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Lasst tausend Bücher brennen

Gern mache ich auch hier auf einen besonders abscheulichen Blogbeitrag von Dale Askey aufmerksam. Ich habe mich ja nun schon oft zum Thema Büchervernichtung geäußert, und muss meine Position nicht noch einmal wiederholen. Ganz allgemein ist die Wegwerfgesellschaft nicht sonderlich zukunftsträchtig, und was die Papiervermeidung angeht, so gibt es gute Gründe anzunehmen, dass sie mit dem Schicksal des Planeten zusammenhängt. Ganz unsentimental muss man es also begrüßen (wenn man nicht gerade Verleger von Massenware ist), wenn es Bestrebungen gibt, nicht mehr benötigte Bücher nicht in den Müll zu geben.

21 Kommentare

  1. Mensch, Klaus, es ist nicht alles so bitter ernst. Bücher aussondern ist nicht gleich Büchervernichtung, bitte seien Sie etwas vorsichtiger mit diesem äußerst bösen und schwerbeladenen Begriff. Haben Sie eigentlich den Eintrag gelesen? Die Bücher, die wir weggeworfen haben, wurden mindestens dreimal besichtigt, von BibliothekarInnen, BuchhändlerInnen und dem Lesepublikum. Wenn da keiner zugreift, was kann man eigentlich tun?

  2. Natürlich nicht, Klaus. Ich kenne Sie da besser. Danke aber dafür, dass Sie so viele Leser auf den Beitrag aufmerksam gemacht haben.

  3. Von mir aus, werft alle Eure Bücher weg. Aber sagt mir bitte vorher bescheid, damit ich mir was raussuchen kann!

    Ich will niemandem in seine privaten Entscheidungen reinreden. Wer sich von Büchern oder was auch immer trennen möchte, soll dies tun, das ist die eigene Freiheit. Nun zeigt sich aber vermehrt, daß aus öffentlichen Mitteln bezahlte Bibliotheken ihre Bücher wegwerfen, anstatt sie anzubieten. Wenn nun ein Bibliothekar dieses auch privat macht, dann stimmt mich diese Kombination nachdenklich.

    Auch wenn Sie im Haus herumgefragt, vielleicht sogar eine Grabbelkiste aufgestellt haben: wie viele der Besucher der Bibliothek bekommen davon was mit? Ich bin regelmäßig in mindestens 3 großen Bibliotheken in Deutschland unterwegs, in 4 weiteren mehrmals im Jahr.

    Gäbe es nun irgendwo eine Bekanntmachung, “Bibliothek X sondert aus und stellt vom … bis … einen Grabbeltisch auf”, dann könnte ich meine nötigen Reisen darauf einstellen und mich dort am Tisch umsehen.
    Als Doktorand mit minimalem Einkommen bin ich froh über jedes Buch, das ich kostenlos ergattern kann.

    Beste Grüße!

  4. Bin auch durch diesen Hinweis auf Dale Askeys Beitrag aufmerksam geworden und kann Ihnen nur Ihren Kommentar “Dümmeres las ich nie” zurückgeben: das trifft genau auf Ihre beiden Kommentare dort zu. Askey schreibt, wie er mit seinen Erfahrungen zu einem bestimmten Schluss gekommen ist. Sehr nachvollziehbar. Gut zu lesen. Von Dummheit keine Spur.

    Ihre Forderung hingegen, man müsse jedenfalls sich mehr Mühe geben, um die Bücher an die richtige Stelle zu bringen, ist Blödsinn. Askey hat recht: In vielen Fällen muss man die Leute ermuntern, Bücher auch mal wegzuschmeißen. Vermutlich sind Ihnen noch nicht zigfach “alte” Bibeln, etwa Stuttgart 1890, angeboten worden, und Sie wurden dann nicht gefragt, wieviel das Buch wohl wert ist und ob man dafür noch was von der Bibliothek bekommt …

  5. Genau diese arrogante Haltung, Herr Eberhardt, finde ich zum Kotzen. Soilche Leute wie Sie haben im Bibliothekarsberuf wirklich nichts verloren.

  6. @kg Kotzen Sie, soviel Sie wollen.
    Aber bleiben Sie doch mal bei der Sache. Askey ging es um zwei Dinge: 1. In vielen Fällen haben Bücher haben nicht per se einen Wert. Sie so zu behandeln, als hätten sie einen, kann einen in Schwierigkeiten bringen. 2. Für Bibliothekare, als professionelle Massen-Medienbeweger, ist das eine notwendige Lektion. Bibliothekare brauchen massentaugliche Lösungen. Wir können nicht eine für jedes Buch suchen, sondern nur eine für alle. Wohlgemerkt: wir reden hier beispielsweise über den Nachlass eines Wissenschaftlers, eine Privatbibliothek von, sagen wir, 3000 Bänden, die großenteils Dubletten zum Bestand und Literatur enthält, die man nicht aufstellen würde. Wir reden hier, auf Bibliotheksseite, über Leute, die in ihrer Arbeitszeit ohnehin schon ausgelastet sind, und die daher keine Zeit übrig haben, für jedes dieser 3.000 Bücher Interessenten zu suchen. Askeys beschriebene “gift procession” scheint mir jedenfalls professionell und verantwortlich durchgeführt, und so ähnlich habe ich das auch gehandhabt, als ich für derlei zuständig war.
    Im Augenblick ist mir unverständlich, wie Sie trotz dieser klaren Ausgangsbeschreibung eine so apodiktische Behauptung treffen können, “dass man sich schlicht und einfach nicht genug Mühe gibt, die Bücher an die richtigen Stellen kommen zu lassen. Auch wenn es um Massen geht.” Askeys und auch meine Feststellung ist doch, dass es sich in vielen Fällen nicht lohnt, eine “richtige Stelle” zu suchen, weil der Aufwand dafür zu groß ist im Vergleich zum niedrigen bis nicht vorhandenen Wert der Bücher.

  7. Sie können soviel faseln wie Sie wollen. Es geht hier um ökologische Aspekte und Aspekte einer gerechten Wissensordnung und da sind für mich gewisse Unbequemlichkeiten von Bibliothekaren bedeutungslos. Da es so einfach und bewuem ist, Bücher wegzuwerfen (viel einfacher zugegeben als sich darum zu kümmern, ob es einen anderen Weg gibt), besteht keinerlei Anreiz eine logistische Infrastruktur aufzubauen, die es tatsächlich erlaubt, die Bücher von den Orten, an denen sie sich befinden, zu den Orten zu bringen, wo sie noch gebraucht werden.

  8. Fasel fasel.
    Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Wieso meinen Sie denn, dass diese logistische Frage von Bibliothekaren gelöst werden müsste? Denn das entspricht doch gar nicht unserem Auftrag?
    Unabhängig davon sollten Sie sich auf die Frage einlassen, 1. ob tatsächlich jedes Buch irgendwo gebraucht wird, und 2. ob für viele Bücher der Aufwand, es an diesen Ort zu bringen, nicht seinen Wert übersteigt (selbst wenn sie die Ökobilanz mit reinrechnen).

  9. Wenn Bibliothekare Eigentümer der Bücher sind, dann ist es ihre Pflicht sich darum zu kümmern. Und das ganze Gefasel von Informationsvermittler können sich Bibliothekare schenken, wenn ihre Berufspraxis durch das “Verfügbarmachen von in den Bestand aufgenommenen Büchern” definiert wird. Wert des Buches kann ja vieles sein. Die Freude einer Seniorin in einem Altersheim über Lektüre wiegt für mich höher als irgendein ökonomisches Maß.

  10. Auf wieviel würden Sie denn das “höher” wiegen beziffern? Werden Sie mal konkret. Nehmen wir einen Roman aus den 60er Jahren in der damals erschienen Taschenbuchausgabe, jetziger antiquarischer Wert 1,- €. Wieviel Aufwand soll ein Bibliothekar treiben, um die Leser zu finden, die sich über genau dieses Buch freuen? Oder meinen Sie, die Freude wiegt höher als jedes ökonomische Maß?

  11. @jge

    Wenn sie jetzt noch einen Roman aus den 60er Jahren in der damals erschienen Taschenbuchausgabe im Bestand haben, dann ist eh irgendwas enorm schief gelaufen ;) Das Beispiel bringt hier daher gar nichts.

    Ich halte es schon für berechtigt was Klaus Graf hier formuliert.
    Wenn man sich entschließt sich neue Schränke zu kaufen, kann man die alten vom Sozialkaufhaus abholen lassen oder ähnlichen Institutionen. Da als Gegenargument entgegenzuhalten: “ich hatte es doch schon wochenlang im Hausflur stehen und niemand wollte es” ist argumentativ reichlich dünn. Gleiches gilt den Grabbeltisch in Bibliotheken.

  12. Ja na klar. Haben Sie schon mal was zum Sozialkaufhaus gebracht? Die nehmen nicht alles. Und es ist Ihnen doch klar, dass in der von Askey geschilderten Situation die Bibliotheken die Rolle des Sozialkaufhauses haben?

  13. Ich verlange nicht, daß Bibliothekare stunden- und tagelang nach Abnehmern für einen Roman suchen.
    Es gab und gibt aber genug Fälle, in denen ganze historische Bestände und Reihen von wissenschaftlich interessanten Büchern weggeworfen wurden. Da geht es nicht um einzelne Bücher. Das Institut, in dem ich arbeite, hat schon mehrfach ganze Bestände abgeholt. Wir kümmern uns gerne da drum.

    Auch mir persönlich geht das so: Wenn ich weiß, daß irgendwo was ist, komme ich da gerne hin, wie schon oben beschrieben. Aber in der Regel werden “Grabbeltische”, so sie überhaupt stattfinden, gar nicht erst bekannt gemacht.

    Wenn intern geschaut wird, dann zentrale bekanntgemacht wird, daß man was abzugeben hat (für Stellen, die gleich den ganzen Schwung wollen), ein Grabbeltisch nichts bringt und dann es keiner abholen will, dann sehe ich ein, daß man den Rest wohl wegschmeißen kann.
    Zu viel Arbeit? Glaub ich nicht.

    a) Es sind Bestände, die bereits in der Bibliothek waren. Dann sind die eh über den Geschäftsgang makuliert und irgendwo gesammelt, eine Liste der Bücher existiert. Ins Internet stellen, eine Woche warten. Arbeitsaufwand bis hierhin: ca. 1 Minute.
    Dann auf einen Grabbeltisch und bekanntmachen. Arbeitsaufwand, wenn man’s gescheit macht, ca. 1 Stunde, eher weniger. Dann kann man’s immer noch wegwerfen.

    b) Frage nach der Übernahme eines externen Bestandes. Wenn man direkt nichts interessantes sieht, Hinweis auf andere potentiell interessierte Stellen machen, vielleicht auch wieder ein Hinweis auf die eigenen Webseite stellen. Wieder nur ein paar Minuten Aufwand.

    Wenn aber niemand – außer vielleicht Leuten, die täglich da sind – weiß, daß es etwas gibt, dann kann auch keiner was mitnehmen!

  14. @Donbib: Es ging, in dem Beispiel von dem 60er-Jahre-Roman, um das, was der Bibliothek als Geschenk angeboten wird. Die Bibliothek hat kein Interesse an dem Buch, weil sie entweder das Werk nicht im Bestand braucht oder aber schon eine bessere, z.B. die Hardcover-Ausgabe hat. Muss sie sich darum kümmern, dass das Buch einen Leser findet, über den von Askey beschriebenen Prozess hinaus? Und wieviel Aufwand soll da betrieben werden?

    @Dario Kampaskar: “Und dann kann man’s immer noch wegwerfen.” Aber genau das hat Askey doch beschrieben! — Übrigens: Sie unterschätzen ein bisschen den Aufwand, der nötig ist. Bitte glauben Sie auch einfach, dass Bibliothekare ihre Grabbeltische bekannt machen. Denn es ist ja in unserem Interesse, da so viele Bücher wie möglich loszuwerden. Wenn man das dort, wo Sie das erlebt haben, besser machen könnte, und das kein Aufwand ist, dann bieten Sie doch einfach Ihre Hilfe dabei an.

    Ich möchte aber trotzdem nochmal deutlicher machen, mit was für Büchern man da rechnen muss. Nehmen wir den Fall, der in UBs in Deutschland häufiger vorkommt, dass zwei Institute zusammengelegt werden, und die entsprechenden Büchersammlungen vereinigt werden müssen. Dann gibts oft Dubletten. Die werden dann natürlich Fach-Antiquaren angeboten und auf Grabbeltischen ausgelegt, für die vorher unter den Studierenden geworben wird. Und weil Institutsbibliotheken thematisch bestimmte Bibliotheken sind, hat man mit den Fachstudenten auch die möglichen Interessenten in der Regel erreicht. Sagen wir, es sind zwei chemische Institute, die seit den 50er Jahren selbständig waren. Dann werden da z.B. Forschungsberichte aus den 50ern ff. dublett sein. Wenn die kein Student vom Grabbeltisch mitnimmt, dann finden Sie auch im Altenheim keinen Leser dafür.

    Ein anderer Standard-Fall ist der Wissenschaftler-Nachlass. Gewöhnlich ist eine solche Bibliothek gemischt: Belletristik, spezielle Fachliteratur, breitere Sachliteratur. Es ist schon möglich, dass eine UB dann da Fachliteratur findet, die sie gebrauchen kann, kam aber in den von mir bearbeiteten Fällen praktisch nicht vor. Dann müssen Sie bedenken, dass der Nachlass ein Wissenschaftler-Leseleben repräsentiert, dessen Höhepunkt meist schon zwanzig bis vierzig Jahre her ist. Ein Geschenk ist keine Aussonderung, das heißt, die vorgeschlagene Listenerstellung wäre erheblicher zusätzlicher Aufwand, der einfach nicht zu leisten ist. Und wenn dann von den 3.000 Büchern Wissenschaftler-Nachlass 50 in den Bestand aufgenommen wurden, bleiben 2.950 übrig. Die kommen in den Dublettenkeller, möglicherweise fachlich sortiert, und warten auf den nächsten Antiquars-Besuch oder auf die nächste Grabbel-Aktion. Wir haben auch schon Gefängnis-Bibliotheken u.ä. die Belletristik angeboten und dies und das. Man wird trotzdem nicht alles los. Wirklich nicht.

  15. @jge:
    Die Fälle, von denen ich spreche, sind die UB Heidelberg, die BLB Karlsruhe, die WLB Stuttgart, die BSB München. Am “schönsten” ist es dann, wenn man auf der Webseite, auf der man wöchentlich unterwegs ist, liest, daß in den letzten 2 Wochen auf dem Grabbeltisch nichts mitgenommen wurde. Die Mitteillung über einen solchen fehlt. oder er hat – und das scheint die Regel – gar nicht stattgefunden.

    Bei Privatnachlässen habe ich ja gar nicht verlangt, komplette Liste anzulegen. Wenn ein Bibliothekar sich so eine Sammlung ansieht, kann er aber idR sagen, “30% Belletristik, 55% Geschichte, 15% Restwissenschaft und Populärwissenschaft”. Mein Institut hat schon mehrere solcher Nachlässe geschlossen übernommen und dann für uns nicht interessante Bücher weiter abgegeben. Losgeworden sind wir bisher alles (bis auf einen Teilbestand, bei dem aber die Bürokratie den Strich durch die Rechnung macht).

    Aber das Publizieren einer Liste von selbst makulierten Büchern und deren Aufstellen sollte doch wirklich allen Bibliotheken möglich sein. Wenn ich das Buch makuliere, muß ich es eh in die Hand nehmen, aus dem Bestand streichen, ggfs. deinventarisieren. Ein Listeneintrag ist da nicht mehr das (Zeit-)Problem – bzw. könnte sogar automatisiert erstellt werden.
    Und ob man das Buch dann in den Mülleimer oder auf einen Tisch wirft, sollte dann auch egal sein.

    Tatsache ist aber, daß genau das scheinbar nicht geht. Es gab vor ein paar Jahren eine ganze ehemalige Klosterbibliothek, die im Altpapier gelandet ist. Und gerade danach geht mir bei so etwas immer der Hut hoch, wenn ich was von Büchern wegwerfen lese. Gerade in Zeiten des Internet, der Direktaufnahme in zentralen Verbundkatalogen per Bestandsnachweis (und der damit verbundenen zwangsweisen EDV-gestützten Makulierung) gibt es kaum noch Ausreden, denn die Bekanntmachung eines makulierten Buches könnte genauso per RSS erfolgen, wie die Info über ein neu aufgenommenes (Und RSS-Feeds oder eMail-Dienste mit neuen Büchern gibt es mittlerweile überall) – mithin automatisch und ohne Zusatzaufwand.

    Und solange ich immer wieder höre, daß Bücher weggeworfen werden, ohne vorher gewußt zu haben, daß diese überhaupt zur Disposition standen, erweckt in mir gerade nicht den Eindruck, auf den Sie verweisen. Die mit weitem Abstand meisten Bibliotheken machen ihre Grabbeltischen eben gerade nicht bekannt.
    Würden alle so denken: Wo wären denn heute die Inkunabeln und Alten Drucke, auf die viele Bibliotheken stolz sind und mit denen ich beruflich jeden Tag arbeite?

  16. @Kampkaspar: Näheres über die Klosterbibliothek interessiert mich natürlich. Gern auch per privater Mail (s. Impressum Archivalia)

  17. @kg: Leider finde ich die Nachricht gerade nicht mehr. Es hatte mich ein wenig an Eichstätt erinnert… Wenn ich’s wieder finde, werde ich den Beitrag hier und auf Archivalia mitteilen.

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  20. Die gleiche niedrige Gesinnung hat auch die Causa Stralsund ermöglicht

    http://archiv.twoday.net/stories/216966405/