Köln liest
In Köln findet dieser Tage die zehnte Litcologne statt. Über das Festival rund ums Lesen berichten verschiedene Medien, so die Deutsche Welle und der WDR.
In Köln findet dieser Tage die zehnte Litcologne statt. Über das Festival rund ums Lesen berichten verschiedene Medien, so die Deutsche Welle und der WDR.
stimmt die Deutsche Welle an. Die Sichtbarmachung der Kulturgüter im Netz wird dargestellt, wieder einmal ohne gleich zu sagen, welche Einschränkungen sich aus den unterschiedlichen Zugangskonditionen und Nutzungseinschränkungen der beteiligten Institutionen ergeben.
Der Informationsdienst euractiv.com meldet, dass der Kulturausschuss des Europäischen Parlaments sich mit Europeana befasst habe. Knackpunkt der dauerhaften Sicherung des Angebots ist natürlich auch die Finanzierung, wird berichtet. Die Initiative stelle immerhin ein Gegengewicht zu Google Books dar.
In Valencia wurden bei der Durchsicht der Bestände des 1879 gegründeten “Ateneo Mercantíl” bibliofile Schätze entdeckt, die man dort nicht vermutet hatte. In der Bibliothek dieser Händlervereinigung fanden sich kürzlich Manuskripte, Inkunabeln und alte Rechnungsbücher, u. a. von Klöstern, die sonst nirgends in Spanien nachzuweisen sind. Dies berichtet die Lokalzeitung Levante – allerdings auf Valenzianisch. In diesem Zusammenhang sei ein Hinweis auf die Bibliothek der Institution gestattet, die recht umfangreiche Bestände zur Wirtschaftsgeschichte Spaniens und der Region vorhält. Der elektronische Katalog ist – leider – noch im Aufbau und nicht online verfügbar. Lesesaal und Forschungsarbeitplätze sind kundenfreundlich geöffnet (9 bis 22 Uhr an allen Tagen des Jahres!). Im Zeitungsarchiv finden sich zahlreiche Pressepublikationen vorwiegend aus Spanien. Hervorzuheben sind die Bestände aus der Bürgerkriegszeit.
In der Tageszeitung El País findet sich eine Liste der spanischen virtuelen digitalen Bibliotheken.
Alleine zu digitalisieren ist kostenintensiv, das Projekt Gallica kommt nicht so recht voran, Gugel soll nun vielleicht doch helfen dürfen. Bislang stand die französische Regierung der Firma sehr skeptisch gegenüber. Im Zeitalter leerer Kassen in der Nachbarrepublik scheint jetzt überlegt zu werden, ob ein wenig “Gugel” vielleicht doch nicht so schlimm ist, wenn die Amerikaner auf die Exklusivklauseln verzichten. Das berichtet zumindest heise.de heute.
Kurz vermeldet eine Pressemitteilung der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. Damit ein Projekt so richtig toll wird, benötigt es einen tollen Namen. Hier lautet er OpenAIRE. Die Göttinger Kolleginnen und Kollegen sollen im Rahmen eines durch die EU geförderten Projektes den kostenfreien Zugang zu wissenschaftlicher Qualitätsinformation schaffen. Mit 38 Partnerinstitutionen aus der EU soll der Zugang zu den Dokumenten geschaffen werden, die bei EU-geförderten Projekten publiziert werden. Mal sehen. Die Webseite des Projektes steht ab Freitag (15. 1. 2010) bereit.
Für Bücher ist m. W. bei uns in Deutschland eine Mehrwertsteuer von 7 % fällig. Das ist nicht wenig. Dass es doch weniger sein kann, zeigt das Beispiel Spanien. Dort beträgt der Steuersatz 4 % (auch für E-Bücher). (via levante-emv.com)
Die Bonner ULB hat von einem US-Soldaten einen bei Kriegsende mitgenommenen Sammelband (laut General-Anzeiger umfaßt dieser die Hoffgerichts-Ordnung des Herzogthums Preussen, die Landesordnung Des Herzogthums Preussen und die Constitutiones terrarum Prussiae) zurückerhalten. Weitere Informationen im Artikel.
Das Amt für amtliche Veröffentlichungen stellt auf der Buchmesse seinen neuen elektronischen Bookshop (schönes neudeutsches Wort übrigens) vor. Digital und kostenlos und schnell sollen alle auf die digitalisierten Dokumente zugreifen können. Ich bin gespannt, ob und wie das funktionieren wird, insbesondere ob – ich hatte da ja schon einige unangenehme Erfahrungen – der Ausdruck auf dem eigenen Drucker dann auch funktioniert.
Gestern (6. 10.) war das Projekt Thema einer Sitzung des Kulturausschusses, meldet der Pressedienst des Europäischen Parlaments. Laut Meldung war hier auch der Interessenausgleich zwischen Autoren und Nutzern ein wichtiger Punkt. Im Falle der Europeana wird hervorgehoben, dass die öffentliche Finanzierung wichtig sei, im Gegensatz zur Werbefinanzierung eines Modells wie es von Gugel betrieben werde.
Nicht nur hier in Deutschland wird bei den Bibliotheken gespart, auch in Spanien und seinen Regionen ist die Krise angekommen. Bislang erhielten die kleinen Bibliotheken der autonomen Region Valencia im Schnitt rund 300 Euro, um Veranstaltungen (Leseabende, Buchpräsentationen, usw.) zu organisieren. Jetzt hat die Kulturverwaltung den Etat halbiert. Die eingesparten Mittel sollen zur Unterstützung der Verlage eingesetzt werden, die unter der Krise leiden.
Weitere Informationen hier.
In Bonn gab es Pläne, hinter dem Hauptbahnhof ein neues “Haus der Bildung” für Stadtbibliothek und VHS zu bauen. Aus Kostengründen wurde der Plan aufgegeben, im ehemaligen Stadthaus sollte Platz geschaffen werden. Netbib berichtete im Januar 2007. Es wurde eifrig geplant und überlegt, doch nun steht die Ampel wieder auf “Stopp”. Die Oberbürgermeisterin hielt die Pläne wegen der Kosten an. Ob und wann es eine bessere Unterbringung für die Stadtbibliothek geben wird, ist wieder einmal offen. Eine Stadt, die ein Festspielhaus neu errichten will, muss nun an der Bildung sparen…
via General-Anzeiger
Das PEER-Projekt hat die Guidelines for publishers and repository
managers on deposit, assisted deposit and self-archiving vorgelegt.
via documenea
Das Goethe-Institut lässt in den kommenden Monaten einen Bücherbus mit Autoren, Musikern und bildenden Künstlern durch Europa fahren. Unter dem Titel “Yollarda – On the road – Unterwegs” werden 24 Städte in der Türkei sowie 8 Städte in Europa angefahren.
via Deutsche Welle
Über Neubauprojekte für ÖB in Großbritannien berichtet die Deutsche Welle.
In der heutigen Sendung Resonanzen kam ein Bericht zu Open Access von Kersten Knipp unter dem Titel “Digitale Bücher und das Urheberrecht”. Hintergrund ist der heutige Prozesstermin vor dem Landgericht Frankfurt am Main in Sachen Verfügbarmachung digitaler Kopien.
Die Ärzte-Zeitung meldet, dass das Bundesgesetzblatt kostenfrei im online-Zugriff verfügbar sei. Soeben getestet: Es scheint zu funktionieren. Über den sogenannten Bürgerzugang hat man Zugriff auf die Ausgaben ab 1949.
Drucken und Speichern der PDF-Dokumente funktioniert bei mir. Eine Suchfunktion gibt es auch, die Ergebnisse können ebenfalls geöffnet werden.
Fein.
Früher gabe es das Problem beim Kopieren, heute auch beim Scannen: Der Bereich im Falz liegt nicht eben, die Kopie ist hier verzerrt. Gugel hat ein Patent für eine Technik, die das verhindert, angemeldet und auch zugesprochen bekommen, meldet heise.de. Wer Zeit hat, kann ja auch einmal die Kommentare zu dieser Meldung lesen.
Im Dezember hatte netbib berichtet, dass Bertelsmann den Brockhaus-Verlag übernehmen wolle. Heute hat das Bundeskartellamt der Übernahme durch die Bertelsmann-Tochter Wissenmedia zugestimmt.
Die deutsche Tageszeitung Die Welt veröffentlicht in ihrem Online-Dienst eine Agenturmeldung, dass die US-Kartellbehörden (Department of Justice) die Einigung des Buchscanners Gugel mit den Rechteinhabern unter Wettbewerbsaspekten durchleuchtete.
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