“(…) Interpretation dieses Wissens nicht nur denen zu ermöglichen, die vor Ort die Quelle einsehen können. Sondern es von jedem Ort der Welt zugänglich zu machen.”
Dieser Satz stammt aus einem Interview mit Sabine Wefers, der Direktorin der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena, aus der Zeit zum Thema Digitalisierung und Bibliotheca Electoralis.
“Die ThULB Jena verwahrt mit der “Bibliotheca Electoralis” eine der bedeutendsten Sammlungen der Reformationszeit. Ihr sind etwa 1.500 Drucke des 15./16. Jahrhunderts und ungefähr 150 mittelalterliche Handschriften (u. a. die Jenaer Liederhandschrift) zuzuordnen.”
(via Homepage der ThULB)
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Die Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel stellt ihren einstigen Hofbibliothekar Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) ins Internet. Das Lessing-Portal
“versteht sich als Anlaufstelle für alle, die sich privat oder wissenschaftlich mit Lessing und der Aufklärungszeit beschäftigen. Es bietet die Texte Lessings – Band für Band wird nach der Ausgabe von Lachmann-Muncker aufgenommen – einschließlich seiner Übersetzungen und ihrer Originale, daneben Hintergrundinformationen zu Lessings Leben und Werk, Hilfsmittel der Forschung, Hinweise auf andere interessante Webseiten, aktuelle Veranstaltungshinweise der verschiedenen Lessing-Einrichtungen, ein Gesprächsforum und anderes mehr.”
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Wir hatten vor 1,5 Jahren schon einmal auf einen günstigen Buchscanner hingewiesen (Buchscanner für (relativ) wenig Geld), der allerdings viel Bastelarbeit erfordert. Auch bei dem DIY High-Speed Book Scanner from Trash and Cheap Cameras kann man einiges an Geld sparen, wenn man vor ein wenig Bastelei nicht zurückschreckt und auf das automatische Seitenumblättern verzichten kann. Nach Angaben des Erfinders belaufen sich die Kosten auf ca. 300 $. Wie der Scanner funktioniert kann man sich auf der o.a. Seite anschauen, auch die detaillierte Bauanleitung ist dort zu finden.
Wenn man mehr Geld ausgeben will bzw. kann, liebäugelt man wohl eher mit dem Gerät, das in der SLUB Dresden zum Einsatz kommt. Es ist der vollautomatische QiScan RBSpro Robotic Book Scanner, dessen Funktion auf YouTube bestaunt werden kann.
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Archivalia nimmt sich eine Bib-Bloggerin vor, die nichts von der Google-Buchsuche verstanden hat und Sympathie für den Heidelberger Appell erkennen lässt.
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Die Ärzte-Zeitung meldet, dass das Bundesgesetzblatt kostenfrei im online-Zugriff verfügbar sei. Soeben getestet: Es scheint zu funktionieren. Über den sogenannten Bürgerzugang hat man Zugriff auf die Ausgaben ab 1949.
Drucken und Speichern der PDF-Dokumente funktioniert bei mir. Eine Suchfunktion gibt es auch, die Ergebnisse können ebenfalls geöffnet werden.
Fein.
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Früher gabe es das Problem beim Kopieren, heute auch beim Scannen: Der Bereich im Falz liegt nicht eben, die Kopie ist hier verzerrt. Gugel hat ein Patent für eine Technik, die das verhindert, angemeldet und auch zugesprochen bekommen, meldet heise.de. Wer Zeit hat, kann ja auch einmal die Kommentare zu dieser Meldung lesen.
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Die deutsche Tageszeitung Die Welt veröffentlicht in ihrem Online-Dienst eine Agenturmeldung, dass die US-Kartellbehörden (Department of Justice) die Einigung des Buchscanners Gugel mit den Rechteinhabern unter Wettbewerbsaspekten durchleuchtete.
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Gefunden bei “Dem iPhone auf den Zahn gefühlt“:
Der hamburger IT-Dienstleister heubach media gibt zum zweiten Mal E-Book-Verkaufszahlen in dem Medium iTunes/iPhone bekannt. Geschäftsführer Matthias Heubach: “Innerhalb von nur 90 Tagen (Zeitraum: 15.1.-15.4.2009) haben wir mehr als 10.000 E-Books auf dem iPhone verkauft. Wir freuen uns über diesen Erfolg, zusammen mit unseren Partner-Verlagen wie Hoffmann & Campe, Pabel-Moewig, Herder, heragon, NWB, sellier, Acabus & TIKWA Comics. Auch E-Book-APPs für 9,99 Euro und sogar 17,99 Euro verkaufen sich deutlich besser, als von den Verlagen erwartet.
Dann muss ich wohl doch mal ein paar E-Book-Reader-Programme für das iPhone ausprobieren …
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In den Agenturen schwirrt es heftig, auch bei heise.de ist es Thema: Verleger und entsprechend animierte Autoren versuchen zu retten, was zu retten ist. Die Digitalisierung durch Gugel wird in einem “Brandbrief” (wie heise.de das charakterisiert) als Urheberrechtsverletzung angeprangert. Angela soll nun die Rettung erwirken. Open Access ist aus Sicht der Unterzeichner des “Heidelberger Appells” böse und schlecht, DFG und MPG wollen in die Publikationsfreiheit eingreifen.
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Neben der Unesco beteiligen sich daran bisher 32 Institutionen und Partner an der Weltbibliothek mit Digitalisaten zur Kultur.
“Eine intellektuelle Kathedrale” wird die digitale Bibliothek von der Zeit genannt. Die World Digital Library ist ein globales Angebot, vergleichbar der europäischen digitalen Bibliothek Europeana. Ein nicht vergleichbares, aber ebenfalls digital das Weltkulturerbe präsentierendes Angebot der Unesco ist die World Heritage Tour.
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Damit auch auf die Drucksachen und Plenarprotokolle der ersten 13 Wahlperioden elektronisch zugegriffen werden kann, will der Deutsche Bundestag diese Dokumente digitalisieren lassen, meldet heise.de.
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Das staatliche spanische Fernsehen RTVE und die Firma Telefónica (hier in Deutschland u. a. mit 02 am Markt) haben eine Kooperation vereinbart. Die rund 800.000 Stunden Bildmaterial werden gemeinsam digitalisiert und vermarktet werden. Laut Bericht gibt es keine andere Quelle spanischsprachigen Film- und Fernsehmaterials in diesem Umfang. Dazu kommt noch das bereits digitalisierte Tonarchiv mit über 340.000 Stunden Material.
Quelle: RTVE
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Zusammenbruch eines Gebäudes, die falsche Tinte, das falsche Papier - über die Möglichkeiten der Restaurierung eines Datenträgers: Der Berliner Tagesspiegel schreibt anhand der Beispiele Kölner Stadtarchiv und Berliner Staatsbibliothek über Papier und die Möglichkeiten der Restaurierung.
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In Reaktion auf den Einsturz des Stadtarchivs Köln fordert der Verband der Bibliotheken Nordrhein-Westfalens, die Digitalisierung und Langzeitarchivierung von Archivgut voranzutreiben.
“Den Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln nimmt der Verband der Bibliotheken des Landes Nordrhein-Westfalen zum Anlass, konkrete Aktionen zur Sicherung der Kulturgüter in NRW anzuregen. Der vbnw fordert, eine umfassende Bestandsaufnahme zur Situation der Bestände in Nordrhein-Westfalen vorzunehmen sowie ihre Digitalisierung und Langzeitarchivierung engagiert voranzutreiben.”
Eine ausführliche Presseerklärung (PDF) wurde u.a. in der Berliner Morgenpost zitiert.
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Auf UPLOAD, dem Magazin für digitales Publizieren ist gerade die Themenwoche Buch 2.0. Es geht u.a. um Medienwandel, den Weg zum eigenen Buch, einen Blogroman u.a. Einfach mal selbst nachschauen
[via lotree]
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Über die Zukunftsperspektiven des gedruckten Buches macht sich die Deutsche Welle Gedanken.
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Bei heise.de gibt es einen Bericht über verschiedene E-Book-Reader-Modelle, die dort vorgestellt werden.
Auch über Laufzeiten wird mal etwas gesagt (”8.000 Seiten”).
Die nächsten Jahre werden spannend …
Nachtrag:
Es gibt - zumindest in den USA - jetzt auch ein iPhone-App für Kindle.
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Der Amazon-E-Book-Reader Kindle soll nun Konkurrenz bekommen. Golem hat sich einen Prototyp des geplanten Readers Textr mal angesehen.
Herstellen will das Gerät die Berliner Firma Wizpac.
Aussehen tut Textr ja ganz nett, die Wisch-Funktionen sind durch iPhone und Konsorten ja inzwischen gesellschaftsfähig geworden. Begrüßenswert ist, dass das Gerät ja quelloffen sein soll.
Warten wir es ab …
Via Twitter.
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Die Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) ist am Sonntag als “Ort der Ideen in Deutschland” ausgezeichnet worden.
Dies sei vor allem wegen der Verdienste bei der Digitalisierung geschehen, so der Bericht des MDR.
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Warum wird von uns so wenig übrig bleiben? Matthias Kremp schreibt in Spiegel online über löchrige Datenarchive und Langzeitarchivierung.
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Wie der ORF in diesen Jahren aktuell über das Zeitgeschehen berichtete kann man nun bei der österreichischen Mediathek nachhören. Ein Hinweis:
“Derzeit kann es auf Grund der hohen Zugriffszahlen leider zu Problemen bei der Suche sowie dem Abspielen der Files kommen.”
via heise.de/ct
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Unsere Bundesregierung macht sich in ihrem Medien- und Kommunikationsbericht 2008 Gedanken über den Zusammenhang von Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen und Internet in den Zeiten der Digitalisierung.
Ob es allerdings für die Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger an den Chancen der Digitalisierung genügt, dass diese schnelle Internetzugänge nutzen könnten, weiß ich nicht. Ohne einen fairen Zugang zu Inhalten für jeden ist eine Teilhabe denke ich eher partiell und sozial selektiv
Via heute im Bundestag..
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Update April 2009:
Das Gesetz- und Verordnungsblatt in Bayern steht nicht kostenfrei und elektronisch zur Verfügung, wie im letzten Kommentar unten nachzulesen ist.
“Ab Januar 2009 stehen Ihnen dabei alle vier Amtsblätter der bayerischen Ministerien in elektronischer Fassung kostenfrei zur Verfügung. Die Dokumente bleiben auf Dauer auf der Verkündungsplattform eingestellt.
Über die Aufnahme des Bayerischen Gesetz- und Verordnungsblatts (GVBl) auf die Verkündungsplattform Bayern wird erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.”
In Bayern gibt es nun diese Publikation kostenfrei und elektronisch über das Netz., rückwirkend ab der Nummer 1 von 2008. Was für den Bürger wichtig ist: Der Ausdruck des pdf-Dokuments ist ohne Probleme möglich.
In Spanien ist dies seit Jahresanfang auf Staatsebene ebenso der Fall (netbib berichtete).
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Unter der Überschrift “Die Forschung zum Habelschwerdter Kreisblatt kann jetzt stattfinden” findet man in der Print-Ausgabe der F.A.Z. vom 28.01.09 einen Artikel von Reinhard Markner zur Digitalisierungspraxis und der teilweise recht willkürlich erscheinenden Auswahl der digitalisierten Zeitschriftentitel in deutschen Bibliotheken. Schönen Dank an Reinhard Markner für den Hinweis!
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