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T-Online und Sony BMG klauen aus der Wikipedia

Die Urheberrechtsverletzung der Sony-BMG-Studie „Deutschland Online 2“ ist so dummdreist, dass ich kaum noch von einer „Aufdeckung“ derselben sprechen mag. T-Online & Co. haben einen Glossar ihrer Studie „nahezu komplett aus der Wikipedia kopiert“, so TomK32. Sony BMG hatte selbst noch kürzlich Rechtsanwälte wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen auf Wikipedianer gehetzt. TomK32 weiter: „Wir freuen uns ja eigentlich über jede Verbreitung, aber leider wurde vergessen die Quelle zu nennen.“ :mrgreen:

Autor: Lambert Heller

Librarian 2.0, interested in knowledge management, publishing and communities on the web. Likes Open Access / Open Data. Hannover, Germany.

4 Kommentare

  1. Na ja, war wohl in diesem Fall anders, aber ich habe auch ab und zu komplette Passagen auf meiner Seite, die auch auf Wikipedia angegeben sind, und ich gebe Wikipedia nicht als Quelle an. Warum? Weil mein Inhalt zuerst da war, und ich mir dann (vielleicht 1 Jahr nach Erstellung) überlegt habe, ihn der Wikipedia zu \“spenden\“.

  2. Das ist aber ein anderer Fall als eine exakte wortgleiche 1:1-Öbernahme aus dem Wiki – natürlich, wenn man als Urheber einen Beitrag später der Wikipedia zur Verfügung stellt, der vorher auf der eigenen Seite oder sonstwo im Netz stand, dann braucht man ja das nicht besonders zu erwähnen. Na ja, höflich wäre es eventuell einen kleinen Satz dazuzufügen, dass man der Urheber war.
    Sony allerdings klaut per Copy und Paste einen Abschnitt aus der Wikipedia und nennt dann explizit keine Quelle. Contentklau, aber vom allerärgsten. Nun denn, mal schauen, ob Sony die Rechtsanwälte zurückpfeift… *g*

  3. @Phillip: Inzwischen steht die Quelle ja da, diese Eingeständnis sollte Beweis genug sein dass wir zuerst da waren.

  4. Jepp, hab ich mir auch gedacht 🙂