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Erfordernisse in Schulen bei Informations- und Medienkompetenz

Das professionellen Wissen von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren über den bewussten Umgang mit Medien und Informationen sollte in der Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz einen wesentlich gröÃ?eren Anteil haben. Dies ist vor allem als Vorschlag zur Entlastung des Lehrpersonals und nicht als Eingreifen in die pädagogischen oder fachbezogenen Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern zu verstehen.

Das ist in einem Beitrag von Jörg M. im Bildungsserverblog zu lesen, der den interessanten Beitrag „Wer lehrt die Kinder googeln?“ von Wolfram Kinzig im FAZ.net Feuilleton
behandelt. Der Beitrag des Theologieprofessors aus Bonn läÃ?t auch anklingen, dass viele Bearbeitungen von Schülern gemeinsam gefordert werden, so dass bei mir auch noch der Begriff „Web 2.0“ im Hinterkopf klingelt. Zukunftsthemen? Zukunftsthemen! Und die Bibliothek/die Bibliiothekarin/der Bibliothekar mit dabei.

13 Kommentare

  1. Zukunftsthema wohl nur im schulbibliothekarischen Entwicklungsland Deutschland.
    Der Blick nach Südtirol wird Ihnen zeigen, dass es dort nicht erst seit gestern Alltag ist.

  2. Ein Zukunftsthema könnte das aber nur werden, wenn die Bibliothekar/inn/en auch tatsächlich diese Medien- und Informationskompetenz hätten und nachweisen würden. Sie einfach nur zu behaupten oder der FAZ-Redaktion weiß zu machen, man hätte sie, wird da nicht ausreichen. Ich hab da bislang eher meine Zweifel und sehe bei jungen Menschen durchschnittlich mehr Wissen und Kompetenzen als in durchschnittlichen Bibliotheken. (Selbstverständlich kann ich mit den falschen jungen Leuten Kontakt haben, Ausnahme-Bibliothekar/inn/en sind ausgenommen und Dinge können sich entwickeln, aber einfach nur behaupten, geht auch nicht.)

  3. Ein Zukunftsthema könnte das aber nur werden, wenn die Bibliothekar/inn/en auch tatsächlich diese Medien- und Informationskompetenz hätten und nachweisen würden.

    Schönen Dank Karsten, für diesen wirklich wichtigen Einwand!!!
    Ich glaube nicht, dass die sog. „digital natives“ unbedingt auf die „Informationskompetenz“ von BibliothekarInnen warten bzw. angewiesen sind. Eigentlich wollte ich noch ein wenig mehr dazu schreiben, aber ich mache jetzt besser Schluss 😉

  4. Man sollte das Vorhandene aber auch nicht klein reden. Da tut sich etwas im deutschen Bibliothekswesen, zu viel sogar, um es nur mit „Ausnahme-Bibliothekar/inn/en“ zu erklären. An vielen Unis sind inzwischen Bibliotheksangehörige in Lehrveranstaltungen eingebunden oder bieten selbst welche an. Ein Beispiel dafür ist due UB Lüneburg. Da kann ich auf meine eigene Arbeit bis zu meinem Ausscheiden aus dem Dienst verweisen, die nun durch zwei jüngere Kolleginnen kompetent und engagiert fortgeführt wird.
    Und: Die Angebote der UB werden zunehmend von den Studierenden angenommen!

  5. @Karsten Schuldt: Völlig einverstanden! Wenn sich ein Berufsbild in diese Richtung entwickeln soll, dann muss das in der Ausbildung entsprechend auftauchen, ebenso in der Fortbildung. – Ich empfinde es zurzeit übrigens als sehr prekär, dass sowohl unsere Klientel (bei mir: Studierende) als auch Kolleginnen und Kollegen ihre Kompetenz bei der Recherche überschätzen. Und über die Recherchefähigkeiten hinaus ist der Umgang mit Medien dann vollends Zukunftsthema!
    Das soll jetzt aber keine Generalschelte sein: Es gibt Kolleginnen und Kollegen, die wie bei Rainer das sehr kompetent und engagiert angehen! Diese „Spitzen“ müssen sich aber noch in die „Breite“ unseres Berufsstandes entwickeln.

  6. Ah, ich spüre den Duft der Erneuerung bei der Verbereitung von Informationskompetenzen. 😉

    Es wird also wieder Zeit, daß ich mein blaues Kostüm und den roten Umhang anziehe, und dann verwandele ich mich in einer Telefonzelle in den

    SUPER-INFORMATIONSBROKER

    Wo immer auch ein passender Informationsschnipsel (und kein ganzes Buch) gesucht wird, wo immer Informationen inhaltlich und fachlich bewertet (und nicht nur bereitgestellt) werden müssen und wo immer eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit (auch außerhalb von Öffnungszeiten) benötigt wird, ist SUPER-INFORMATIONSBROKER nicht weit!

    Kein Server ist zu weit weg, keine Emailadresse ist zu lang als dass SUPER-INFORMATIONSBROKER an solchen kleinen Hürden ernsthaft scheitern könnte. Kein Online-Dienst ist ihm zu teuer, wenn er denn der Sache dient, als dass SUPER-INFORMATIONSBROKER auf ihn verzichten würde!

    SUPER-INFORMATIONSBROKER – wenn Du eine Frage hast, wird ER dir helfen! Durch Mauern schauen kann ER allerdings auch nicht.

    Genug des frechen Kommentars – ich schließe mich der Aussage von Karsten Schuldt und ES an. Außerdem sollte mich selbst mal als Dozent betätigen, um die Kompetenzverbreitung deutlich voran zu treiben – die Lücken scheinen größer zu sein als ich vermutete.

    Äh, und frohes neues Jahr nachträglich an alle Mitlesenden. 🙂

  7. @macsico: Genau, nur mit Superheros geht’s richtig voran! In den USA haben wir übrigens schon einen: den Libraryman! By the way: Wie können wir Batman und Batwoman (Batgirl wäre ja altbacken und im Geruch eine Diminutivs) noch vor den Karren spannen? 😉

  8. Pingback: Infonomy Log

  9. @Jürgen Plieninger: Batgirl vs. Batwoman – das erinnert mich an die abgeschlossene Frau vs. Fräulein Diskussion… ist nicht eher die Diskussion altbacken? 🙂

    In Ländern wie Südtirol gibt es natürlich eine Zusatzausbildung zum Schulbibliothekar, die in den skandinavischen Ländern auch längst etabliert ist.
    Das scheint mir eine unabdingbare Voraussetzung für den anzustrebenden teaching librarian zu sein

  10. Der Beitrag des Bonner Theologieprofessors in der FAZ gibt den Problemstand vor zehn Jahren wieder. Inzwischen findet bis in die Grundschule hinein ein Feuerwerk der Powerpointfolien statt. Jetzt ginge es eher darum, jenseits von Powerpoint Bildung zu erwerben.

    Ich verweise der gebotenen Kürze wegen auf: http://basedow1764.wordpress.com/2008/08/06/die-padagogische-wende-in-der-information-literacy/

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