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Aufbewahrung von Dokumenten

In der Stuttgarter Zeitung vom 29. Juli erschien ein Interview mit dem Heidelberger Molekularbiologen Werner Franke zum Thema Doping. Hier findet man die Frage, warum er alle Dopingdokumente, die er in der DDR gefunden habe, nach Austin/Texas gegeben habe. Kopien lägen lediglich bei der Stiftung zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur. Franke antwortet, dass viele Dokumente in Deutschland aufgrund des deutsch-typischen Täterschutzes nicht zugänglich seien. In den USA wirke das Recht auf Informationsfreiheit, weswegen die Dokumente jetzt von Wissenschaftlern und Journalisten in der Lyndon-B.-Johnson-Bibliothek für Zeitgeschichte eingesehen werden können. Er fügt hinzu: So kann dieses Kapitel nicht mehr im Dunkel der Geschichte verschwinden.

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