Der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, kritisiert das Vorgehen beim deutschen Beitrag zur Europeana. Zu viele seien bei dem Projekt Europeana beteiligt, anstatt dass zunächst starke Partner ihre Bestände einstellen. [via Westfälische Nachrichten, die wiederum das Börsenblatt zitieren]
1,5 Millionen Euro stellt die Europäische Union bereit, um den Aufbau der Judaica Europeana zu fördern. Das Projekt soll das jüdische Kulturgut in Europa bündeln. Die Leitung übernimmt Rachel Heuberger von der UB Frankfurt als Koordinatorin gemeinsam mit ihrer Londoner Kollegin Lena Stanley Clamp. Zehn Institutionen in London, Athen, Bologna, Budapest, Paris, Rom, Warschau und Frankfurt a.M. beteiligen sich, um einen Zugang zu jüdischen Kulturgütern digital zugänglich zu machen. [via Frankfurter Rundschau]
Der Wiesbadener Kurier berichtet über das Wohnsitzlosenprojekt eines Journalisten in Wiesbaden und Saarbrücken. Im Artikel wird eine Nichtseßhafte zitiert, die sagt, in einen Ausweis der Landesbibliothek “investiert” zu haben – nein, nicht wegen der Wärme im Lesesaal, sondern weil sie dort ihren Mantel als Wohnsitzlose ablege und ihr als Gast Dienste angeboten würden.
Mit einen für deutsche bibliothekarische Verhältnisse erfrischend freundlichem Webauftritt ist Goobi an den Start gegangen
Mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entwickeln die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und die SLUB seit einiger Zeit die quelloffene Softwaresuite “Goobi” zur Produktion und Präsentation von Digitalisaten.
Auch das Projekt selbst klingt sehr vielversprechend, auf jeden Fall eine gute Anlaufstelle für alle, die selbst Digitalisierungsprojekte planen!
Selbstverständlich gehört auch ein Weblog zu dem Projekt…
Das ist kein neuer Webdienst, sondern der Name eines Magazines für FaMIs (Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste), das leider nicht online einzusehen ist. Haferklee beschreibt recht ausführlich, worum es bei diesem – sehr interessant klingenden – Projekt geht: Es ist ein gedrucktes Heft für die Zielgruppe der SchülerInnen, das dazu dienen soll, diese für den Beruf des FaMIs zu interessieren. Ich glaube sowieso, das mit den FaMIs eine rechte grosse Konkurrenz für BibliothekarInnen heranwächst (was ich aber natürlich keineswegs schlimm finde)…
Auf diesen Aufsatz aufmerksam geworden bin ich durch die Benachrichtigungsmail von google zum Thema bibtutor. Die hatte ich vor langer Zeit mal eingerichtet, da kommt jetzt sporadisch mal was “Neues”. Gestern war es der Hinweis auf den Report Information Literacy – State of the Art – Report Germany der auf der IFLA Website veröffentlicht wurde.
Dort wird auch das weitestgehend ungenutzte Projekt Bibtutor besprochen.
Die Stadtbüchereien Düsseldorf – so die Rheinische Post – richten eine Leseecke für das Alter unter drei Jahren und eine “literarische Krabbelgruppe” ein.
Was sich im Titel etwas sperrig anhört, ist ein pfiffige Idee, deren Umsetzung man sich am Besten einmal selbst auf einer Webseite der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie, Bewegungswissenschaft anschaut: Durchdringung des realen durch den virtuellen Raum und umgekehrt.
Ich hatte das Projekt auf der GBV-Verbundkonferenz in dem Vortrag “Digitale Universität und medienkultureller Wandel” von Prof. Torsten Meyer (Uni Hamburg) schon bewundert.
Während Kinderbibliothek und Zweigstelle noch einen Notbetrieb aufrechterhalten, wird der Bestand der Erwachsenenbibliothek auf EDV getrimmt. Im Artikel der Rheinischen Post wird ein Kuriosum geschildert: Im Moment ist dort (vermutlich) deutschlandweit die einzige Bibliotheksleiterin zugange, die ein Büro mit Dusche ihr eigen nennt …
Bibliotheksberater Meinhard Motzko nimmt kein Blatt vor den Mund: Das Projekt “Bibliothekskonzepte für die Zukunft” soll für Bibliotheken in ganz Deutschland, darunter auch die Ernst-Abbe-Bücherei (EAB) Jena, verbesserte, an die jeweilige Region angepasste Profile erarbeitet werden. Die Thüringische Landeszeitung berichtet über das Projekt der EAB und den Berater Meinhard Motzko (PraxisInstitut Bremen), der es begleitet. Er kritisiert, dass in Bibliotheken noch Kassetten angeboten würden, wo bereits das Ende von CD und DVD absehbar sei. Dies sei imageschädigend. Ferner mache sich die Sparpolitik bei der Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen negativ bemerkbar.
In Friesoythe wurde ein Leseclub als AG an der Schule gegründet, der einmal wöchentlich in der Bibliothek stattfindet und von der Bibliothekarin geleitet wird. [via NWZ online]
Am 28. Juli präsentiert sich um 19 Uhr das Projekt „HeimatStadt Stuttgart“ in Stuttgart. Unter dem Titel „stuttgarter leben / stuttgart erleben“ wird das Studienprojekt des Ludwig Uhland Instituts Tübingen, das in Kooperation mit dem Planungsstab Stadtmuseum Stuttgart gearbeitet hat, seine Forschungen zu Stuttgarter Lebensläufen und Lebensstilen vorstellen. Die Präsentation findet im Wilhelmspalais (Stadtbücherei), Konrad-Adenauer Str. 2, in Stuttgart statt.
Im Rahmen der Berufsorientierung gestalteten 14 Schülerinnen und Schüler ihre Schulbibliothek in Zusammenarbeit mit einer Innenarchitektin neu. Die Grund- und Hauptschule Ahorn in Eubigheim hat damit eine neu eingerichtete Schulbibliothek, die am Sonntag beim Schulfest eingeweiht wird. Der Artikel in fn web schildert das Vorgehen des Projektes recht eingehend.
Eine wichtige Lehre für vergleichbare Initiativen in anderen Bundesländern besteht darin, dass ein Gesetz, das den Bibliotheken und
der Lesekultur wirklich helfen soll, über das Thüringer Gesetz deutlich hinausgehen muss.
[Zur sachlichen Richtigstellung dieses Beitrages vergleichen Sie bitte die Kommentare #3 und #6]
Es könnte einem die Tränen in die Augen treiben: Die SLUB postete gerade über Twitter einen Link zu DBoD, “Databases on Demand”, einem Datenbankenportal für sächsische Hochschulbibliotheken.
Dieses Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.
»Investiert für die Zukunft«
Echt supi, dann besteht die Zukunft in Parallelangeboten proprietärer Entwicklungen von bereits vorhandenen Lösungen. Denn besser als das Datenbank-Infosystem (DBIS) kann man es meiner Meinung nach nicht machen. Aber so ist es nun einmal: Da gibt es Geld und dann entwickelt man einfach ein neues Portal, das ähnliches verwirklicht, bloss etwas schlechter (in diesem Fall: Dass man sich erst einloggen muss, um ein derzeit noch eingeschränktes Programm an Datenbanken nutzen zu können). Dass eine erweiterte Suche fehlt. Dass – zumindest was den offen sichtbaren Bereich anbelang – Profile von Datenbanken nicht angeboten werden. Kurz gesagt: Proprietär schlecht gelöst, was frei sowieso schon angeboten wird. “Databases on demand” – klingt benutzerfreundlich. Ist es aber nicht.
Ab und zu werde ich ja per Alertdienst an “Neuigkeiten” zu bibliothekarischen Projekten erinnert. Das ist dann mal ein Grund nachzuschauen, wie es dort so aussieht.
Auf dem Forum Benutzung hat sich anscheinend nicht viel getan, die einzige Neuigkeit, die ich feststellen konnte, ist das Fehlen der Suchfunktion
Fehler: Lizenz ungültig
Der Server kann z.Z. Ihre Änderungen nicht speichern, da die BSCW-Lizenz ungültig ist.
Fehler: date > 20090127
OK, man kann sich immer noch durch die Systematik klicken, um zu schauen ob man etwas interessantes findet. Das Projekt ist aber zumindest noch am Leben…
Anscheinend wesentlich schlechter geht es dem “virtuellen Fachreferenten” (vgl. hier) bibtutor, der ja wohl auch nicht so richtig eingeschlagen hat, jedenfalls scheint ihn keiner so richtig vermissen:
Site Error
An error was encountered while publishing this resource.
Resource not found
Sorry, the requested resource does not exist.
Diese Meldung steht schon seit mindestens einer Woche auf der Startseite, allerdings ist die Demoversion hier noch erreichbar (wenn man die Adresse kennt). Was einem entgeht, kann man teilweise noch auf archive.org nachlesen.
Und jetzt weiter mit Musik
Hier habe ich aus verschiedenen Gründen ein ziemlich gutes Gefühl…
Was wissen wir überhaupt über Benutzer und ihre individuellen Informationsbesdürfnisse bzw. was können wir herausfinden? Wie verwenden wir diese Erkenntnisse, denn sie müssen letztendlich in die Suchanfragen auf den Datenbestand abgebildet werden? Und wie können wir überprüfen, was solche Maßnahmen tatsächlich bringen?
Anregungen, Gedanken und Hinweise dazu aus dem Kreis der Leserschaft sind herzlich willkommen.
Till macht sich im Suchkisten-Blog, dem Nationallizenz-Recherche Projekt, Gedanken über suchende KatalognutzerInnen und die Suchergebnisse, die bei unseren Katalogen
mehr oder weniger geordnete Datendumps (sind), in denen zur schlechten(?) Suchanfrage passende Bitmuster auftreten
Kommentare zu diesem spannenden Thema können natürlich in der Suchkiste hinterlassen werden.
Zurzeit boomen (mein Eindruck) Projekte, bei denen Zeitungen, Archive, Geschichtswerkstätten in Kooperation öffentlich Fotos und Erinnerungen von Mitbürgern einwerben und daraus lokale Geschichtsportale machen. Beispielsweise “Von Zeit zu Zeit” der Stuttgarter Zeitung und dem Stadtarchiv Stuttgart, das nach Themen, Zeit und Orten strukturiert ist und eine Suchfunktion bietet.
Helene Blowersweist in LibraryBytes auf ein Projekt der Ipswich Library and Information Service, die unter dem Titel “Remember When – Memories of Ipswich” ein ebensolches Projekt anbietet – auf der Basis eines PBWiki! Klar, ein Wiki eignet sich für schnelles und leichtes Publizieren! Vielleicht wäre das eine Idee, so etwas – falls nicht vorhanden und möglichst in Kooperation mit anderen Institutionen wie VHS, Geschichtswerkstatt, Archiv oder Zeitung – ebenfalls umzusetzen?
Dieses grossartige Projekt mit den kleinen Anlaufschwierigkeiten läuft zwar noch nicht wieder, aber wie durch Zauberhand wurden die von uns beklagten Rechtschreibfehler bereinigt. Um der Chronistenpflicht Genüge zu tun (spätere Generationen werden sicher gar nicht glauben, dass auf der Website eines derartigen Projektes solche Sätze standen), habe ich mir mal erlaubt einen Screenshot (Stand 10.12.08) anzufügen.
Leider hatte ich noch keine Zeit, mir das neue Text- und Forschungsportal näher anzusehen. Darum hier ein Auszug aus dem Text, den wir von Professor Dr. Hans Medick freundlicherweise zugesandt bekommen haben.
[...] Autobiographische Texte und Schriften wie etwa Chroniken, Tagebücher und Briefe stoÃ?en aber auch auf das zunehmende Interesse einer breiteren Ã?ffentlichkeit. Dies ist vor allem deshalb der Fall, weil diese Texte einen persönlichen Zugang zur Geschichte jenseits der trockenen staatlich-behördlichen Aktenüberlieferungen eröffnen. Zudem sind Selbstzeugnisse immer auch Zeitzeugnisse. Sie haben eine besondere Nähe zu historischen Ereignissen und jeweils zeitgenössischen Vorgängen.
In diesem Kontext ist jetzt ein neues elektronisches Text- und Forschungsportal anzukündigen: â??Mitteldeutsche Selbstzeugnisse der Zeit des DreiÃ?igjährigen Krieges” (MDSZ). Es ist ab sofort im Internet zugänglich, und zwar unter: www.mdsz.thulb.uni-jena.de.
Der komplette Text ist auf der Beschreibungseite des Projektes zu finden. Recht schön gelungen ist hier die Technik, mit der die Digitalisate angezeigt werden: Beim Ã?berfahren mit der Maus wird ein Ausschnitt vergrössert, man kann das Zoomfenster auch neben oder unter dem Bild anzeigen lassen.
UPDATE: Im Moment leidet der Server anscheinend unter eine Datenbankproblem, nach Auskunft von Herrn Medick wird daran aber gerade gearbeitet, wir drücken die Daumen!
Einem Hinweis von Susanne Maier verdanken wir den Link auf Perspectivia.
Auf dieser internationalen, vom BMBF geförderten Publikationsplattform für die Geisteswissenschaften stehen Ihnen ab jetzt ausgewählte Publikationen der deutschen geisteswissenschaftlichen Auslandsinstitute und deren Partnerinstitutionen frei zugänglich zur Verfügung. perspectivia.net geht mit der retrodigitalisierten Fachzeitschrift â??Franciaâ?? des Deutschen Historischen Instituts in Paris, mit elektronisch publizierten Tagungsbänden und Rezensionen an den Start.
Ich habe mich dort noch nicht weiter umgeguckt, leider ist es auch nicht gerade mein Spezialgebiet. Vielleicht mögen sich ja andere LeserInnen mit diesem Projekt auseinandersetzen…
In Fulda hat der Oberbürgermeisterwahlkampf schon begonnen, obwohl die Wahl erst im März 2009 stattfindet. Interessant: Der Amtsinhaber hat die Bibliothek zu einem der Haupt-Wahlkampfthemen erkoren und propagiert eine Integration der Stadtbibliothek in eine Stadt-, Landes- und Hochschulbibliothek. [via Fuldaer Zeitung]
Das kommt davon wenn man anstelle eines Buchstabens halt ein Sternchen im Nicknamen hat – aus einem Marius wird dann leicht ein Markus. Nachdem ich das schon in den Kommentaren zum letzten Netbib-Podcast klarstellte: Natürlich hat MARIUS über das Dresdner Projekt gebloggt. Sorry nochmal.
Im Projekt Lesestark! â?? Dresden blättert die Welt auf. geht es um die Lese- , Schreib- und Sprachförderung für 5- bis 7-Jährige. Es ist ein gemeinsames Projekt der Städtischen Bibliotheken Dresden, der Bürgerstiftung Dresden und der Drosos Stiftung Zürich. Mari*us Zierold ist gerade als Webworker damit beschäftigt, die Website für das Projekt zu gestalten. Er benutzt dazu geschickt Wordpress als Content Management System, wobei die “normale” Darstellung als Weblog ja auch ihre Vorteile hat. Aber bei solchen Projekten geht es ja auch darum, die Bedürfnisse und Vorstellungen der anderen Projektteilnehmer zu befriedigen…
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