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Bibliotheken in Kuba, Systemwechsel und die USA

Die Zeitschrift „Laurentius“ hatte des öfteren über die Situation der sog. Independent Libraries in Kuba sowie die Kontroverse darüber berichtet. Der Report to the President der Commission for Assistance to a Free Cuba, 2004, wirft ein Licht auf die Rolle der USA. Relevante Auszüge daraus habe ich ins Netbib-Wiki gestellt.
Gegenstand des Dokuments sind sowohl die Einwirkung der USA auf einen Machtwechsel in Kuba als auch auf den politischen Wandel unter einer zukünftigen Ã?bergangsregierung. Bibliotheken wird eine wichtige Rolle auf dem Erziehungssektor zugedacht. Die US-Agency for International Development (USAID) versorgt kubanische Haushalte mit Newslettern per E-Mail, eine Aktion, die ausgedehnt werden könne, und stellt für die Independent Libraries und andere unabhängige Organisationen Medien und Informationsmaterial bereit, was während der Ã?bergangsphase intensiviert werden solle.
Ein Dankeschön geht an Zapopan Martín Muela Meza, der mich in seiner Mailingliste Library, Information and Society auf das Dokument aufmerksam machte.

7 Kommentare

  1. Bei Einrichtungen, welche sich von der Machtpolitik eines Staates instrumentalisieren lassen von \“unabhängigen Institutionen\“ zu sprechen ist doch mehr als zynisch! Wann fängt der freie Westen endlich einmal an zu fragen, ob die Kubaner überhaupt \“befreit\“ werden wollen? Sollen sie wieder bei 80- 90 % Analphabetentum landen wie vor 1959, eine derart miserable medizinische Versorgung \“genießen\“ wie in den USA und wirtschaftlich am Tropf von Washington hängen? Die Kubaner haben nicht umsonst Batista gestürzt und wenn es ihr Ziel wäre, Castro zu eliminieren, dann hätten sie es nach 1990 und spez. in den wirtschaftlich schweren Jahren bis 1990 -95 getan. Denn wer hätte Castro da wohl militärisch unterstützt?
    Kuba braucht keine westliche Befreiung a`la Irak, Kuba ist frei!

  2. wirtschaftlich schwere Jahre zwischen 1990 und 1995

  3. Please see our website for an article on the endorsement of uncensored libaries in Cuba by Canek Sanchez Guevara, the grandson of Che Guevara. Also an article on the conviction of two Cuban librarians for the alleged crime of „dangerousness.“

  4. Allein die Tatsache das Ihre „freien / unzensierten Bibliotheken“ ihre Unterstützung insbesondere finanzieller Art aus den USA beziehen konkariert ihr Ziel einer „unzensierten“ Informationsversorgung. Seit wann sind US-amerikanische Aktivitäten in Kuba frei? Solange Sie sich von potentiellen Aggressoren instrumentalisieren lassen müssen Sie zwangsläufig damit rechnen von Kuba kontrolliert und natürlich auch eingeschränkt zu werden. Welches Land läßt seine Gegner frei operieren? Hier von Unterdrückung zu sprechen ist zynisch angesichts der Ziele Ihrer Geldgeber. Wenn Sie wirklich frei und unabhängig sein wollen, dann lösen Sie sich vom US-amerikanischen Tropf! Der Staat, welcher seit seinem Bestehen ethnische Minderheiten massiv beschränkt und unterdrückt, massiv an Tod und Elend weltweit wie Irak, Afghanistan, Kongo, Nicaragua, Panama, Palästina, Indonesien… beteiligt ist, kann Freiheit weder kennen noch verbreiten. Wer sich von diesem Staat unterstützen läßt muß sich fragen lassen was die wahren Ziele seiner Tätigkeit sind! Kuba braucht keine westliche Bevormundung mit „unabhängigen“ Bibliotheken im Dienst westlicher Machtansprüche! Wenn Sie Kuba unterstützen wollen so schließen Sie sich den Hilfsorganisationen von cuba si bis KarEn etc. an ansonsten stellt sich die Frage ob nicht doch eher politische Ansprüche hinter Ihren Aktivitäten stehen.

  5. „Brennende bucher macht Kuba frei?“

  6. Anstatt pseudoinquisitorische Fragen zu stellen, sollten Sie sich kritisch damit auseinandersetzen, was SIE mit DIESEN Büchern erreichen wollen. Den Umsturz eines vom Volk gewollten UND unterstützten Präsidenten vielleicht?
    Freiheit bestimmt sich nicht ausschließlich nach dem Umgang mit Büchern. Warum werden diese Bücher angeblich verbrannt? Warum ist ausschließlich bei den „Freunden“ Kubas davon zu lesen und nicht in der allgemeinen reaktionären bürgerlichen Mainstreampresse?
    Sofern die Bücher das enthalten was zu vermuten steht, nämlich Propaganda gegen ein DEMOKRATISCHES System, einen vom Volk unterstützten und humanistischen Präsidenten. Bücher die somit entgegen jeglichem Völkerrecht sich in die inneren Belange eines Staates mit Halb-und Unwahrheiten einmischen, und weniger der Wahrheitsfindung, Ideologie verbreitet denn Aufklärung und Kultur, abhängig ist am Tropf eines fremden Staates, diese Bücher werden überall auf der Welt verboten und entsprechend verfolgt.
    Kassation von Büchern sind in diesem Zusammenhang sowie zur Elimierung von Dubletten in Bibliotheken und Archiv weltweit üblich, so auch EU und USA. Ich bin selbst in Archiven beschäftigt, kenne daher diese Praxis.

    Anstatt also offensichtlich haltlose, ausschließlich emotional begründete Betrachtungen durchzuführen scheinen Sie zunächst fundierte, wissenschaftliche Recherchen durchführen zu müssen, um ihre, offenkundig eher ideologischen Vorbehalte und Vorurteile gegenüber Kuba zu hinterfragen. Es erscheinen jedenfalls keine neuen Aussagen dabei, sondern eher das Aufwärmen uralter ideologisch motivierter Sätze, die scheinbar der Kalte-Kriegs-Sprache entnommen sind und keinen Bezug zur Realität besitzen.

  7. „Warum werden diese bucher angeblich verbrannt?“ How is it possible that Germans, who in the past century have personal experience with the fierce intolerance of Hitler, Ulbricht and Honnecker, possibly doubt the fate of libraries that defy totalitarian regimes by offering public access to uncensored books? Don’t you have an obligation to find out about the thousands of Cuban library books from nations such as Canada, Germany, the U.S., Spain and Mexico which have been seized and burned by court order in Cuba, most recently during Cuba’s „library Kristallnacht“ in March 2003? These damning court documents were smuggled out of Cuba and have been published on the Internet (access to which is banned in Cuba, except for a few „trusted“ apparatchiks and dollar-paying foreign tourists).

    For example, please examine the article on our website (www.friendsofcubanlibraries.org, Sept. 28, 2003) regarding the ordeal of Julio Valdes and his library. The full text of the Cuban court order convicting Julio Valdes of the „crime“ of opening a library and calling for the seizure and burning of his library’s book collection can be seen in Sentencing Case Number 6 (Santiago) in (www.ruleoflawandcuba.fsu.edu).

Bibliotheken in Kuba, Systemwechsel und die USA

Die Zeitschrift „Laurentius“ hatte des öfteren über die Situation der sog. Independent Libraries in Kuba sowie die Kontroverse darüber berichtet. Der Report to the President der Commission for Assistance to a Free Cuba, 2004, wirft ein Licht auf die Rolle der USA. Relevante Auszüge daraus habe ich ins Netbib-Wiki gestellt.
Gegenstand des Dokuments sind sowohl die Einwirkung der USA auf einen Machtwechsel in Kuba als auch auf den politischen Wandel unter einer zukünftigen Ã?bergangsregierung. Bibliotheken wird eine wichtige Rolle auf dem Erziehungssektor zugedacht. Die US-Agency for International Development (USAID) versorgt kubanische Haushalte mit Newslettern per E-Mail, eine Aktion, die ausgedehnt werden könne, und stellt für die Independent Libraries und andere unabhängige Organisationen Medien und Informationsmaterial bereit, was während der Ã?bergangsphase intensiviert werden solle.
Ein Dankeschön geht an Zapopan Martín Muela Meza, der mich in seiner Mailingliste Library, Information and Society auf das Dokument aufmerksam machte.

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