netbib weblog

Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Der VDB öffnet sich: Bewegung im Verbandsgefüge?

Im Blog teilte der VDB eine Namensänderung mit, der Verein heißt nun „VDB – Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare„, damit verbunden ist eine programmatische Öffnung, „alle in Bibliotheken tätigen Personen explizit zur Mitgliedschaft im VDB ermuntert“. Sprich: Wissenschaftler/innen, die in Projekten von Wissenschaftlichen Bibliotheken, IT-ler oder FAMIs können nun Mitglied werden. Was bedeutet das in der Praxis? Mehr Konkurrenz um Mitglieder, insbesondere in Wissenschaftlichen Bibliotheken, um Wissenschaftler/innen und MA LIS-Absolventen. Im BA-Bereich, bei den FAMIs, in den Öffentlichen Bibliotheken dürfte der BIB weiterhin mehr bieten. Wenn ein Wettstreit entsteht, dann um Output für Mitglieder und Nicht-Mitglieder und um eine angenehme Atmosphäre für Engagierte. Auch da bemüht sich der VDB: Auf dem Bibliothekartag nach Mentees für ein Mentoringprogramm gesucht. Das Mentoringprogramm des BIB liegt schon seit einigen Jahren auf Eis…
Lambert Heller attestierte dem BIB auf Twitter, eine gespaltene Persönlichkeit zu haben, er wolle ADAC sein. Bezeichnender Weise sagte er nicht und Netzwerk, sondern schloss dies im Tweet aus. Wo ist dann die gespaltene Persönlichkeit, Lambert? Nun, als Sozialwissenschaftler wird Lambert wissen, dass ein Verband eine Sache ist und Netzwerke etwas ganz anderes. Es gibt im BIB Netzwerke, es gibt zwischen dem BIB und der Community Netzwerke, es gibt selbstverständlich ausserhalb der Verbände Netzwerke und all‘ das kommuniziert, kooperiert miteinander oder stößt sich auch ab. Und viele Personen sind Mitglied verschiedener Netzwerke in- und ausserhalb von Verbänden. – Wichtig ist eigentlich immer, dass etwas dabei heraus kommt, sei es Prestige, Output, Hilfe für andere oder für die Profession oder eine befriedigende Zusammenarbeit; und wenn das zu viel kostet, sei es für Mitglieder oder Engagierte, dann wird über kurz oder lang Abstand genommen.
Auf jeden Fall wird es sich in Zukunft zeigen, wo sich etwas entwickelt oder wo Leistungen angeboten und aufrecht erhalten werden, die auch geschätzt werden! In diesem Sinne: Schau’n wir ‚mal!

(Disclaimer: Der Autor ist im BIB engagiert)

2 Kommentare

  1. Pingback: Der Bibliothekartag 2015 in der Biblioblogosphäre #bibtag15 – 30.05.2015 | Bibliothekarisch.de

  2. Es gibt nicht nur Verbände und Netzwerke , sondern auch Mitgliederlogik und Handlungslogik.Schade, dass man von Letzterer nur über Bande erfährt. Das erschwert die Treue doch sehr. Ärgerlich, subjektiv, dass Don Bib die einzige halböffentliche Bande ist. Sein letztes Posting hat mich gerade vor einem Austritt aus dem BIB zurückschrecken lassen. Ein exotischer Hauch von Realismus wehte durch seine Petzerei. Oh, mon Dieu …