Autorenarchiv
Sonntag, 15. Juni 2008 | Autor: Anne Christensen
Die Spatzen pfeifen es ja von den Dächern: “Sex and the city - the movie” ist über weite Strecken in der Tat ein Werbespot für diverse Mode-Labels. Aber neben Vuitton, Westwood und Co. bekommt überraschenderweise auch die Marke Bibliothek ihren Gala-Auftritt im Film zur Serie: Heldin Carrie proklamiert ihre Liebe zu geliehenen Büchern aus der Bibliothek sowie dem Geruch derselben, wird als (säumige) Bibliotheksbenutzerin gezeigt - und wählt schließlich die spektakuläre New York Public Library als Location für ihre (nicht minder spektakuläre) Vermählung mit Mr. Big. Ein Kollege aus der New York Public Library bloggt über Hintergründe und insbesondere dasjenige Buch auf Carries Leihliste, das als Vorlage für zahlreiche Liebes-E-Mails im Film dient.
Thema: Fun | Beitrag kommentieren
Montag, 9. Juni 2008 | Autor: Anne Christensen
Anfang letzten Jahres habe ich ja mal Ideen für den Bibliotheks-Podcast aufgelistet. Was ich (und die Kommentierenden) dabei ganz offensichtlich vergessen habe: Musikalisch begabte KollegInnen im eigenen Haus um Unterstützung bei der Audio-Untermalung des Contents bitten. Gelungenes Beispiel: Die erste Ausgabe des Podcasts aus der Bibliothek der Hamburger Helmut-Schmidt-Universität, mit Dr. Frank J. Nober an der Gitarre. Der Inhalt? Eine - mitunter augenzwinkernde - Erläuterung der oft gestellten Fragen, warum “das in den Bibliotheken immer so kompliziert sein muss”. Liegt es an der Musik, dass ich die Erklärungen so beruhigend fand?!?
Thema: Podcast | Beitrag kommentieren
Montag, 2. Juni 2008 | Autor: Anne Christensen
Keine Ahnung, ob sich schon füher mal Kolleginnen und Kollegen mit der Benamsung unseres jährlichen Giga-Events mit dem diskriminierenden Titel Bibliothekartag auseinandergesetzt haben, aber Danilo Vetter hat das Thema “Geschlechtergerechte Sprache in Bibliotheken” dankenswerter Weise (wieder?) auf die Agenda gerufen. Sein Artikel “geschlechtergerechte sprache in bibliotheken : 1. bibliothekar_innentag oder die angst vor der feministischen (!) schäferhündin” fasst eine Diskussion aus den 1990er Jahren um das generische Maskulinum in der Schlagwortnormdatei zusammen, erklärt, warum geschlechtergerechte Sprache wichtig ist und macht vor allem Vorschläge für die Anregung einer Diskussion der Bezeichnung “Bibliothekartag”:
* kreative umgestaltung der eigenen namensschilder
* bei wortmeldungen konsequent von den “bibliothekstagen” sprechen
* mit den veranstalter_innen ins gespräch über verwendung des generischen maskulinums kommen
* e-mails und briefe an die veranstalter_innen schreiben und um die verwendung geschlechtergerechter sprache bitten
* genügend mitstreiter_innen finden, die einen offenen brief formulieren
* beim berichten über die veranstaltung das tag “bibliothekstage_2008″ verwenden
* das eigene sprechverhalten, während der tage und darüber hinaus kritisch analysieren
* …
Liebe Bloggerinnen und Blogger, Twitter-Zwitschernde und “social bookmarkers”: bitte unterstützt den Tag “bibliothekstag” (oder Varianten)!
Thema: Bibliothek | 27 Kommentare
Freitag, 2. Mai 2008 | Autor: Anne Christensen
InetBib hin, BibCamp her: So einen interessanten Tag wie diese Woche in der dänischen Statsbiblioteket in Aarhus hatte ich schon lange nicht mehr! Keine ganz neue Einsicht, aber trotzdem: Ein individuelles Besuchsprogramm in anderen Bibliotheken gibt mitunter mehr her als das Konsumieren von Vorträgen und Kaffee auf den einschlägigen Konferenzen.
Dummerweise habe ich meine Fotoapparat vergessen, sonst hätte ich als erstes die Sofaecke mit Flachbildschirm und Playstation dokumentiert, die das Großraumbüros der Entwicklungsabteilung ziert. Keine Ahnung, wie der Rest der Bibliothek darüber denkt, aber hier wird ganz offensichtlich darauf Wert gelegt, eine kreative Atmosphäre zu schaffen - wofür es auch zeitlich Platz gibt: Am freitäglichen “Google Day” entstehen aus Freiräumen zur Beschäftigung mit eigenen Ideen neue Dienste und Projekte. Erstklassiges Ergebnis dieser Praxis und Hauptobjekt meiner Neugier: Die selbst entwickelte Rechercheplattform Summa, ausführlicher Bericht zu diesem Katalog 2.0 im beluga-Blog.
Neben Summa gibt es auch für andere bibliothekarischer Herausforderungen interessante Lösungen, beispielsweise das Thema Web Archiving. Seit einer entsprechenden Änderung im Pflichtexemplarrecht muss das dänische Web archiviert werden, wofür Staatsbibliothek und Königliche Bibliothek gemeinsam Netarkivet entwickelt haben: Hierfür werden Websites der Top-Level-Domain .dk mit dem Crawler Heritrix (der auch für das Internet Archive eingesetzt wird) eingesammelt und mit einem selbst entwickelten System, der frei verfügbaren Netarchive Suite, erschlossen und archiviert. Pull statt push!
Und noch ein Dienst hat mich beeindruckt: Netmusik.dk, eine Art bibliothekarisches iTunes, für das die dänischen Bibliotheken in Zusammenarbeit mit der Musikindustrie eine Datenbank mit über 1 Millionen Musiktiteln und -noten zur webbasierten Ausleihe zur Verfügung stellen. Die Metadaten zu diesen (und anderen) audiovisuellen Medien fließen natürlich auch in Nachweissysteme wie dem eingangs erwähnten Summa ein - die in der Konsequenz auch deutlich stärker auf die Aufbereitung anderer Materialarten als dem gedruckten Werk ausgerichtet sind, als das bei hiesigen Katalogen der Fall zu sein scheint.
Thema: Bibliothek | Ein Kommentar
Mittwoch, 23. April 2008 | Autor: Anne Christensen
Wenn jemand sich zur Nutzung eines bibliothekarischen Auskunftsdienstes aufschwingt, ist es dann legitim, in der Antwort bloß auf passende Wikipedia-Artikel hinzuweisen? Ist von Diensten wie Fragen Sie Hamburger Bibliotheken, InfoPoint Rhein-Main oder der DigiAuskunft nicht mehr zu erwarten als das, was sich kinderleicht auch googlen lässt? Diese Fragen diskutieren gerade die Studierenden in meinem Seminar zu Informationsdienstleistungen an der HAW Hamburg. Nach dem Austausch der üblichen Argumenten für und gegen die Wikipedia als Quelle wurde eine spannende Idee entwickelt: Warum integrieren BibliothekarInnen ihre oft ja mühevoll recherchierten Antworten auf die (seltenen) anspruchsvollen Fragen nicht konsequent in die jeweils passenden Wikipedia-Artikel?
Zugegeben: Auch von den Studierenden im Kurs beteiligt sich bislang kaum jemand als AutorIn an der Wikipedia, und das wird auch in den Auskunftsabteilungen der Bibliotheken nicht anders sein. Aber vielleicht kann es ja anders werden: Die Wikipedia als Wissensbasis schlägt sämtliche regionalen und globalen Auskunftssilosdatenbanken, mit denen Dienste wie QuestionPoint gerne für sich werben, um Längen!
Thema: Recherche, WWW | Ein Kommentar
Montag, 5. November 2007 | Autor: Anne Christensen
Sehr cool: Drei Studierende aus dem postgradualen Fernstudium an der HU Berlin beschreiben ihren Weg zum “Master of Arts - Library and Information Science” im Weblog MALIS 13. Warum?
Moodle funzt nicht richtig, das CMS ist unten, den Kursschlüssel erhält man erst in der IuK-Stunde vor Ort…
Tja…Aber wofür haben wir ein Blog?
Genau! Viel Spaß!
Thema: Bibliothek20, Weblogs | Ein Kommentar
Donnerstag, 1. November 2007 | Autor: Anne Christensen
Auch eine Methode, um das viel gefürchtete Abschreiben aus der Wikipedia zu verhindern: Zoologie-Professorin Martha J. Groom lässt ihre Studierenden anstelle der üblichen Hausarbeiten Wikipedia-Artikel neu schreiben oder editieren. “If you can’t beat them, join them” ist das Motto ihrer Aktion, über die MSN heute unter der Überschrift “Wikipedia becomes a class assignment” berichtet. Fazit:
Knowing their work was headed for the Web, not just one harried professor’s eyes, helped students reach higher — as did the standards set by the volunteer “Wikipedians” who police entries for accuracy and neutral tone, Groom said. The exercise also gave students a taste of working in the real world of peer-reviewed research.
[via DIG_REF]
Thema: Bibliothek20, Hochschule, Wiki | 4 Kommentare
Freitag, 26. Oktober 2007 | Autor: Anne Christensen
Nach der viel zitierten Studie “Perceptions of Libraries and Information Resources” aus dem Jahr 2005 hat OCLC dieser Tage ein weiteres Ergebnis seiner Marktforschungsaktivitäten vorgelegt: “Sharing, Privay and Trust in Our Networked World” heisst das 280 Seiten umfassende Werk, das die Ergebnisse einer Befragung von gut 6100 Internetnutzern und 382 US-amerikanischen Bibliotheksdirektoren zuzusammenfasst. Fazit einer ersten schnellen (!) Lektüre: Trotz großen Vertrauens in Bibliotheken hinsichtlich eines verantwortungsvollen Umgangs mit persönlichen Daten besteht einige Skepsis hinsichtlich des Umbaus von Bibliotheks-Websites oder -Katalogen zu sozialen Netzwerken. Ein Dämpfer für Bibliothek 2.0-Aktivisten? weiter…
Thema: Bibliothek20, WWW | 2 Kommentare
Donnerstag, 13. September 2007 | Autor: Anne Christensen
Sieben Hamburger Bibliotheken werden in den kommenden zwei Jahren mit Beluga einen eigenen Bibliothekskatalog aufbauen, der u.a. sich durch Personalisierungsfunktion, Mashups und einen Web Service auszeichnen wird. Nähere Informationen zu dem Projekt gibt das Beluga-Blog.
Auf der GBV-Verbundkonferenz, auf der das von der Behörde für Wissenschaft und Forschung geförderte Projekt vorgestellt wurde, gab es im Rahmen des Workshops der Facharbeitsgruppe Erschließung und Informationsvermittlung eine spannende Diskussion um den Sinn oder Unsinn der Integration von Web 2.0-typischen Funktionalitäten in den Katalog:
- Sprechen die 2.0-Kataloge nicht bloß eine Info-Elite, insbesondere aus dem geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich, an?
- Wird es überhaupt ausreichend Benutzer geben, die sich an der Erschließung von Literatur durch Vergabe eigener Tags und Rezensionen beteiligen?
- Wie kann sichergestellt werden, dass die Tags und Rezensionen zwischen einzelnen 2.0-Katalogen ausgetauscht werden können, um so leichter eine “kritische Masse” an zusätzlicher Erschließung zu erreichen?
- Ist es überhaupt zu verantworten, dass der Katalog als zentrale Informationsdienstleistung von Bibliotheken in einen “permanenten beta-Zustand” versetzt wird?
- Sollte man sich in der Tat an die eigene Entwicklung von Software wagen (wie in Hamburg geplant) oder auf bereits fertige Open Source-Lösungen wie beispielsweise VuFind zurückgreifen?
Antworten für Skeptiker und Begeisterte des Themas Bibliothek 2.0 werden die praktischen Erfahrungen aus der mittlerweile nicht unbeträchtlichen Anzahl von deutschen und internationalen Katalog 2.0-Projekten liefern. Ein Fazit aus der Debatte in Bremen: Das Label “Katalog 2.0″ ist polarisierend und hält zu sehr von einer Diskussion um das Wesentliche ab: Was sämtliche Projekte nämlich jenseits des Hypes um partizipative bzw. kollaborative Dienste auszeichnet ist das Bemühen, den Katalog zu einem besseren Recherche- und Entdeckungsinstrument zu machen. Dafür sollte jeder Lösungsansatz willkommen sein, ob nun von kommerziellen Anbietern wie OCLC/PICA oder ExLibris, Bibliotheksbenutzern wie im Falle von LibraryThing oder von Bibliotheken selbst. Passend dazu erinnerte Keynote-Speaker Tobias Möller Walsdorf in Bremen auch an Tim Spaldings Manifest “Wie OPACs Spaß machen können.”
Thema: Bibliothek20 | Ein Kommentar
Montag, 3. September 2007 | Autor: Anne Christensen
Einer meiner Lieblingsmomente in der International Summer School “Digital Libraries à la Carte” im niederländischen Tilburg hatte mit den großen bibliothekarischen Fragen nichts zu tun: Beim abendlichen Bier in der Bar wurde der US-amerikanische Referent Eric Lease Morgan von einer Sammlung europäischer KollegInnen in die Geheimnisse des Grand Prix eingeführt. Das gemeinsame Absingen von Eurovisions-Knallern wie “Ein bisschen Frieden” und “Waterloo” hätte anderntags auch gut in den Podcast-Workshop von David Free gepasst - der aber auch ohne solche Showeinlagen heiter genug war, ebenso die darauffolgenden Veranstaltung zu Bibliotheksdiensten in sozialen Netzwerken. Lisa Janicke Hinchliffe, Leiterin der Undergraduate Library in Urbana-Champaign, hat sich und ihrem Team das Experimentieren mit 2.0-Diensten auf die Fahnen geschrieben. Bei ihr wird getwittert, gebloggt und genetworkt - zum Beispiel mit eigenen MySpace- und Facebook-Seiten. Das Experimentieren ist erwünscht, Scheitern erlaubt (das Blog wird zugunsten von Twitter eingestellt), und alle Aktivitäten werden getragen von der Überzeugung, dass die Gewandtheit im Umgang mit diesen und künftigen Kommunikationsformen eine Schlüsselkompetenz für BibliothekarInnen ist.
Einen dritten Workshop gab es zum Thema Open Source-Software und XML. Mit Eric Lease Morgan (u.a. Gründer der empfehlenswerten Mailingliste NGC4Lib) haben wir innerhalb weniger Stunden einen OPAC auf Basis von Suchmaschinentechnologie entwickelt, kompetent über MARC seufzen gelernt und erste Schritte in Richtung Mash-Up getätigt. Das Handout von Eric lässt sich mit ein bisschen Hilfe der EDV-Abteilung als Tutorial für Katalog 2.0-Anfänger verwenden. Interessierte an diesem Trend hätten auch Freude gehabt an Peter Binkleys Vortrag “The Modern Search”, in dem Funktionalitäten der “next generation catalogs” auf den Gebieten der Visualisierung, Anreicherung und Offenheit für Benutzerbeteiligung und Export von bibliografischen Daten vorgestellt wurden.
Von den fünf Tagen in Tilburg ist zum Schluss noch der letzte hervorzuheben, der dem Thema Informationskompetenz gewidmet war. Spannend: Hier ging es nicht nur um die bekannten Fragen der Integration von IK-Veranstaltungen in die universitäre Lehre, sondern auch um die Schaffung von Learning Commons als physischen Lernorten in Bibliotheken und, vielleicht als wichtigster Trend auf diesem Gebiet, um die Potenziale von Computerspielen für das Erlernen von Techniken für die Recherche und Verarbeitung wissenschaftlicher Informationen. Der Rolle des “Gamings” in und mit Bibliotheken war kürzlich übrigens ein ganzer ALA-Workshop gewidmet. Ticer-Referent Igor Mayer gab in seinem Vortrag insbesondere den Spiel-Skeptikern Antworten auf die Frage, warum sich Bibliotheken mit Spielen und virtuellen Welten wie SecondLife beschäftigen sollten (”Well, games are a new form of literacy and narratives. They are a new medium for interactive storytelling”).
Nachlesen lässt sich das Programm der Summer School, in dem neben den genannten auch Open Access ein großes Thema war, Website von Ticer. Blog-Posts über die Konferenz - - u.a. von den niederländischen Bibliobloggern Wouter, Rob, Ane und Bieb - sowie Links aus den einzelnen Veranstaltungen wurden eifrig bei del.icio.us gesammelt. Die Teilnahme an der Summer School ist nicht ganz billig - die internationalen ReferentInnen, das vorzügliche kulinarische Rundum-Sorglos-Paket und die erhebenden “Wir sind Europa”-Gefühle sind aber unbedingt ihren Preis wert.
Thema: Bibliothek20, Podcast, open access | 2 Kommentare
Donnerstag, 9. August 2007 | Autor: Anne Christensen
Die Liste der Katalog 2.0-Projekte wächst. Ein Neuzugang verdient besondere Erwähnung: VuFind ist ein modulares, offenes System, in das bibliografische Daten exportiert, mit Suchmaschinentechnologie indexiert und auf verschiedene Weise angereichert (z.B. mit nutzereigenen Tags oder Rezensionen von Amazon) werden können. Personalisierung, und zitierfähiger Export von einzelnen Datensätzen sind ebenso selbstverständlich wie die unter dem Schlagwort “faceted browsing” zusammengefassten intuitiven Möglichkeiten der Navigation und eine ausgesprochen klare Benutzeroberfläche.
Damit ist VuFind zwar noch nicht ganz dort angekommen, wo Kristin Antelman von der North Carolina State University den Katalog der Zukunft haben will, aber auf dem besten Wege dazu. Ihre Definition des “Next Generation Catalogs” (US-Speak für Katalog 2.0) ist deswegen erstklassig, weil sie verdeutlicht, dass das Thema keineswegs ein Hype ist, sondern Bibliotheken in ihren Kernkompetenzen beim Wissensmanagement herausfordert:
So what are some requirements for the ideal catalog? Among other things it should recognize clusters of knowledge, show the lineage of publications, identify authors, make previously unknown connections between works visible to the user, and show the authoritativeness and popularity of sources.
Thema: Bibliothek20 | 2 Kommentare
Freitag, 1. Juni 2007 | Autor: Anne Christensen
Melvyl ist der Verbundkatalog der Bibliotheken an der University of California und wird von diesen jetzt in einem gemeinsamen Pilotprojekt mit OCLC zu einem neuartigen OPAC “next generation discovery tool” weiter entwickelt. Das ist zum einen deswegen interessant, weil hier ehrgeizige Ziele in Sachen Informationspräsentation verfolgt werden: Neben den WordCat-spezifischen Drilldowns soll vor allem auch eine innovative Darstellung von lokalen, regionalen und internationalen Bestandsnachweisen entwickelt werden. Der neue Katalog soll zudem auch Artikel und Digitalisate nachweisen. Zum anderen wird hiermit möglicherweise die zukünftige Form des WorldCat Local von OCLC in Form gegossen und vor allem die Unabhängigkeit von OPAC-Modulen kommerzieller Anbietern ausprobiert.
Thema: Bibliothek, Technik | Kommentare geschlossen
Donnerstag, 24. Mai 2007 | Autor: Anne Christensen
Verwandte Links, Personen, Blogs und Artikel: Mit der Yoono-Sidebar gibt es zu jeder im Browser geöffneten Seite weiterführende Hinweise - und nach meinen ersten Testergebnissen gar nicht mal so schlechte. Bei Yoono handelt es sich um eine Firefox-Extension Yoono , für die die französischen Entwickler schon einen Web 3.0-Preis abgegriffen haben.
Der Tipp, mir Yoono mal genauer anzusehen, kam von meinem ViFaPol-Kollegen Tobias - und zwar hoffentlich nicht von ungefähr: Eine fachlicher Yoono-Service wäre sicher auch ein interessantes Feature für Virtuelle Fachbibliotheken.
Thema: Bibliothek20 | Ein Kommentar
Mittwoch, 18. April 2007 | Autor: Anne Christensen
Das Personal von Google Answers hat sich selbständig gemacht: Nach der Einstellung des Dienstes im November wurde der Dienst jetzt unter dem Namen Uclue wiedereröffnet. Ab 5 Dollar gibt es hier Antworten zu kaufen, neuerdings auch auf Deutsch.
[via Golem.de]
Thema: Bibliothek20 | Kommentare geschlossen
Mittwoch, 18. April 2007 | Autor: Anne Christensen
Passend zur Einführung des Konzeptes der mobilen Auskunft ins deutsche Bibliothekswesen lassen sich im ACRL-Weblog Argumente für und gegen die Beibehaltung der Auskunftstheke nachlesen. Die diesbezügliche Diskussion ist jenseits des Atlantiks derzeit offenbar hitzig. Da werden Aussagen getroffen wie:
The reference desk is a powerful symbol and essential to the mission and purpose of academic reference service, but also to the culture of our academic libraries in general; an academic library without a reference desk is unthinkable
Andererseits werden Punkte aufgeführt, die für eine Aufgabe der Theke zu Gunsten mobiler Services und anderer Dienste sprechen, zum Beispiel:
We’re not getting real reference questions anymore; we are getting lots of printer and computer questions (you call that reference?); we are getting more questions that require time consuming consultations and those should be managed at locations other than reference desks
Die Diskussion dazu geht weiter: Scott Carlson fragt “Are Reference Desks Dying Out?” - seine Antwort war nur leider kurzzeitig online zugänglich und fiel abwägend aus: Verzicht nein, aber andere räumliche Verortung schon - nämlich die Partizipation in sozialen Netzwerken der eigenen Hochschule oder, sehr sympathisch, das Abhalten von Recherchesprechstunden im Coffee-Shop an der Ecke. Latte macchiato-Auskunft, sozusagen.
Thema: Bibliothek, Bibliothek20 | Kommentare geschlossen
Donnerstag, 12. April 2007 | Autor: Anne Christensen
Tim Spalding annonciert den neuen Dienst LibraryThing for Libraries, mit dem man den Bibliothekskatalog per Einbau von Javaskript-Schnipseln um LibraryThing-Funktionalität erweitern kann. Konkret zum Beispiel durch Integration eines Widgets mit Empfehlungen ähnlicher Titel. Das ist an sich schon interessant, weil es gerade für öffentliche Bibliotheken (deren Buchbestand eher den bei LT hinterlegten Daten entspricht) eine Alternative zu anderen Recommendation-Systemen wie BibTip ist. Ebenfalls spannend ist aber die Diskussion auf Thingology zu einer möglichen Preispolitik für diesen Service: Wie teuer muss ein Produkt sein, um ernst genommen zu werden? Antwortidee von Tim Spalding:
Charge $1,000,000/year to show we’re serious, but give everyone 99.9% discounts.
Thema: Bibliothek20 | 2 Kommentare
Freitag, 30. März 2007 | Autor: Anne Christensen
Die Münsteraner ZB Medizin hat nicht nur einen Podcast, sondern bloggt jetzt auch, ebenso die Bibliothek des Departments Chemie an der Universität Hamburg, die dieser Tage ihr Weblog online gestellt hat. Was bei letzterer interessant ist: Die Liste der neu eingegangenen Print-Zeitschriften der jeweils letzten Woche - könnte natürlich noch um einen Hinweis auf die RSS-Feeds der elektronischen Ausgaben ergänzt werden 
Thema: Weblogs | Kommentare geschlossen
Samstag, 24. März 2007 | Autor: Anne Christensen
Markus Trapp hat heute die Nutzung von Qype vorgemacht. Warum das interessant ist? weiter…
Thema: Bibliothek20 | 3 Kommentare
Samstag, 24. März 2007 | Autor: Anne Christensen
Eine Veranstaltung, in die ich mich in Leipzig erfolgreich hineingequetscht habe, war die Session zu “Neuen Formen der Informationsvermittlung”. Neben den Vorstellungen der kooperativen E-Mail-Auskunftssystemen von BSZ und HBZ sowie von EconDesk war für mich das eigentliche Highlight der Vortrag der Schweizer Kollegin Anne-Katharina Weilenmann, in Szenarien für die mobile Auskunft entwickelt wurden. Neben Überlegungen zu einer Ergänzung oder gar einem Ersatz der Auskunftstheke durch BibliothekarInnen, die mit dem so genannten Floorwalking proaktiv auf die BenutzerInnen zugehen und vor Ort Hilfestellung anbieten, gab es eine Sammlung von Ideen, die über das gängige Spektrum der virtuellen Auskunft hinausgehen: Bibliotheksdienstleistungen für den PDA oder die Entwicklung von Toolbars zum Beispiel. In die selbe Richtung denkt übrigens auch US-Professor R. David Lankes in einer Präsentation mit dem hübschen Titel “Using virtual reference to rule the world”, in der er feststellt:
Reference is tool building
Weil wir ja dieser Tage hier eine Wunschliste für künftige Bibliothekartage aufbauen: Wie wäre es mal mit einem Themenkreis (oder wie das heißt) zur Auskunft im Web 2.0? Ein paar lustige Vorschläge für Vorträge habe ich auch schon:
- Tools statt Theke: Von der Auskunftsbibliothekarin zur Service-Entwicklerin
- Eindringlinge oder willkommene Helfer: Bibliotheksangebote in StudiVZ und Co.
- Selbstgebaut: Auskunftssuchmaschinen auf der Basis von Google Coop
- Die Bibliothek im Browser: Praxisberichte vom Toolbar-Einsatz
- Nicht nur hinter den Kulissen nützlich: Weblogs und Wikis mit Benutzerbeteiligung
Thema: Bibliothek20 | Kommentare geschlossen
Dienstag, 20. März 2007 | Autor: Anne Christensen
Lange Schlangen, volle Säle - Leipzig 2007 ist diesbezüglich nicht viel anders als Dresden 2006. Besonders ärgerlich, wenngleich andererseits auch verheißungsvoll: Die gerade laufende Veranstaltung zum Thema “Bibliotheken und soziale Software” ist wegen Überfüllung geschlossen. Im Saal 4 hören derzeit doppelt so viele Leute, wie der Raum eigentlich zulässt, die Vorträge von Edlef Stabenau, Patrick Danowski, Annkathrin Genest und Co. zu Weblogs, Wikis und mehr. Schön, dass das Web 2.0-Thema im Bibliothekartag angekommen ist - aber schade, dass in den realen Räumen nicht für alle Platz ist.
Thema: Bibliothek20 | 8 Kommentare
Dienstag, 13. März 2007 | Autor: Anne Christensen
Zugegeben: Trotz aller Linksammelei zum Thema bin ich mit SecondLife noch nicht recht weitergekommen. Die Tipps, wie ich mit meiner nicht mehr taufrischen Grafikkarte einen netten Abend im virtuellen Paralleluniversum verbringen kann, habe ich auch noch nicht ausprobiert. Aber gucken, was die Biblio-Blogosphäre dazu zu sagen hat, tue ich dennoch, und bin dabei auf ein Post von Walt Crawford gestoßen. Der macht nämlich ein paar interessante Rechenspielchen und kommt dabei darauf, dass sich in SecondLife nur der sechste Teil eines Prozentes (!) der Benutzer dortselbst tummelt und also auf diesem Weg von Bibliotheksangeboten in SecondLife erreicht werden kann.
Dazu passt der Hinweis von medinfo auf MySpace for Scientists - vielleicht der lohnendere Ort für Bibliotheken, sich über die Communities an die Zielgruppe heranzupirschen? Meredith Farkas hat zur grundsätzlichen Frage der bibliothekarischen Beteiligung an Netzwerken wie MySpace, Facebook (und für Deutschland StudiVZ) schon im Herbst 2006 einen schönen Post mit vielen Links geschrieben, und auch die Diskussion dazu ist interessant. Fazit: Bibliotheken sollten keine Chance ungenutzt lassen, auf sich und ihre Dienste hinzuweisen - und zwar dort, wo sich die Zielgruppe eben aufhält. Und auch für die Art, wie Bibliotheken dort Präsenz zeigen sollen, gibt es Vorschläge: Nicht nur mit bloßen Links auf OPACs und Datenbanken, sondern mit möglichst interaktiven Angebote wie Wunschlisten oder Diskussionsseiten für einzelne Titel:
I think there is a big difference between “being where our patrons are” and “being USEFUL to our patrons where they are.”
Thema: Bibliothek20 | 4 Kommentare
Donnerstag, 8. März 2007 | Autor: Anne Christensen
Zum Ende des netbib-Frauentages bekommt Nancy White noch mal das Wort, die in ihrem Full Circle Interaction Blog heute auch auf den Internationalen Frauentag eingeht und dabei u.a. das Bloggerinnen-Netzwerk Blogher erwähnt. Sie schreibt:
We each have a voice to act on the things we believe in. Today, I add my voice to International Women’s Day. There is still too much violence, control and inequality that face my sisters around the world.
Thema: Bibliothek | Kommentare geschlossen
Donnerstag, 8. März 2007 | Autor: Anne Christensen
Klaus Graf findet die Idee mit dem netbib-Frauentag zwar bekanntermaßen reichlich dämlich, bei Archivalia gibt’s heute aber dennoch nur Frauenthemen, zum Beispiel mit Posts zu Frauenarchiven oder einer Pionierin des deutschen Dokumentationswesens.
Thema: Bibliothek | 2 Kommentare
Donnerstag, 8. März 2007 | Autor: Anne Christensen
Bloggerinnen aus Europa treffen sich im Juni im englischen Leicester zu der Konferenz “Women Business Blogging” . Nancy White, die ja hier schon häufiger zitiert wurde, schreibt dazu:
Yay, I’m so happy to see an event for women who blog/want to blog in Europe. My dream for you is that it surfaces/makes visible the community that exists. So often I hear people (particularly conference organizers) say there are no leading women bloggers in Europe. I know there are but I’m not sure there has been a lot of visibility. So you are about to make the network visible! Terrific.
Interessant ist in diesem Zusammenhang: die Mehrzahl der Stars der bibliothekarischen Blogosphäre in den USA sind Frauen. Jenny Levine, Jessamyn West, Karen G. Schneider und Karen A. Coombs sind bekannte Namen für netbib-LeserInnen. Ein neuer Stern am Himmel und ganz und gar nicht aus der Technik- sondern der Benutzungsecke: Mary Carmen Chimato mit ihrem Blog “Circ and Serve”.
Und wen gibt’s unsererseits des Atlantiks? zum Beispiel:
Thema: Bibliothek20, Weblogs | 5 Kommentare
Donnerstag, 8. März 2007 | Autor: Anne Christensen
Ein wenig befürchtet habe ich sie schon, die schwache Resonanz auf den “Call for postings” zum Netbib-Frauentag. Und wie die Diskussion zu dem Aufruf gezeigt hat, gibt es auch gute Gründe zum Nicht-Mitmachen: Ist eine solche Quotierung überhaupt noch zeitgemäß? Ob es besser gewesen wäre, Frauen und Männer dazu einzuladen, an diesem Tag in netbib darüber über das Gender-Thema zu schreiben? Hätten wir also lieber einen Gender-Mainstreaming-Tag veranstalten sollen?
Aber dann gleich die nächste Frage: Würden sich daran mehr Frauen als beim heutigen Frauentag beteiligen? Einige Antworten auf die Frage nach Gründen für weibliche Zurückhaltung in den Kommunikationsforen des Internet sind in einer schon etwas älteren Studie von Susan Herring mit dem Titel “Gender differences in computer-mediated communication” enthalten. Herring hat ermittelt, dass der oft kritisierende, distanzierende oder gar lächerlich machende Kommunikationsstil von Männern abschreckend auf Frauen und ihre Bereitschaft zur Beteiligung an den Diskussionen in Internetforen, Mailinglisten und Weblogs wirkt.
Verkürzt gesagt: Wenn die Jungs poltern, bleiben die Mädchen lieber still. Und wenn ein Mädchen sich doch vorwagt, um dem Gepolter ein Ende zu setzen, dann setzt es unter Umständen noch mal extra was, wie in der INETBIB kürzlich zu beobachten war. Nicht so leicht, sich da unter Umständen sogar gegen professorale Autorität mit dem Wunsch nach etwas zarteren Kommunikationsstilen zu behaupten - und vielleicht eine Erklärung für die männliche Dominanz selbst in unseren bibliothekarischen Foren, wo die Frauen als Leserinnen in der Mehrheit sind. Noch schwieriger wird es, wenn es dann auch noch um “männliche Themen” wie Technik, Programmierung und Co. geht -aber zum Glück ist das Hype-Thema Bibliothek 2.0 ja im Grunde kein technisches!
Kämpferischer Schlusssatz dazu von einem Mann, der sich ebenfalls mehr weibliche Stimmen Macht in digitalen Bibliotheken wünscht. Roy Tennant, User Services Architect der California Digital Library schreibt:
We need women in digital library positions. We need their unique perspective and their civilizing influence on the boy’s club that many library systems units, professional events, and online forums have become. But more than that, we need their talent.
Thema: Bibliothek | 11 Kommentare
CH: Besten Dank, äußerst nützlich! Und so langsam nähere ich mich...
AL: Hallo Herr Stabenau, Hallo liebe Leserinnen und Leser, mein...
Edward: Sieh dir nochmal in Ruhe JabRef an: Läuft auf allen...
Steffi: Auch ich bedanke mich für die zahlreichen Vorschläge und... CH: @thomas: Die dynamische Bibliothek von heute bietet eine...
Steffi: Dieser Spiegel-Artikel bezieht sich ja vor allem auf...
Flusskiesel: Zitronengrastee? 5 Tibeter? Das ist ja eine tolle...
library mistress: Dazu passen als Kontrastprogramm die...
Frank Schätzlein: “Ich liebe ja Bilder von Arbeitsplätzen...
viola: Einziges Mankerl - der Preis … yep, ganz billig ist das... AL: @viola Ja, Spreadshirt bietet tolle Möglichkeiten, man kann... viola: für’s bedrucken kann ich www.spreadshirt.de empfehlen....