netbib weblog

Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Weblogs, Kommerz und Mailbox-Systeme

Komisch. Da steht in der Ã?berschrift „Der Kommerz nun auch im persönlichen Tagebuch?“ und im dazu gehörigen Artikel wird fast nur über die alten Mailboxsysteme geschwafelt (hey, Wolf-Dieter Roth: Wenn Du über Mailboxen schreiben willst, dann tu das ein einem separaten Artikel!). Ganz unten dann noch schnell ein paar linkreiche Infos über Unternehmen, die kommerzielle, werbefinanzierte Weblogs betreiben (wollen). Albern! Auch wenn es der Schockwellenreiter anders sieht.
Wer Content produziert, den die Leute lesen wollen, der wird auch ein paar Euros mit Werbung machen können – dazu muss er aber Content produzieren, den die Leute lesen wollen. Das galt im Netz aber auch schon, bevor es Weblogs gab. Oder?

3 Kommentare

  1. Hey Markus Becker,

    > wird fast nur über die alten Mailboxsysteme geschwafelt

    Und gezeigt, wie diese vom Kommerz ausgeschlachtet wurde, sodaß es die damalige Freiheit nicht mehr gibt.

    Genau dasselbe wird den Weblogs widerfahren.

    Es geht nicht darum, ob jemand mit Bannern auf seinem Blog Geld verdient. Das tut der SWR auch und da gibt es nichts dran auszusetzen, außer daß es sich im Verhältnis zum juristischen Risiko – denn damit ist das Blog halt automatisch nicht mehr privat – für die paar Kröten kaum lohnen wird.

    Was mich stört, ist daß irgendwelche Schrottblogs zum Kohle machen im Dutzend gegründet werden und das dann den regulären Blogs irgendwann auf die Füße fällt, weil die Juristen dann sagen \“Blogs sind was Kommerzielles\“, so wie sie es heute schon von normalen Homepages sagen.

    Was hast Du im übrigen gegen die Beschreibung des Problems anhand der Mailboxsysteme? Schmeißt ihr bei euch alle Bücher weg, die älter als 10 Jahre sind? Geschichte wiederholt sich nun mal. Albern? Mag sein. Aber nicht meine Erfindung.

    Lies den Artikel vielleicht nochmal und entscheide dann, ob ich nicht schreiben oder Du nicht lesen kannst 😉

    Wolf

  2. Hallo WDR!
    Scho recht – aber es wird die Erwartung geweckt, es würde um Weblogs gehen (und das tut es eben nicht). Ich hatte den Eindruck: \“Och Mönsch! Jetzt muss ich was über diese doofen Blogs schreiben! Dabei war das mit den Mailboxen doch viel spannender damals …\“ 😉
    Aber im Ernst: Die Weblogs und die Mailboxsysteme kann man nun wirklich nicht vergleichen, da man bei Weblogs ja nichts bezahlen muss, um sie zu lesen. Der Blogleser abonniert die Blogs, die er für relevant hält. Wenn es das Blog einer Firma ist, die damit auch ein bisschen Werbung für sich macht – wenn der Inhalt stimmt, warum nicht (Beispiel: IT&W)? Die Frage ist: Produziert jemand relevanten Content oder nicht?
    Viele Grüße und nix für ungut,
    MB

  3. Hallo Markus,

    schon klar. 😉 Bei Mailboxen mußte man aber auch nix zahlen. Außer Telefoneinheiten.

    Nein, es ist einfach juristisch ungefährlicher, solche Details nur über nicht mehr existente Dinge zu schreiben. Hätte ich das damals gebracht, als es aktuell war, hätte mich der Mensch allerdings auch kurz und klein geklagt. Das Prinzip der \“Goldgräber\“, die über das vernünftige Maß hinaus abzocken wollen ist aber gleich geblieben. Ob per Faxpolling (das galt auch mal als neuer Hype); Compuserve-Download oder Pseudo-Blog.

    Wolf