wären noch mehr, wenn man einigen anderen die Bestände nicht weggenommen hätte.

    Für Professionalität ist übrigens gesorgt. Kolleginnen und Kollegen aus dem anderen, offiziellen Bibliotheksnetz arbeiten in ihrer Freizeit mit, selbstverständlich nciht in den vorständen.

    Was sagen eigentlich unsere Jubelperser von BuB dazu? (Thema Heft 1/2008: „Die Bibliothek der Zukunft: Visionen , Prognosen und Utopien“ – Ich weiß auch nicht, warum mir dabei Helmut Schmidt in den Sinn kommt)