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zukunftssichere Bibliotheken

Das Library Journal hat gerade eine Umfrage zu dem Thema Future-Proof Your Library veröffentlicht. Es wurden dazu die sogenannten Movers and Shakers der amerikanischen Bibliotheksszene angeschrieben und um Meinungen gebeten, wie die "vitale" Bibliothek von Morgen wohl auszusehen hat.
Es sind viele interessante Ideen der amerikanischen Kollgeginn dabei, wissend geschmunzelt habe ich beim leidenschaftlichen Beitrag von David Lee King (übrigens begeisterter Twitternutzer )…

These creative, passionate librarians will need a new type of skill set to be future-proof. These skills have nothing to do with performing a successful reference interview or memorizing AACR2. Instead:
They need to be adept at change. Change will happen in a future-proof library, probably rapidly at times. Future-proof librarians must be not just comfortable with change but able to lead it.
They must be computer/social networking experts. Blogs have been around for over 11 years, social networks for even longer. Computers have been in our libraries for more than 20 years. Why are we still hiring people who can’t use these tools? Why have we kept people on staff who can’t use them? Our library world is quickly changing, and computers and online communities are a major component of future-proofing a library.

Das geht ziemlich deutlich in Richtung Technology Steward , über das Thema hat Lambert ja schon vor 1,5 Jahren geschrieben. Ich bin da natürlich wieder etwas pessimistisch 😉 Es ist sicher erstmal nützlich, die Träger/Geldgeber von der Wichtigkeit der Bibliotheken zu überzeugen. Dann kann man auch ein paar junge Wilde einstellen. Was allerdings mit den "alten-nicht-so-wilden" passsieren soll, die ja auch einige Stellen besetzt haben, ist noch ungeklärt…

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

2 Kommentare

  1. Den pessimistischen (oder eher realistischen) Gedanken teile ich auch. Ich denke, dass die „jungen Wilden“ Glück haben müssen, in ein innovatives Team zu kommen.

    „Was allerdings mit den „alten-nicht-so-wilden“ passsieren soll, die ja auch einige Stellen besetzt haben, ist noch ungeklärt…“
    -wenn es hierbei um die Einstellung (innovativ oder konservativ) geht: Meiner Meinung nach müssen sich die Generationen, Charaktere und Fähigkeiten mischen.

    -wenn es sich eher auf die tatsächlich vorhandenen Stellen bezieht: Da muss mit Projektstellen dagegen gehalten werden. Ansosnten müssen wir uns viell. zukünftig damit begnügen, nur halbe Stellen einzunehmen (?)…

  2. Das mit den „alten-nicht-so-wilden“ kann ich auch nicht so stehen lassen. Aufgeschlossene Kollegen älteren Jahrgangs tragen durch gemeinsame Arbeit und beispielsweise dank Kursen wie „Lernen 2.0“ auch dazu bei, dass Bibliotheken zukunftssicher werden. Man muss ja nicht gleich jeden Hype mitmachen, aber zumindest auf dem Laufenden bleiben und eigene Standpunkte auch mal überdenken. Schwierig sind nur diejenigen, die aus ihrem Jahrzehntelangen trott nicht rauskommen und bis zur Pensionierung lieber Dienst nach Vorschrift machen oder weiter in ihrer kleinen Welt leben anstatt zu begreifen, dass sie sich mitten in einer Revolution befinden, die von Bibliotheken grundlegende Veränderungen erfordert.