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Keyword: ‘welfen’

Königlich

14. Juni 2007
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Die dpa meldet gerade, dass die ehemalige Königliche Gartenbibliothek Herrenhausen in Hannover aus dem Besitz der Welfen in öffentlich-rechtliche Hände übergeht. Die Versorgung des edlen Hauses mit den notwendigsten Dingen des Alltags dürfte für die nächsten Wochen durch den Erlös (lt. Agentur mehr als 3 Mio. Euro) gedeckt werden können. Die Bestände sollen u. a. zum Wiederauffüllen der Bestände der Herzogin Anna Amalia Bibliothek dienen.

OS Altes Buch, Bibliothek, Kulturgut

Rückblick auf die Welfen-Auktion

5. November 2005
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Mehr als 20 000 Objekte versteigerte das Haus Hannover an neun Tagen, erlöste 43,95 Millionen Euro und bescherte damit dem Auktionshaus Sotheby´s die gröÃ?te Hausauktion seiner Geschichte. 1993 hatte Gloria von Thurn und Taxis Kunstgegenstände aus ihrem Erbe für 16 Millionen Euro versteigert, zwei Jahre später trennte sich das Haus Baden für 39,7 Millionen von herrschaftlichem Inventar . Damals wie heute begleitete Protest die adeligen Schnäppchenmärkte. Im Falle der Hannoveraner landete er sogar im Parlament: Die Vorsitzende des niedersächsischen Kulturausschusses, Christina Bührmann (SPD), kritisierte das Kultusministerium, das sich “als kleiner David von einem Riesen über den Tisch hat ziehen lassen”. Angeführt von Heinrich Prinz von Hannover, dem Onkel der Auktionsinitiatoren Ernst-August und Christian, beklagten Museumsdirektoren aus ganz Deutschland den Ausverkauf von Landeskultur. (SZ 17.10.2005)

kg Kulturgut

Welfen-Verscherbelung

10. Oktober 2005
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Ich würde die Marienburg als das verkaufen, was sie ist. Sie ist einmalig in Deutschland. Wir haben vergleichbares nur noch in England. Und da wird es auf Händen getragen, liebevoll restauriert. Es gibt die Verbindung nach England über die Prinzen, und eigentlich müsste da das Bewusstsein da sein für diese Besonderheiten. Es geht ja darum, dass mehr Besucher kommen, die Marienburg berühmter wird und mehr Einnahmen da sind, um sie zu restaurieren, darum geht es. Und da müsste man einfach mehr diesen Wert in die Marienburg, so wie die Ausstattung heute dasteht, es sind unendliche Gelder in der Bauzeit geflossen, wir müssen uns das vergleichsweise mit Neuschwanstein vorstellen. Nur man sieht es nicht so, weil das sind die Details. Es wurden, wie sie sagten, die mittelalterlichen Bierkrüge, es wurden Kannen, es wurde Glas, es wurde überall angekauft, angesammelt. Es ist fast wie so ein Wohnmuseum, ein Schloss, die ganzen Vitrinen und Vertäfelungen. Alles war für die Präsentation von diesen prächtigen mittelalterlichen Stücken ausgelegt. Und dadurch, dass diese Stücke jetzt verschwinden, versteht niemand, dass die Räume für diese Präsentation gebaut wurden. Wir müssen uns vorstellen, die Decken sind farblich abgestimmt, die Sofabezuge sind farblich abgestimmt, alles auf das, was aufgestellt wurde. Das ist also eine groÃ?e Einheit, und das ist jetzt verloren durch diese Verkäufe. Das ist so, als ob man aus dem Porzellankabinett das Porzellan verkauft. Und dann sieht man halt nur noch die goldenen Holzkonsolen. Sagt die Berliner Kunsthistorikerin Isabel Arends im NDR-Interview.

kg Bibliothek

ROLLYO Zeitungsarchive

10. Oktober 2005
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Beispiel Welfen. Feedback willkommen.

kg Recherche

Welfen-Auktion schädigt neugotisches Gesamtkunstwerk der Marienburg

4. Oktober 2005
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Ein Teil des Erlöses – Kenner rechnen mit mindestens 30 Millionen Euro – soll in eine Stiftung zur Instandhaltung des Schlosses und anderer Kulturgüter im Welfenbesitz flieÃ?en. Daher legte Sotheby’s stets groÃ?en Wert darauf, dass die neogotischen Inventarstücke der Marienburg nicht zum Verkauf stünden. Doch hätte sich das Auktionshaus besser den Rat der beiden besten Experten der hannoverschen Neogotik geholt. Denn unter den angebotenen Objekten finden sich doch eine ganze Reihe von Stücken, die zum Bestand des Schlosses gehörten. Das stellte die Berliner Kunsthistorikerin Isabel Arends zu ihrem Erschrecken fest, als sie am Montag die Objekte bei der Vorbesichtigung begutachtete, lesen wir in der BZ. Die Saarbrücker Zeitung greift das Thema ebenfalls auf: Der hannoversche Bauhistoriker Günther Kokkelink, ein inzwischen emeritierter Professor, beklagte, die Kunstschätze von landesgeschichtlicher Bedeutung dürften nicht in alle Welt verkauft werden. «Niedersächsische Geschichte wird einfach verscherbelt», sagte Kokkelink, der als Kenner der Architekten der Marienburg, Conrad Wilhelm Hase und Edwin Oppler gilt. Graf Douglas weist die Kritik zurück – wie immer die Bedenken von Wissenschaftlern vom Tisch gewischt wurden, wenn es um die von ihm sorgsam (und für ihn höchst lukrativ) eingefädelten Verscherbelungen geschlossener adeliger Ensembles ging.

kg Kulturgut

Welfenauktion: Wertvolles niedersächsisches Kulturgut wird verscherbelt

4. Oktober 2005
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Wertvolles niedersächsisches Kulturgut wird nach auÃ?erhalb verscherbelt, warnen Experten. So die Neue Presse in Hannover am 4. Oktober (siehe auch Freie Presse). Der hannoversche Bauhistoriker Professor Günther Kokkelink und die Berliner Kunsthistorikerin Isabel Arends schlagen Alarm. â??Durch die Auktion der Welfen wird die Marienburg als Gesamtkunstwerk entkerntâ??, so die beiden gestern nach einer Besichtigung der zur Versteigerung vorgesehenen Gegenstände auf der Marienburg. [...] Kokkelink hat auf zahlreichen Originalfotos aus dem niedersächsischen Hauptstaatsarchiv Möbel und andere Ausstattungsstücke wiedererkannt, die zweifelsfrei zum Bestand der Burg gehörten. Er spricht von â??einem Skandalâ??. Kokkelink und Arends haben auÃ?erdem zahlreiche Gegenstände identifiziert, die ursprünglich aus dem Leineschloss und aus Schloss Herrenhausen stammen. [...] Kokkelink spricht von 40 Stühlen, Möbeln und Bildern [aus Schloss Herrenhausen] [...] â??Einmalige Stücke darunter, von Georg Ludwig Laves und seinem Schüler Molthan.â?? Die Experten haben den Wert der Gegenstände erkannt. Der Katalog lässt die Interessenten über die Herkunft vieler dieser Stücke jedoch im Unklaren. â??Er strotzt von Unkenntnisâ??, so die Kennerin Arends. [...] â??Dort [im Westflügel der Marienburg] sind nur noch leere Regale geblieben, dabei bildeten die Gegenstände und die Ausstattung der Räume eine unauflösliche Einheitâ??, klagen die Experten. Das gelte auch für die Geweihe, die aus dem Zimmer des Grafen Solms entfernt worden sind â?? oder für den Kronleuchter aus den Gemächern von Königin Marie. Beispiele von vielen. Besonders vermissen werden Burgbesucher eine Marmorbüste von Daniel Rauch, die Louise von PreuÃ?en darstellt. Auch sie steht zur Versteigerung an. Kokkelink und Arends sind entsetzt: â??Das alles wird in alle Winde verstreut. Wir wollen wenigstens unsere Stimme erheben.â?? Zur Welfenauktion siehe auch das Deutschlandradio.

kg Kulturgut

Welfenauktion

29. August 2005

Um die Bedenken der Historiker auszuräumen, fädelten die Prinzen und das Land Niedersachsen einen Deal ein. Die staatlichen Museen erhielten nach Gesprächen mit dem Kulturministerium in Hannover eine Art Vorkaufsrecht, deren Direktoren eine Einladung nach Amsterdam, um dort sich ein Bild über möglicherweise wichtige Kulturgüter zu machen. Ergebnis: Knapp 50 Exponate, darunter Gemälde, Waffen, Silberobjekte und Tafelgeräte, tauchen nun nicht mehr in der Auktion auf, sondern gehen an die Landesmuseen. Die Erwerbskosten dafür belaufen sich laut Ministerium auf einen “mittleren sechsstelligen Euro-Betrag”; das Geld werde von den niedersächsischen Kulturstiftungen aufgebracht. Den gröÃ?ten Kritiker vermag diese Lösung immer noch nicht beruhigen. Im Gegenteil. “Meine schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt”, schimpft Heinrich Prinz von Hannover im Gespräch mit der FR. Die Auktion bedeute das historische Aus der Welfen in Hannover. “Unsere Wurzeln sind gekappt, meine Familie ist kulturell gestorben.” lesen wir in der FR.

kg Kulturgut

Vorkaufsrecht bei Welfenauktion

21. Juni 2005

Das Haus Hannover geht ans Tafelsilber, weil die Blaublüter pleite sind, weiss die taz. Die Prinzen Ernst August und Christian wollen mit dem Geld aus der Auktion eine Stiftung gründen, die das neogotische Schloss Marienburg zum “Neuschwanstein des Nordens” macht. Weil 14 Millionen Euro Erlös in Aussicht stehen, ist sich der Welfen-Clan mittlerweile spinnefeind. Prinz Heinrich muffelte, die Versteigerung käme einem “Ausverkauf der Geschichte Niedersachsens und der Welfen gleich”. Moment mal, dachten da zehn Museumsdirektoren aus Niedersachsen und sicherten sich beim Adelsgeschlecht das Vorkaufsrecht für Exponate von landesgeschichtlicher oder kunsthistorischer Bedeutung: “Es geht um mehrere Dutzend Objekte”, sagte am Freitag Martin Eberle vom Städtischen Museum in Braunschweig. Auf einer Reise nach Amsterdam, wo der Welfen-Schatz derzeit katalogisiert wird, haben die Direktoren bereits ein Portrait von Herzog Ludwig Rudolf aus dem Jahr 1734, sechs französische Fayence-Teller von 1810 und Zweihänder und Richtschwerter aus dem Spätmittelalter ausgeguckt. Weitere wertvolle Stücke dürfen die Museen auf der Auktion ohne den sonst üblichen Aufschlag ersteigern.

kg Kulturgut

Mehr zur Welfenauktion

13. Mai 2005
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Von der üblichen Hofberichterstattung unterscheidet sich allenfalls ein Artikel in der FAZ: Nicht unter den Hammer kommen laut Graf Douglas beispielsweise Bilder aus der Sammlung des berühmten niederländischen Malers Gerrit van Honthorst und Gegenstände, die auf der Liste nationalen Kulturguts stehen. Versteigert würden dagegen etwa Gemälde eher unbekannter Maler, die die Hannoversche Hofgesellschaft porträtierten und ihren Wert und Charme aus ihrem historischen Zusammenhang bezögen. Genau solche Bilder dürften nicht verkauft werden! Trotzdem bleibt die Auktion, die laut Graf Douglas zwölf Millionen Euro erbringen soll, umstritten. [...] Tatsächlich drängen sich Fragen auf: Wer kontrolliert, was nach Amsterdam kommt und wieder zurückkehrt? Welchen Wert haben die zu versteigernden Gegenstände überhaupt? Und können zwei gerade erwachsen gewordene und im Ausland lebende Welfen wirklich beurteilen, was für die Familie erhaltenswert ist und was nicht? Es ist nicht das erste Mal, daÃ? die Welfen Kostbarkeiten unters Volk bringen und dafür heftig kritisiert werden. Immer wieder gab es spektakuläre Verkäufe, verschwanden Gegenstände, die plötzlich bei Auktionen wiederauftauchten. 1980 wurde das sogenannte Welfensilber aus der Rokoko-Zeit in Genf stückweise versteigert und konnte nur zum Teil von deutschen Museen gerettet werden. 1992 wurde Ernst August von Hannover per GerichtsbeschluÃ? verboten, Silbermöbel aus dem sogenannten Welfenzimmer der Marienburg zu verkaufen. Der Prinz wollte erreichen, daÃ? die Gegenstände vom “Verzeichnis wertvollen Kulturgutes” genommen werden, weil sie “ausgezeichnete, aber häÃ?liche Handarbeit” seien. Am meisten umstritten blieb 1983 die Versteigerung des berühmten Evangeliars aus den Tagen Heinrichs des Löwen, das ebenfalls im Verzeichnis national wertvollen Kulturguts stand, aber plötzlich durch einen bis heute unbekannten Verkäufer in London unter den Hammer geriet. Undurchsichtig bleiben auch die Umstände beim Transfer der berühmten Königlichen Gartenbibliothek aus dem SchloÃ? Herrenhausen in Hannover, die im Herbst bei einem deutschen Auktionshaus für einen Millionenbetrag zum Verkauf angeboten wird. Historiker befürchten, daÃ? die Bücher einzeln ersteigert und in alle Welt verteilt werden. Der Kunstberater der Welfen äuÃ?ert sich nur ungern zu dem Fall. Sie seien vor Jahren von einem Engländer erstanden worden, sagt Graf Douglas, der als Sachverständiger der Welfen den Verkauf offenbar nicht verhindert hat. Vielleicht werde das noch rückgängig gemacht, “das ist noch nicht entschieden”, erklärt er nebulös. Sonst will er nichts dazu sagen (24.4.2005 S. 60)

kg Kulturgut

Adelsauktion der Welfen angekündigt

21. April 2005
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Vom 29. September bis zum 8. Oktober wird auf dem WelfenschloÃ? Marienburg bei Nordstemmen Besitz des Hauses Hannover versteigert. Es handelt sich um Gemälde, Porzellan, Silber, Glas und Möbel aus der Zeit vom sechzehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert. Aufgeteilt sind die Bestände in rund fünftausend Lose, bei einer Gesamtschätzung von mehr als zwölf Millionen Euro, die zweifelsohne weit übertroffen werden wird. Den acht Tage währenden Marathon – am 2. und am 3. Oktober wird pausiert – betreut die Auktionsfirma Sotheby’s, gemeinsam mit dem Kunstberater Christoph Graf Douglas, dessen Beziehungen zum Haus Hannover maÃ?geblich für das Zustandekommen sind. Die Auktion erfolgt im Auftrag des jungen Prinzen Ernst August von Hannover, dem sein Vater, der zur Zeit schwer erkrankte Prinz Ernst August, bereits im vergangenen Jahr das deutsche Eigentum der Familie übertragen hat. Der Erlös der Versteigerung wird in eine Familienstiftung flieÃ?en, die auch dem Unterhalt der welfischen Kulturgüter dienen soll. Nicht veräuÃ?ert werden das ursprüngliche neogotische Inventar von SchloÃ? Marienburg, einem romantisierenden Bau des neunzehnten Jahrhunderts, und die Möblierung des Fürstenhauses in Herrenhausen. Beide Gebäude bleiben auch weiterhin für die Ã?ffentlichkeit zugänglich. Wesentliche Teile des Auktionsguts – überwiegend aus dem neunzehnten Jahrhundert – stammen von den einstigen Welfenschlössern Cumberland am Traunsee in Ã?sterreich und Blankenburg im Ostharz. (FAZ 20.4.2005)

kg Kulturgut

Adelsbibliothek der Welfen wird verscherbelt

16. September 2004

Ergänzend zur früheren Meldung zur Reiss-Auktion 95 zur Versteigerung von Teilen der Bibliotheken des Kgl. Hauses Hannover siehe INCUNABULA-L.

kg Kulturgut

Abenteuer Mittelalter

12. Februar 2004

Vor ca. 3 Jahren hatten wir es schon Mal erwähnt: Die Welfenburg. “Auf den folgenden Seiten soll die Epoche des Mittelalters – explizit des Hochmittelalters – spannend und anschaulich vermittelt werden.” Ein Rundgang durch eine Burg, mit passenden Geräuschen und passender Musik. Inzwischen noch wesentlich “mulimedialer” , das Ganze wirkt etwas wie ein Bilderbuch… Eine schneller Zugang und ein neuerer Browser sollten schon vorhanden sein..

Edlef Stabenau Bibliothek, WWW

6. Mai 2001
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Ein Rundgang durch eine Burg, mit passenden Geräuschen und passender Musik. Ausserdem noch viele Infos über das Mittelalter, wirkt etwas wie ein Bilderbuch…Abenteuer Mittelalter Eine ISDN-Anbindung und ein neuerer Browser sollten schon vorhanden sein..

ES Diverses

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