Im neuen BuB-Heft (62.2010, 05, S. 350ff.) ist eine Kölner Diplomarbeit zusammengefasst, welche Ergebnisse einer Umfrage analysiert hatte. Meine folgenden Überlegungen sind keine Kritik an dieser Arbeit, sondern einfach Ergänzungen. Abschlussarbeiten sind notwendigerweise thematisch begrenzt, während die Praxis uferlos ist. ![]()
Undzwar geht es mir um den Aspekt, dass oft genannt worden sei, dass der ÖB-Bereich bei bibliothekarischen Fachblogs zu kurz komme. Im Artikel wird wird vorgeschlagen, die Thematik von Fachblogs um die ÖB-Thematik zu erweitern und entsprechend das Marketingkonzept auszubauen, damit die Blogs (noch) intensiver genutzt werden. Nun, wenn ich mich recht erinnere, haben wir das in infobib und netbib schon einmal diskutiert, inwieweit die ÖBs mehr berücksichtigt werden könnten. Aber es geht nicht um Konzepte, sondern lediglich darum, dass etwas gemacht wird. Es ist ja keine Institution als Anbieter der allermeisten Fachblogs, sondern es ist Initiative von unten. Alle haben wenig Zeit, aber das ist ja gerade der Vorteil von Weblogs, dass man zu mehreren daran schreiben kann und sich der Druck so verringert. Sprich: Ein explizites ÖB-Weblog ist nur dann machbar, wenn Leute sich engagieren.
Das ist das eine. Das andere: Für mich gibt es bereits ein ÖB-Weblog, das beachtenswert ist. Es ist in der Auflistung, die dem Artikel begegeben ist, leider nicht enthalten. Deshalb hier der Hinweis: Lesen Sie Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW : Informationen, Termine und Tipps für öffentliche Bibliotheken, dann ist vieles von dem, was man an Ansprüchen an ein Weblog für ÖBs stellt, schon erfüllt. Für mich stets eine gute Quelle!
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10.5.2010 um 14:40 Uhr
In der Diplomarbeit wurde auch das Problem aufgeworfen, dass Fachblogs wenig sichtbar sind bei jenen, die weniger netzaffin sind. Vielleicht wäre es eine gute Idee, nach und nach in einer der meistgelesenen bibliothekarischen Fachzeitschriften, einzelne Blogs und ihre Schwerpunktlegung vorzustellen, d.h. die Blogs aus dem Netz ein wenig mehr ins Gedruckte zu holen.
10.5.2010 um 15:54 Uhr
Stimmt, das wäre eine gute Idee. Ich vergaß noch, auf den Aggregator hinzuweisen, der den Überblick über bibliothekarische Weblogs auf einen Blick ermöglicht. Aber bei netbib-Leser/innen heißt das ja Eulen nach Athen tragen.
10.5.2010 um 17:46 Uhr
Zu den ÖB Weblogs möchte ich anmerken, dass dies zum Teil von den zuständigen Fachstellen über deren Newsletter und Homepages abgedeckt wird und Fragen über Forum ÖB.
Pingback: Bibliothekarische Fachkommunikation 2010 » Infobib
11.5.2010 um 12:30 Uhr
Newsletter, Foren und Homepages sind schon etwas anderes als Blogs. Es fehlt meist die Möglichkeit, RSS zu abonnieren und zu kommentieren. Vor allem fehlt fast immer der persönliche Standpunkt.
Warum es so wenig deutschsprachige ÖB-Blogs gibt, weiß ich allerdings nicht. Es gibt so viele fitte KollegInnen in den ÖBs, die sicherlich eine Menge zur Entwicklung der ÖBs auch überregional beitragen könnten.
Also, mitlesende ÖBler: Warun bloggt Ihr nicht?
11.5.2010 um 19:00 Uhr
Gründe für die Zurückhaltung: noch zu wenig Kenntnis von Blogs, wenig technikaffine KollegInnen, wenig Zeit, denn die fachlich geleiteten ÖBs sind chronisch unterbesetzt, Netikette-Fragen.
Es gibt ja einige Tolle Blogs von größeren und mittleren Bibliotheken, die richten sich aber oft an die Endkunden und nicht so sehr an FachkollegInnen. ÖB Inhalte für die Fachöffentlichkeit gibt es für Norddeutschland in Salzgitter, und Nordenham zu entdecken.