Natürlich hätten Nicht-Uni-Angehörige um diese Uhrzeit keine Chance, sich bloggend aus der UB Freiburg zu melden, es sei denn sie verfügten über einen Mobilfunk-Internetzugang auf ihrem Notebook. Für externe Nutzer (auch solche, die Inhaber einer Lesekarte sind) heisst es im neuen Quartier der UB 1 nunmehr schon um 20 Uhr (statt wie bisher um 22 Uhr): Wir müssen draussen bleiben. Eine klare Verschlechterung für Heimatforscher und andere externe Nutzer. Es soll allerdings für 20 Euro Pfand eine Karte mit Schlüsselfunktion geben (zum Vergleich: die 24-Stunden-UB Karlsruhe, von den Studierenden enorm nachgefragt (PDF), gewährt Zutritt mit dem Leseausweis). Wer allerdings bis 20 Uhr drin ist, wird auch nicht mehr rausgeworfen. WLAN für Externe: Wie bisher Fehlanzeige. An ein paar Katzentischchen sah ich aber spezielle Internetarbeitsplätze für wissenschaftliche externe Benutzer, die von der Information (die hat jetzt natürlich schon zu) verwaltet werden. Ansonsten hat der Nicht-Uni-Angehörige Pech, wenn er eine bibliographische Recherche etwa im KVK oder Südwestverbund vornehmen will und auch die dämliche Kataloganreicherung ohne Einarbeitung in den Suchindex nutzen möchte, denn all das ist natürlich an den Bibliothek-OPACs gesperrt. Was eine Kataloganreicherung bringt, die an den Kataloggeräten nicht abrufbar ist, sondern nur zuhause oder an den für die Uni-Angehörigen zugänglichen Internetarbeitsplätzen, erschlieÃ?t sich mir nicht. Ich sehe nur, dass Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in der UB Freiburg als Bürger vierter Klasse herabgewürdigt werden. Dass letztlich immer noch sie die Bibliotheken bezahlen und daher auch Zugang zum elektronischen Paradies haben sollten, wird von den Verantwortlichen wie in den meisten Bibliotheken kaltschnäuzig ignoriert, Hohoffs Position, dass Unibibliotheken (einschlieÃ?lich der E-Komponente) für alle dasein müssen, ist alles andere als mehrheitsfähig.
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13.11.2008 um 16:47 Uhr
Cees Nooteboom durfte auch nicht rein – in die Staatsbibliothek Berlin, meldet Die Welt am 12.11.: http://www.welt.de/kultur/article2710284/Cees-Nooteboom-und-die-deutsche-Gruendlichkeit.html