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Bibliothekswesen als trojanisches Pferd für Open Access

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Gravierende Vorwürfe gegen die wissenschaftlichen Bibliotheken wegen ihrer Untätigkeit 2008 in Sachen unbekannte Nutzungsarten (§ 137 l UrhG) in Inetbib.

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2 Kommentare

  1. Vielleicht für Sie interessant die Erfahrung von unserer Seite: ich habe rund 2000 Autoren angeschrieben und über 6000 Ergänzungsvereinbarungen unterzeichnet. Damit haben wir aus unserem Verlag bisher erst die lieferbaren Bücher abgedeckt.

    Ergebnis: Etwa 70% der Autoren haben die Vereinbarungen unterschrieben zurückgeschickt. Das ist für die erste Aussendung verblüffend. Wir beginnen im Januar dann mit den Nachfassaktionen. Ich gehe davon aus, dass wir über 95% Rücklauf erreichen werden.

    Bei fünf Autoren habe ich wüste Vorwürfe bekommen, dass wir so alte Kamellen ins Netz stellen wollen. Sie verbitten sich das.

    Zehn haben den Vertrag nicht unterzeichnet. Sie wollen keine elektronische Verwertung, weil das dem Absatz ihrer Bücher schaden könnte (alle Fälle hier waren Uni-Professoren und Lehrbuchautoren).

    Wenn überhaupt ein Kommentar der Rücksendung beilag, dann folgender: Sie sind gespannt auf die neuen Verwertungen und freuen sich darauf dabei zu sein. Groß sind die Erwartungen allerdings nicht.

    Zum Jahreswechsel 2007 hatten wir vier, jetzt im Dezember noch einmal zwei Schreiben von Uni-Professoren bekommen, in denen diese der Nutzung widersprechen, nach dem bekannten Formbrief. Zwei Autoren waren Autoren von wissenschaftlichen Handbüchern, in denen sie einen von vielleicht 30 Artikeln verfasst hatten. Wir haben diese Handbücher für die elektronische Verwertung gestrichen und verzichten auf die Rechte.

    Bei vier Autoren ist im Verlag nicht bekannt, dass wir etwas von ihnen veröffentlicht hätten. Auf meine Rückfrage nach präziseren Informationen bekam ich keine Antwort mehr.

    Nur einen Rechteinhaber konnten wir nicht mehr ermitteln. Das wird vermutlich bei den Vereinbarungen zu den vergriffenen Werken mehr werden.

    Mehr oder weniger ist bei den Kollegen der anderen Verlage das Bild das gleiche, wie sich bei verschiedenen Gesprächen immer wieder zeigte.

  2. Sehr interessant, danke.

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