Die Live-Berichterstattung des Satellite Meetings der Information Technology Section der IFLA war hier bei netbib bereits Thema – und in der Tat waren die Diskussionen und das Networking auf Twitter während dieser Konferenz ein Highlight der selbigen. Deswegen hier nochmal der Hinweis auf die archivierten Tweets der #ifla2009it bei Twatterkeeper.
Zwar war das Vortragsprogramm unter dem Motto “Emerging Trends in Technology: Libraries between Web 2.0, Semantic Web and Search Technology” relativ breit angelegt – digitale Auskunft, Folksonomies, Katalog 2.0. Den rote Faden bildete aber das Thema Linked Data. Worum es dabei geht? Um den nächsten Schritt bei der Öffnung unserer Katalog-Silos, und zwar einen, der über einschlägige APIs und Webservices deutlich hinausgeht: Bibliografische Angaben, Normdaten und Bestandsinformationen werden von speziellen bibliothekarischen Datenmodellen wie MAB, Marc und Co. ein universales Datenmodell übertragen (Stichwort: RDF), mit URLs ausgezeichnet und somit verlinkbar gemacht – und um nichts anderes geht es im Web 3.0, der nächsten Evolutionsstufe des Web. Emmanuelle Bermes von der französischen Bibliothèque Nationale begründete die Notwendigkeit für Bibliotheken, diesen Schritt gehen, und Martin Malmsten demonstrierte den praktischen Einsatz von Linked Data im Rahmen seines schwedischen Verbundkataloges LIBRIS – einschließlich der Ankündigung eines Open Source -Frameworks für Linked Data auf Basis von Jangle, worauf sich sämtliche Katalog 2.0-Projekte in Deutschland bereits freuen können (Kooperation von OCLC/PICA und Co. natürlich vorausgesetzt – am Rande bemerkt). Die Forderung nach der Bereitstellung von bibliothekarischen Normdaten als Linked Data ist jetzt jedenfalls international salonfähig und das Thema gehört jetzt definitiv auf die Agenda. Wie passend also, dass schon von einer Linked Data-Veranstaltung von HBZ und ZBW geflüstert wird!
Eine Hand voll Bilder aus der Florentiner Hitze – es gab in der Tat eine offizielle Wetterwarnung - sind bei Flickr zu finden. Schade war, dass die überwiegende Mehrheit der TeilnehmerInnen aus Europa kamen. Hoffentlich ist das bei der “richtigen” IFLA in Mailand anders! Wer französisch kann und mehr über die Konferenz aus anderer Perspektive lesen mag: @figoblog berichtet ausführlicher.
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