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Landesbibliothek in Kiel obsolet?

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Dies stellt eine neue Dimension der Einsparungspolitik dar: Es gibt Pläne, die Landesbibliothek Kiel zu schließen und die Bestände anderswohin zu verteilen. Die Landesgeschichte soll eventuell in Depots verschwinden und der Nutzung entzogen werden. – Die Landesregierung wiegelt ab: Es handle sich einstweilen um einen “Prüfauftrag” für die Haushaltsstrukturkommission mit dem Ziel, Synergien auszuschöpfen. Ah ja: Das ist ja bekannt, dass Synergien recht leicht erreicht werden können, das wurde ja bei der Fusion von Daimler und Chrysler geltend gemacht. Ist DaimlerChrysler jetzt nicht ein Weltkonzern? ;-) [via shz.de]

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  2. Schädlinge sind natürliche Feinde auch der Bibliotheken. Fatal indes, wenn sie in der Regierung obwalten. Eine Zerschlagung der Landesbibliothek hat dieselben Folgen wie der Brand eines Archivs: Kollektiver Gedächntnisverlust. Gleichviel, ob fadenscheinige “Synergien” geltend gemacht werden oder die Augenwischerei betrieben wird, daß ja nichts vom Bestand verloren gehe. Der unablässige Nutzen der Landesbibliothek in Kiel weist über viele Jahrzehnte hinweg – und er gründet sich auf dem – jawohl, synergistischen – Miteinander verschiedener Sammlungsteile, die, soweit ich das beurteilen kann, ziemlich gut betreut, aufgearbeitet, verwaltet und vor allem der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Mitunter wünscht man sich ein preußisches Kultusministerium unter Altenstein zurück – dort gab es zwar auch finanzielle Probleme, aber kein Hirnsausen, sondern gestaltender, zukunfstweisender Wille. Hände weg von der Landesbibliothek und einer Zerschlagung der Sammlungen! Das ist gegen die Interessen des Landes Schleswig-Holstein und seiner Bürgerinnen und Bürger.

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