In einem Artikel in Der Westen wird für BibDiVers geworben, einem DigiBibVerbund in Südwestfalen mit Katalog- und Datenbank-Metasuche. Ob man aus Werbezwecken so auf den Putz hauen muss, Google als unübersichtlich zu charakterisieren (ja?) und die Wikipedia als unseriös?
Falls Sie übrigens nicht genau wissen, wo Südwestfalen liegt, so gibt die Stupideda einen vorbildlich (Text und Visualisierung) Überblick!
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25.9.2012 um 16:13 Uhr
hier noch der artikel
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-meschede-eslohe-bestwig-und-schmallenberg/die-serioese-alternative-zu-wikipedia-id7130566.html
25.9.2012 um 16:32 Uhr
„Wikipedia kannst du schreiben, den Brockhaus schreiben Wissenschaftler.“
Ob das einen Schüler nach den letzten Wissenschaftsskandalen dann überzeugt?
Die Wikipedia schreibt dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Betrug_und_F%C3%A4lschung_in_der_Wissenschaft
25.9.2012 um 16:48 Uhr
Schülern und Jugendlichen (und Lehrern!) zu zeigen, dass es neben Wikipedia und Google noch andere Möglichkeiten gibt, an Informationen zu gelangen ist ja löblich, aber zu behaupten “Wikipedia biete keine geprüften Quellen” ist völliger Blödsinn, da die meisten Wikipedia-Artikel teils umfangreiche Quellenlisten haben, von denen sich Brockhaus und Co. noch eine Scheibe abschneiden können. Google ist zwar unübersichtlicher geworden, aber die Nutzung der Digibib-Metasuche ist weitaus komplizierter. Wer schon mit Google nicht zurecht kommt, ist hier total verloren. Viel eher sollten sich die Bibliotheken auf die Vermittlung von Recherchekompetenz und Quellenbewertung konzentrieren als solche dummen “Google-Wikipedia (und fast das gesamte Internet) = Böse / Bibliotheken-Wisssenschaft = Gut” Pauschalurteile zu verbreiten.
Der Falen-Artikel in der Stupidedia ist großartig (den Ostwestfalen-Artikel hatte ich mal geschrieben
25.9.2012 um 17:05 Uhr
Ich verstehe wie immer nicht, was dieses Kollegen-Bashing-Genörgel soll. Edlef hat doch auf diesen “shit librarians say” Wettbewerb hingewiesen:
http://log.netbib.de/archives/2012/09/25/shit-librarians-say/
Die Herrschaften aus Falen nehmen offensichtlich daran teil. Anders lässt es sich nicht erklären, dass der Artikel sich liest wie die Übersetzung der Vorschlagsliste des Wettbewerbs:
“You can’t find everything on Google”
“Try Google Scholar”
“Ask a Librarian”
“Wikipedia is not an academic source”
“The call number is like the book’s address”
“Boolean operators are cool”
“I don’t know the answer to that, but I’ll find someone that does”
“Bring that pen back or I’ll hunt you down”
“I like cats”
Kreidefressergrüße
26.9.2012 um 13:59 Uhr
@pm Danke für die Ergänzung
@bibliothekswelt Von Ihnen kam der erste Hinweis auf die Stupidedia. Werde ich nie vergessen!
4.10.2012 um 11:37 Uhr
Dass Bibliothekare (und verwandte Berufe) Wikipedia und Google gegen bibliothekarische Angebote verteidigen finde ich schon skurril. Wir profilieren uns gegenüber der Öffentlichkeit damit ganz prima als Berufsnörgler und Wortgoldwaagenwieger. Sicher war die Wortwahl etwas ungünstig – falls das im Artikel korrekt zitiert wurde. Aber deswegen so “draufzuhauen” wie man es anderen vorwirft, ist auch nicht gerade gelungen. Ganz ehrlich: Google & Wikipedia sorgen schon für sich. Wenn Bibliothekare auf andere Berufskollegen schimpfen, lacht man sich andernorts ins Fäustchen. Habt Ihr keine anderen Feindbilder als Eure Kollegen?