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Bibcamp Stuttgart

Für jene, die nicht teilnehmen konnten, hat Ronald Kaiser die relevanten Links unter dem Motto „Live vom BibCamp“ auf der Plattform des Bibcamps die relevanten Links zusammengetragen, mit deren Hilfe man sich ein Bild von den Themen und Diskussionen machen kann.
Morgen finden noch Besichtigungen statt. Herzlichen Dank an die HdM und dem Organisationsteam für die Ausrichtung der Tagung. Für mich hat die Hochschule der Medien in gewisser Weise den Vogel abgeschossen, als in einem Workshop nach dem Brainstorming zu „Mobilen Diensten“ mitgeteilt wurde, dass ab Wintersemester ein neuer Studiengang zu diesem Thema angeboten wird. – Das nächste BibCamp findet dann 2010 in Hannover statt.

11 Kommentare

  1. Pingback: Infonomy Log » Blog Archive » Mobile Dienste für Bibliotheken am Bibcamp 2009

  2. Das nächste BibCamp findet dann 2010 in Hannover statt.

    Hm. Steht das schon fest?

  3. mir fällt es schwer, aus den tweets und wenigen blogeinträgen „ergebnisse“ oder „erkenntnisse“ vom bibcamp zu lesen. gibts die?
    (über die tatssache hinausgehend, dass mobile dienste ein thema war.)

  4. Ich werde einige Aspekte, die ich mitbekommen habe, die nächsten Tage im FobiKom-Weblog posten.

  5. danke für die links. um einen punkt herauszugreifen:
    im wiki gibt es die notiz:

    Web 2.0 ermöglicht starkes Branding/Selbstdarstellung

    http://bibcamp09.mixxt.de/networks/wiki/index.Zukunftswerkstatt_u_Bibliotheksveranstaltungen

    im fobikom-blog wird ein tweet mit ähnlicher aussage erklärt:

    Doch da zeigt sich, wie sehr diese “Tweets” verkürzt sind. Beispielsweise lautet ein Eintrag: private Selbstdarstellung im Gegensatzt zum fachlichen Arbeiten” und man könnte meinen, da sei ein Kritiker am Werk, der die Haltung der Referierenden kritisiert. Weit gefehlt: Der Eintrag bezieht sich wahrscheinlich auf die Aussage von Julia Bergmann von der Zukunftswerkstatt, dass Bibliothekarinnen/Bibliothekare – das sei in den USA schon verbreiteter werde – mit ihrer Persönlichkeit für die Bibliothek stehen und so etwas wie eine Marke werden, was in Deutschland oft noch auf Widerstand stoße, da man sich hier eher als eine Institution versteht, die neutral einfach fachliche Arbeit abliefere …

    http://fobikom.wordpress.com/2009/05/21/bericht-zum-bibcamp-iii/

    ich nehme an, dass mit „web 2.0“ in diesem zusammenhang das bloggen, twittern und facebooken gemeint ist und frage mich, worum es bei dem betreffenden vortrag eigentlich ging. um das selbstverständnis der bibliothekare? verbunden mit der forderung nach mehr bibliothekarische selbstdarstellung im web, in dem mehr gebloggt, getwittert und gefacebookt wird? dazu würde eine andere notiz im wiki passen:

    Web 2.0 soll kein(e) Elitediskussion/Diskussionsclub bleiben

    warum nicht? oder anders gefragt: wer hat was von dem mehr an privater selbstdarstellung? oder geht es darum, diese web 2.0 tools für die fachliche arbeit einzusetzen? mich interessiert auch, ob und wie der vortrag diskutiert wurde.

  6. Das ist die Schwierigkeit bei der Konferenzberichterstattung, jede/r findet etwas anderes bedeutsam und pickt das heraus und hebt das hervor. Meine Nennung bezog sich auf den Vortrag von Julia Bergmann zur Zukunftswerkstatt und war ein Satz unter vielen. Aber ich teile diese Sicht, dass diese – ich mag sie nicht „neuen“ nennen, denn es gibt sie schon so lange – Instrumente für das „Branding“ der Bibliothek bedeuten, dass man nicht so amtlich daherkommt, sondern persönlicher daherkommt, im Stil und eben auch in den wertenden Aussagen. Verlautbarungscharakter – das ist eher etwas für eine statische Homepage. – Aber dieses „Einsetzen der Persönlichkeit als Platzhalter für eine Institution“ ist übrigens nichts Neues: Denken Sie nur an die Mitarbeiterinnen an der Ausleihtheke in Öffentlichen und in der Bibliotheksaufsicht in Wissenschaftlichen Bibliotheken – für wie viele Benutzer stellen sie das „Gesicht“ der Bibliothek dar? Für sehr viele. Für mich sind die Web 2.0-Instrumente auch die Chance, für die Nutzer wieder sichtbar zu werden („Visibility“) und mich nicht hinter Türen und neutral formulierten Texten zu verstecken. Das bedeutet nicht, dass solche nicht nötig seien, sie werden aber ergänzt durch diese „Sichtbarkeit“, die eben auch ein Einsetzen von Persönlichkeit erfordert.

  7. @Juergen Plieninger
    ich teile Ihre einschätzung der chance, die „web 2.0“ bietet. und freue mich, dass Sie an die sichtbarkeit an der ausleihtheke erinnern.
    wonach ich suchte sind analysen und erfahrungsberichte, die zeigen, wie groß diese chance ist und wie sie tatsächlich genutzt werden kann. z.b. wäre eine analyse des „widerstands“ einiger bibliothekare gegenüber diesen möglichkeiten wahrscheinlich aufschlussreich. oder beispiele, wo mit „web 2.0“ tatsächlich/nachweislich ein mehrwert oder auch nur eine größere sichtbarkeit für/bei den nutzerinnen erreicht worden ist.

  8. Die Widerstände sind (zumindest polemisch) schnell benannt:
    – „Gibt’s nicht, hammwa nicht, kriegn wa auch nich rein!“
    – „Früher ging’s auch ohne.“
    – „Im Internet ist eh nur Schund!“
    – „Wat de Buur net kennt, frett he net.“

    Was m.E. dahinterliegt, kann man sehr gut in den aktuellen Feuilleton-Debatten über den Heidelberger Appell und die Internetsperren nachvollziehen. Sehr viele Menschen, die sich nicht selbstverständlich im Netz bewegen, sehen nur Gefahren (oft auch da, wo keine sind) und keine Chancen.

  9. Sehr viele Menschen, die sich _selbstverständlich_ im Netz bewegen, sind gegenüber Gefahren blind (oft auch da, wo tatsächlich welche sind) und können einfach nicht verstehen, warum andere sich nicht auch so verhalten wie sie (weil es ja doch selbstverständlich ist!).

    was ich damit sagen will: polemik in dieser allgemeinen form bringt uns nicht weiter.