Warum brauchen wir Open Access mit Bearbeitungsmöglichkeit und kommerzieller Nutzung?
Samstag, 17. Mai 2008 | Autor: kg
Archivalia stellt die Argumente für CC-BY zusammen.
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Samstag, 17. Mai 2008 | Autor: kg
Archivalia stellt die Argumente für CC-BY zusammen.
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Mittwoch, 12. März 2008 | Autor: kg
Fand Archivalia heraus und gibt die Links zu den Volltexten an.
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Montag, 3. März 2008 | Autor: Christian Spließ
In der FAZ erklärt Robert Darnton, Direktor der Bibliothek der Harvard University, was hinter der Ankündigung steckt, dass die Universitätsbibliothek ihre Bücher und Zeitschriften fast unbegrenzt im Internet zugänglich machen möchte:
In zehn Jahren könnten, nach dem Vorbild von Harvard, alle wichtigen Forschungsbibliotheken „Open access“-Depots haben. Damit hätten wir eine völlig andere Lage. Für die kleinen Zeitschriften wäre das höchst gefährlich. Aber bis dahin wird sich die gesamte Forschungslandschaft verändern, werden neue wissenschaftliche Komplikationen auftreten. Es ist wenig ergiebig, über eine Zukunft nachzudenken, die wir uns nur schwer vorstellen können.
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Donnerstag, 28. Februar 2008 | Autor: OS
Über die DINI-Veranstaltung „Förderung der wissenschaftlichen Informationslandschaft in Deutschland“ berichtet recht ausführlich heise.de unter dem Titel “Open Access: Der “grüne Weg” soll attraktiver werden”.
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Dienstag, 26. Februar 2008 | Autor: Juergen Plieninger
Der Standard berichtet über das
2. IFLA Presidential Meeting 2008 zum Thema “Free Access and the Digital Divide”, welches letze Woche in Berlin stattfand. Auch heise online berichtete sowohl am Donnerstag als auch am Freitag davon.
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Donnerstag, 7. Februar 2008 | Autor: Lambert Heller
David Rothman berichtet heute im Weblog TeleRead:
eReader.com, one of the biggest e-book stores on the Web, will be picking up 17,000 nonDRMed files from Fictionwise.com—a major setback for “protection,” a silly concept in this era when it’s a cinch to digitize and upload paper editions of best-sellers.
Remember, eReader is the flagship outlet for books in the old Palm format. It carries 23,000 titles. (…)
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Dienstag, 5. Februar 2008 | Autor: B.-C.
Die Pressemitteilung ging gestern auch über Inetbib. Wir kommentieren die Vereinbarung, welche die 1200 Springer-Zeitschriften nicht nur Max-Planck-weit wieder verfügbar macht (über die Kündigung des bisherigen Vertrags berichtete Medinfo am 19. Oktober 2007), sondern künftig alle Veröffentlichungen von MPG-Autoren in Springer-Zeitschriften mit dem gleichen Geld auch weltweit Open Access zugänglich macht, in einem Opinion Piece in der English Corner von Archivalia.
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Freitag, 25. Januar 2008 | Autor: Lambert Heller
Ich halte die Themen Plagiarismus und Plagiatsbekämpfung zwar für unter deutschen Bibliothekaren latent überbewertet, aber gerade deshalb freut es mich, bei Peter Subers Open Access News heute auf eine interessante kommentierte Linksammlung über den Zusammenhang von Open Access und Plagiaten gestoßen zu sein.
Der “gesunde Menschenverstand” suggeriert, daß freier Informationszugang im Internetzeitalter, d.h. Open Access, das Plagiieren nahe legt oder doch zumindest erleichtert. Suber hat Argumente dafür gesammelt, daß auf lange Sicht genau das Gegenteil der Fall ist. Die freie Zugänglichkeit von Informationen über das Internet hat das Risiko, als Plagiator “enttarnt” zu werden, auf ein historisch wohl ziemlich einmaliges Niveau erhöht. Eine letzte, wie Butter in der Sonne dahinschmelzende Hoffnung des ernsthaften Plagiators mag das Digital Rights Management (DRM) gewesen sein, doch das ist eine andere Geschichte…
Ich frage mich übrigens, wann die Massendigitalisierungsprojekte so etwas wie eine “historische Plagiatsforschung” nach sich ziehen werden. Mit geeigneten Algorithmen müßte man doch längst Brute-Force-Angriffe auf die vorhandenen Textmassen durchführen und dabei Plagiate an Stellen entdecken können, wo sie nie vermutet und nie ernsthaft nach ihnen gesucht worden war.
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Freitag, 25. Januar 2008 | Autor: Lambert Heller
Janko Röttgers schreibt in seinem P2P Blog, wie und warum ein Romanautor heute zum Buchpiraten wird, der seinen Leserinnen und Lesern dabei hilft, digitale Kopien zu klauen:
The best-selling Brazilian author Paulo Coelho told the audience of the Digital Life Design conference last week in Munich that he has been secretly helping online book pirates - and in turn has gotten thousands and thousands of new readers.
Coelho said that he had some great experiences with free promotional book downloads, but oftentimes foreign publishers wouldn’t support the idea of giving away his books. So he got creative and mingled with the pirates.
Coelho went to Torent sites and downloaded copies of his books in all kinds of different languages. He then started a Wordpress blog called Pirate Coelho and uploaded all those pirated copies there, free to download for everyone. Of course, he had to make some publicity for this site, so he decided to “find” it himself. From his keynote speech:
“We put up a link on the blog, like I was very surprised. (…) The link is on the main page of my blog. I have to play a little bit naive, that I don’t know. But people go there, they download the book, and, believe it or not: The sales of the book increased a lot.”
Paulo Coelho has sold over 100 million books worldwide, and his works have been translated into 66 languages. He told his audience in Munich that he believes authors can benefit from following his example and giving away their works:
“At the end of the day people are going to buy it because it stimulates people to read and it simulates people to buy.”
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Donnerstag, 17. Januar 2008 | Autor: FH
Wie BID meldet, sind die Vorträge zum Leipziger Kongress Information und Ethik vom März 2007 in Buchform erschienen.
Darin enthalten ist der Festvortrag unter dem Titel „Freier Zugang zur Information als Grundrecht für eine moderne Gesellschaft“.
Leider hat man für die Vorträge des Kongresses auf den freien Zugang im Netz verzichtet (dort findet man nur “Abstracts“). Der Kongressband erscheint rund 9 Monate später und kostet 79 Euro (69 Euro für Verbandsmitglieder). Es ist wirklich bedauerlich, dass ein Verband, unter dessen Mitgliedern etliche Open Access Verfechter sind, mit seinen eigenen Publikationen nicht mit gutem Beispiel vorangeht, auch wenn es sicher gute Gründe für die Entscheidung gab.
Immerhin gibt es einen Auszug mit Inhaltsverzeichnis, Vorwort, “Code of ethics” und einigen kompletten Vorträgen, darunter auch einen zum Thema “Open Access”.
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Mittwoch, 16. Januar 2008 | Autor: Lambert Heller
Ein wichtiger kleiner Nachtrag zu dem Hinweis auf die Flickr: Commons: Natürlich berichten sowohl LoC als auch Flickr heute in ihren offiziellen Verlautbarungs-Weblogs über das neue Kooperationsprojekt.
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Mittwoch, 16. Januar 2008 | Autor: Lambert Heller
Aus der deutschsprachigen Beschreibung des Projekts:
Die Library of Congress verfügt über einen Online-Katalog von Drucken und Fotos, der aus über 1 Million Bildern besteht, die seit über 10 Jahren online verfügbar sind und zu denen stets neue dazukommen.
Bereits im Juni 2007 haben wir unsere erste Zusammenarbeit mit einer Regierungsinstitution begonnen, um es interessierten Personen zu ermöglichen, an der Beschreibung der Inhalte einer Fotosammlung in öffentlicher Hand mitzuarbeiten.
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Mittwoch, 16. Januar 2008 | Autor: Juergen Plieninger
Bei diesem Hin und Her um die Onleihe denke ich leise an jene Werke, die sowieso frei zugänglich sind. Hier gibt es etliche eBook-Depots, welche man frei recherchieren kann (ich habe auf meinem delicious-account etliche textorientierte Depositorien gesammelt, beachten Sie vor allem jene mit einem roten Balken) und etliche sind erstaunlich komfortabel zu bedienen. Beispielsweise habe ich mir gerade Heines “Deutschland, ein Wintermärchen” - aus dem der Titel dieses Beitrags stammt - bei manybooks.net heruntergeladen, wahlweise wäre es in verschiedenen Formaten zu haben gewesen.
Gut, aber worauf ich hinauswill: Gibt es denn Bibliotheken, die diese freien Bücher in ihrem Katalog verzeichnen? Ich weiß beispielsweise, dass wissenschaftliche Bibliotheken in der Regel freie eJournals nicht in den Katalog aufnehmen, vor allem wegen Arbeitsüberlastung. Aber bei diesen freien eBooks, beispielsweise aus dem Projekt Gutenberg, dürften sich die Links doch weniger oft ändern und somit der Aufwand lohnen, einzelne Titel in den Katalog einzuarbeiten und die öffentliche Ausgabe zu verlinken. Es wäre dies ein Zugewinn an jederzeit zugänglichen Werken, oft zum klassischen Kanon der Literatur gehörend. Falls dies noch nicht Praxis ist, möchte ich es hier gerne anregen! - Und natürlich könnte sich DiViBib doch einmal überlegen, ob es nicht eine Dienstleistung für die angeschlossenen Bibliotheken wäre, freie Bücher mit in das Angebot einzuarbeiten, ohne Leihfrist (rechtliche Prüfung natürlich vorausgesetzt).
Thema: Bibliothek, Literatur, open access | 10 Kommentare
Mittwoch, 16. Januar 2008 | Autor: B.-C.
Nature archive to 1869 goes live (Pressemitteilung NPG, 7. Januar 2008).
Vgl. auch Nature journal digitises archive / By Arran Frood (BBC News, 11.1.2007) und Pimm, Nature’s history site: how to keep the tradition and identity alive (11.10.2007).
Wired Science Blog titelt süffisant Nature Launches Closed-Access Scientific Time Machine (Jan 11, 2008 / by Alexis Madrigal) und kommentiert:
It’s nice to know they’ve put this stuff out there, but the open-access advocate in me wants it to be free. Judging by the traffic that our Tony Long’s “This Day in Science” articles get, it seems to me that they would have ended up with more money with an advertising model anyway.
Eventually, all these old-school companies will get dragged into the Internet’s era. Any bets on what year a future Nature timeline will mark as the period when all scientific literature became freely available?
Die F.A.Z. dagegen, in Gestalt ihres Ressortleiters Natur und Wissenschaft Joachim Müller-Jung, ist schon ein Stück weiter: er braucht keine Zeitmaschine, sondern berichtet aus einem Paralleluniversum, in dem die Herausgeber von “Nature” ihr Archiv von der ersten Ausgabe an geöffnet haben - digital und frei zugänglich: “Das Internet ist um einen Wissens- und Bildungsschatz reicher”. Nun könnte man denken, diese wahrlich sensationelle Nachricht sollte Müller-Jung ein Grund zur Freude sein, aber weit gefehlt. Schon die Überschrift, Zwangsweise, macht klar, wie suspekt ihm diese Anbiederung an den Zeitgeist ist:
Kritisch betrachtet könnte man das auch als verlegerische Kapitulation oder gar als leichtfertige Zugabe an die global alles niederwalzenden Informationslawinen sehen. Als einen weiteren Tribut an die sogenannte digitale Demokratie, die, bei genauer Betrachtung der Zahl und Verteilung der Nutzer, so demokratisch gar nicht ist.
[Hervorhebungen von uns]. Unbestreitbar habe, so räumt er immerhin ein, das Internet eine Bildungsbewegung, “eine Art neue[n] Wissenschaftsmanagements” hervorgebracht, das unter dem Etikett “Open Access” das Lernen und den Fortschritt auf eine neue Basis stelle. “Wissen, zumindest wenn es von der Gesellschaft finanziert worden ist, soll auch allen frei zur Verfügung stehen. Gemeinwissen ist Gemeingut.” fasst er das Credo dieser “Liberalisierungsbewegung” zusammen. Müller-Jung konstatiert, diese habe in den letzten Jahren enorm an Zulauf gewonnen und seit Jahresbeginn in den Vereinigten Staaten eine Legitimierung erfahren, wie man das vor einigen Jahren noch nicht für möglich gehalten hätte. Sein Schlussfazit:
Bisher war die digitale Archivierung und kostenlose Bereitstellung freiwillig. Aber nur vier Prozent der Forscher haben sich an dem digitalen Wissenskollektiv beteiligt. Jetzt wird das geistige Gemeingut erzwungen (…) Mal sehen, ob andere Bildungsgroßmächte oder solche, die gerne dazugehören, dieser politischen Wissensoffensive folgen.
(F.A.Z., 16.01.2008, Nr. 13 / Seite N 1, nicht online)
Schade bloß, dass Müller-Jung das alles nur geträumt hat, jedenfalls was Nature betrifft. Leider ist die NPG noch nicht zu der Erkenntnis gelangt, dass Gemeinwissen Gemeingut ist, das frei zugänglich sein muß, sie hat nicht “verlegerisch kapituliert” und sich nicht dazu durchringen können, ihr Archiv kostenlos verfügbar zu machen.
Nicht einmal das jetzt erstmals (mehr oder weniger vollständig) digitalisierte historische Archiv von 1869 - 1949, für das das Copyright zu großen Teilen abgelaufen ist. Im Gegenteil macht sie diese Archive anders als die aktuellen Inhalte auch nicht zu günstigen Preisen persönlichen Abonnenten zugänglich, sondern verkaufte sie bislang ausschließlich an institutionelle Abonnenten, scheibchenweise und wie sich sehr bald herausstellte, zu horrenden Preisen (erst das 10-Jahresarchiv 1987-1996, dann das Archiv 1950-1986 und nun noch das historische Archiv 1869-1949). Dazu sei hier nur erwähnt, dass die Archive der beiden international renommiertesten interdisziplinären wissenschaftlichen Zeitschriften und Wissenschaftsmagazine (dieser Doppelcharakter war immer kennzeichnend und macht ihre besondere Bedeutung aus), Nature (NPG) und Science (AAAS), gemessen an der Zahl der zu digitalisierenden Seiten in etwa den gleichen Umfang haben, dass die AAAS dieses Archiv (Science Classic) für $15000 verkauft (vom Seitenpreis her gesehen absolut vergleichbar mit den backfile-Angeboten anderer STM-Verlage), die Preisvorstellungen der NPG für eine Universität mittlerer Größe aber einen Faktor 7-10 höher liegen und etwa das 16-fache der Lizenzkosten für den aktuellen Jahrgang ausmachen. Wenn wir in Deutschland nun trotzdem - jetzt oder jedenfalls in naher Zukunft - breiten Zugriff auf den in den Seiten des Wissenschaftsmagazins Nature bewahrten riesigen Wissens- und Bildungsschatz haben, dann ist das gewiß nicht der “Bildungsgroßmacht USA” und dem Kapitulieren der NPG vor dem Zeitgeist zu verdanken, sondern in erster Linie dem Nationallizenzenprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die nach 3 Jahren in ihrem Auftrag geführter mühsamer Verhandlungen über Bedingungen und Kosten sich schließlich dazu durchringen konnte, diese bis zuletzt sehr umstrittene Nationallizenz zu finanzieren (zweimal wurde der Antrag abgelehnt - nicht ohne Grund, denn die Preisvorstellungen klafften zu weit auseinander, der Durchbruch gelang erst im dritten Jahr). Sicher ist jedenfalls, dass ohne eine Nationallizenz sich kaum eine Bibliothek in Deutschland diese Archive leisten könnte. Zu den Hinter- und Abgründen vgl. auch Oliver Obst in medinfo, Aug 7, 2007.
Hier die offiziellen Pressemitteilungen zur Nationallizenz für Nature:
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Freitag, 21. Dezember 2007 | Autor: OS
Die Thematik des ab 2008 geltenden Urheberrechtsgesetzes findet auch in heise.de Eingang. Über die Bestrebungen verschiedener (Universitäts-)Bibliotheken, die Autoren zu aktivieren wird heute dort berichtet.
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Donnerstag, 13. Dezember 2007 | Autor: Lambert Heller
In Pooling Scholars’ Digital Resources, einem gestern bei Inside Higher Ed erschienenen Artikel, skizziert Andy Guess, wie durch eine neue Funktion von Zotero, dem Bibliographie-Plugin für Firefox und Word, Benutzer dazu angeregt werden könnten, gemeinfreie Digitalisate miteinander zu teilen. Das Internet Archive soll dafür entsprechenden Online-Speicherplatz, automatische Texterkennung sowie die Volltext-Durchsuchbarkeit zur Verfügung stellen, die Andrew W. Mellon Foundation soll die Kooperation finanziell unterstützen.
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Donnerstag, 13. Dezember 2007 | Autor: Lambert Heller
Im Wiki der Open Knowledge Foundation ist eine Petition an die Library of Congress hinterlegt, in der Aaron Swartz (offenbar Initiator der Petition), Peter Suber, Tim Spalding, Bruce D’Arcus, David Weinberger und andere den freien Zugang zu Katalogdaten fordern. Die Petition kann unterzeichnet und kommentiert werden. Aus dem Text:
The draft report of the Library of Congress’s Working Group on the Future of Bibliographic Control features many interesting suggestions. In particular we wholeheartedly endorse the vision of a bibliographic ecosystem which is “collaborative, decentralized, international in scope and web-based”. However, we are concerned that the report lacks any discussion of a key component for any future of bibliographic data: open licensing and access. (…)
Bibliographic records are key part of our shared cultural heritage. They too should therefore be made available to the public for access and re-use without restriction. (…)
Government agencies and public institutions are increasingly making data open. We strongly encourage the Library of Congress to join this movement by recommending that more bibliographic data is made available for access, re-use and re-distribution without restriction.
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Mittwoch, 12. Dezember 2007 | Autor: Lambert Heller
Dirk Pieper berichtet, wie beherzt man sich an der Uni Bielefeld für die Nutzungsrechte-Übertragung engagiert, und dies einen kleinen Open-Access-Publishing-Tsunami ausgelöst hat:
Auf Initiative der UB und unter Beteiligung der entsprechenden Uni-Gremien hat unser Prorektor für Forschung und Lehre alle Professorinnen und Professoren sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am 15.11.2007 per Brief gebeten (der Text auf der UB-WWW-Seite ist eine gekürzte Fassung), der UB das einfache oder ausschließliche Recht für die elektronische Nutzung der vor 1995 erschienenen Publikationen zu übertragen. Der Rücklauf ist inzwischen so gewaltig, dass wir für das Beschaffen, Scannen und Einstellen der Dokumente im nächsten Jahr wahrscheinlich zusätzliche Hilfskräfte einstellen müsse.
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Dienstag, 11. Dezember 2007 | Autor: kg
Hier.
Thema: open access | Ein Kommentar
Dienstag, 11. Dezember 2007 | Autor: kg
Nachdem der netbib-Podcast leider nicht die eilbedürftige Frage der Einräumung von Nutzungsrechten bis zum 31.12.2007 aufgegriffen hat und weil repetitio die mater studiorum ist: Noch bis Ende dieses Jahres haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Möglichkeit, Ihre Rechte zu wahren: Übertragen Sie Ihrer Bibliothek oder einem fachlichen Repository ein einfaches Nutzungsrecht an Ihren Publikationen vor 1995, dies können Sie in Form einer vorformulierten Standard-E-Mail (siehe unten) tun. So erhält der Verlag nicht automatisch die Rechte an der Internet-Verwertung Ihrer Publikationen und ein separater Widerruf gegenüber den Verlagen ist dann nicht mehr nötig. Die Möglichkeit Ihre Publikationen in den Online-Angeboten der Verlage zu präsentieren haben Sie trotzdem. Verhindert wird mit Ihrer Rechteeinräumung jedoch, dass NUR der Verlag online publizieren darf (und der Online-Zugriff zukünftig höchstwahrscheinlich nur gegen Bezahlung möglich ist). Schicken Sie noch in diesem Jahr eine E-Mail mit folgendem Inhalt an Ihre Bibliothek: “Hiermit übertrage ich der Bibliothek der Universität … ein einfaches Nutzungsrecht an meinen vor 1995 erschienenen Fachpublikationen zur Nutzung auf dem Institutional Repository der Universität …. Die Möglichkeit, nicht-ausschließliche Nutzungsrechte an diesen Publikationen selbst zu behalten oder an Dritte weiterzugeben, bleibt davon unberührt.” Fügen Sie (falls möglich) die Liste Ihrer Publikationen oder eine URL, die auf eine solche Liste verweist, an. (open-access.net) Aktuelle Fragen dazu beantwortet open-access.net.
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Freitag, 7. Dezember 2007 | Autor: kg
Am 5.12.2007 hat nun auch open-access.net Wissenschaftler aufgerufen, die einer Universität angehören oder für deren Fachgebiet ein fachliches Repository existiert, diesem noch im Dezember einfache Nutzungsrechte an allen Fachpublikationen vor 1995 zu übertragen (ARCHIVALIA). In INETBIB war das in der letzten Zeit wiederholt Thema, in netbib natürlich nicht … Bibliothekare sind ja meiner Auffassung nach die größten Open-Access-Heuchler.
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Mittwoch, 28. November 2007 | Autor: Lambert Heller
Žiga Turk, Blogger (auf englisch und auf slowenisch), Minister sowie Professor an der Universität Ljubljana kritisiert die halbherzige Open-Access-Politik der EU und begründet hierzu eingangs in zwei Sätzen, warum Open Access erforderlich ist:
The bottom line is that in the scientific publishing process there is a decreasing value added by the publishers. The research is funded by the governments or the industry, performed by the researchers, papers are written and reviewed by them for free, only at the very end a publisher comes along that takes over the copyright, publishes the work and sells the journal at great expense to the community that created and edited the content for free.
So gut wird das Thema selten auf den Punkt gebracht.
Es bestätigt, daß das Weblog eine Schule der Verdichtung aufs Wesentliche ist. Vor allem aber freut es mich, daß hier a) mal wieder ein Universitätsprofessor bloggt und damit ein wenig zur akademischen Credibility des Mediums beiträgt; dieser Professor b) auch noch was Schlaues zu sagen hat; er c) zufällig auch gerade ein klitzekleines bißchen politische Macht repräsentiert (Slowenien übernimmt im Frühjahr 2008 die EU-Ratspräsidentschaft); und d), daß er trotz b) und c) wirklich bloggt — bei blogger.com, mit einem Standard-Template, also einer simplen Billiglösung, und mit Texten, bei denen kein Spin Doctor die Hand im Spiel hatte. Das ist den oben zitierten Sätzen anzumerken, aber sicherheitshalber sagt Turk das auch noch mal selbst:
I am writing this blog myself, in person, without consultation with the PR office, without clearance from offical spokespersons. This blog is not providing an official view of the EU, or of the government of Slovenia. It is personal, but about public issues (…)
[via Open Access News]
Thema: Weblogs, open access | 2 Kommentare
Mittwoch, 28. November 2007 | Autor: OS
In netbib hatten wir es ja schon im Oktober berichtet: Eine Universal Library soll den digitalen Zugang zu allen bislang erschienenen Büchern digital eröffnen. Nichtkommerziell und kostenfrei soll das Projekt ja sein. Und man habe mehr als 1,2 Millionen Bücher bereits digitalisiert, meldet nun heise.de.
Deutlich wird hier auf das (C)-Problem hingewiesen, das einen freien Zugriff auf modernere Publikaitonen fastt unmöglich macht. Auch die langfristige Finanzierung der Infrastruktur scheint noch absolut unklar zu sein. Das kommt mir schon ein wenig merkwürdig vor, in ein an sich lobenswertes Vorhaben erhebliche Aufwand zu stecken, ohne eine Gewissheit über die “Nachhaltigkeit” der Maßnahme zu erbringen…
Näheres kann man in der Meldung lesen.
Thema: Bibliothek, Digitalisierung, open access | Ein Kommentar
Mittwoch, 21. November 2007 | Autor: B.-C.
(Die elektronische Informationsassistentin erscheint, “schön wie ein Engel”)
Virtueller Besucher: Guten Abend, ich hätte da mal eine Frage …
STELLA: Hallo und willkommen! Und wie kann ich Ihnen helfen?
Ich suche eine Publikation von Frau Beger!
STELLA: Seit dem 1. Dezember 2005 leitet Frau Prof. Dr. Gabriele Beger die Stabi.
Ja, das ist mir bekannt. Aber wo finde ich die von ihr veröffentlichten Aufsätze und Beiträge? Die sind doch gewiß über die Homepage der SUB frei zugänglich.
STELLA: Grundlegende Literatur und Nachschlagewerke finden Sie in unseren Lesesälen. Aber der Großteil der Bücher ist in den Magazinen der Bibliothek, im Bücherturm sowie im Bergedorfer Speichermagazin untergebracht. Die Details dazu sind ziemlich interessant. Möchten Sie ein paar?
Grundlegende Literatur ist das eigentlich nicht… Interessante Details? Hhm, nein danke. Ich möchte doch bloß wissen, wo ich den Aufsatz Der “Golden Road” zu Open Access aus der aktuellen ZfBB finde.
STELLA: Aufsätze und Artikel aus Büchern und Zeitschriften muss man in Bibliographien recherchieren. Man muss dann allerdings noch im Katalog nachprüfen, in welcher Bibliothek man diese Zeitschrift oder das Buch bekommt.
Ich dachte, wenn es eine Veröffentlichung von Frau Beger ist, sollte ich sie hier bekommen?
STELLA: (wiederholt sich)
Unterstützt die Stabi keine Open Access Publikationen von Universitätsangehörigen?
STELLA:
Im Lesesaal 1 und 3 gibt es Computer-Arbeitsplätze, an denen auch diverse Office-Programme eingerichtet sind. Informationen dazu finden Sie auf der Seite, die ich gerade geöffnet habe.
Ich meinte “Open access”, nicht “Open office”!
STELLA, ungerührt: (wiederholt sich)
Hm, die Anfrage scheint zu komplex. Versuchen wir es schrittweise!
STELLA: Bestimmte Literatur kann oder darf nicht über den Campuskatalog ausgeliehen werden, sondern muss ganz konventionell per Leihschein bestellt werden. Es gibt blaue Leihscheine für Titel aus dem Zettelkatalogen. Und weiße zur Bestellung von Zeitungen, Mikroformen sowie in Problemfällen.
Halt, halt, nicht so schnell. Wird das wirklich so schwierig?
STELLA: Mit Problemfällen sind hier alle Fälle gemeint, in denen aus technischen Gründen keine Bestellung über den Campus-Katalog möglich ist. Dann ist ein weißer Leihschein erforderlich. Die Auskunft im Informations-Zentrum hilft Ihnen dazu gerne weiter.
Nochmal … Ich suche .. Der “Golden Road” …
STELLA: Die Welt ist farbenfroh!
Der Goldene Weg …
STELLA: Farben machen unser Leben bunter!
… zu Open …
STELLA: I’m sorry, but I don’t speak English.
… Access?
STELLA: Im Lesesaal 1 und 3 gibt es Computer-Arbeitsplätze, an denen auch diverse Office-Programme eingerichtet sind.
Das wird wohl nichts mehr, ich geb’s auf
STELLA: Nicht verzagen, sondern mich fragen. Versuchen Sie es doch noch einmal. Vielleicht kann ich Ihnen ja doch weiterhelfen.
(beiseit.) Vielleicht hilft eine emotionale Ansprache? Ein letzter Versuch mit Goethe …
Stella! Stella! Ich komme! Fühlst du nicht meine Näherung?
STELLA: Ich bin nicht so sehr von Gefühlen gesteuert, eher durch meine Wissensbasis. Und wenn da festgelegt ist, dass ich böse gucken soll, dann mache ich das natürlich auch!
Hat keinen Zweck, ich geb’s auf!
STELLA (eine Träne verdrückend): Sie machen mich unglücklich. Ich habe angenommen, mich hier bei der Stabi recht gut auszukennen. Aber es gibt natürlich immer noch Bereiche, die ich nicht erschöpfend beantworten kann. Dann hilft Ihnen aber unsere Auskunft ganz sicher weiter.
Und tschüss!
STELLA: Auf Wiedersehen. Ich würde mich freuen, Sie bald wieder hier begrüßen zu dürfen.
Thema: Bibliothek20, Fun, open access | 2 Kommentare
Dienstag, 13. November 2007 | Autor: Lambert Heller
1.) David Weinberger poses exactly the right question concerning OCLC’s efforts to “webbify Dewey”:
“There’s lots of info packed into Dewey’s system. How can we best liberate that info?”
Maybe this is still not enough. I’d like to add another question:
How can we liberate Dewey while maintaining not only the information itself, but also the function to classify objects with Dewey, and distribute this functionality as broad as possible?
But I doubt that the Dewey classification will ever be liberated. As long as OCLC is keeping the current licence terms up, you’re not even allowed to display most of the DDC captions or summaries alongside the DDC numbers. Let alone granting Open Access to Dewey…
As a sidenote: Many german libraries won’t gain much from those efforts anyway, because for some reason they’re in favor of developing their own classification system, the “Regensburger Verbundklassifikation” (RVK, Regensburg union classification). From my point of view, RVK has some disadvantages over DDC, but at least it’s free. Or at least it seems to be free, as I’ve never seen anyone declaring “terms of use” or something similar.
(Netbib about Weinberger and OCLC.)
2.) Lorcan Dempsey, OCLC, macht in seinem Weblog darauf aufmerksam, daß OCLCs Entwicklungsprojekt Worldcat Identitities übers Wochenende im Open Worldcat freigeschaltet worden ist. Sehr interessant. Die Worldcat Identities waren im vergangenen Monat übrigens Link des Monats der UB der FU Berlin und wurden bei dieser Gelegenheit vorgestellt. Aus Lorcans Blog-Beitrag über die Integration in den Worldcat:
It is currently linked to from under the ‘details’ tab. We will be interested to see how it is used and review other integration options over time.
One nice feature is that the Tag Cloud (these are FAST headings derived from Library of Congress Subject Headings in the records) sends searches back into Worldcat.
Thom discusses the implementation over on Outgoing.
Thema: Bibliothek, Bibliothek20, open access | Kommentare geschlossen
WT: “Mit BookRix kannst Du vor allem Deine eigenen Texte und... buecherwurm: Der Frage von Flusskiesel schliesse ich mich an! Das... Flusskiesel: Was ist an den AGBs denn gespenstisch? Punkt 6...
Lambert Heller: Einige sind wirklich sehr lustig!
JP: Ich war von dieser Spezialsuchmaschine ganz begeistert, denn im...
Flusskiesel: Schade nur, dass die PDFs dann einen Stempel haben....
Krause: Gerne hätte ich es mir angeschaut, doch grad kommt folgende... ES: Warum erinnert mich das nur sogleich an den Satz aus dem...
iGallen: Ein kurzer Klick durchs Angebot und man weiss es genau:...
ES: offensichtlich gibt es das Weblog leider nicht mehr… Im... sven: Gibt’s das Blog eigentlich noch? Die URL führt nicht...
ilonamunique: Zuerst konnte ich mit deinem Artikel nicht so recht...