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Neues zur Suche im Inhalt von Büchern

Kollege Hilger verbreitete gestern in inetbib die Kunde, dass Amazon nun auch in Deutschland die Option Search Inside anbietet, mit deren Hilfe man im Inhalt von Büchern recherchieren und sich die Stellen im Buch mehr (als Kunde von Amazon) oder weniger (als Nicht-Kunde) anzeigen lassen kann. Auch der Spiegel Online schrieb darüber. Amazon bietet also bereits etwas an, worüber der Buchhandel erst noch debattiert, wie man im gestrigen Börsenblatt nachlesen kann.
Vorhin bin ich übrigens noch über einen weiteren Dienst gestolpert, der eine Buchinhaltssuche ermöglicht: Questia brüstet sich damit, die largest virtual library der Welt zu sein, man kann aber zumindest so weit recherchieren, dass man sieht, wo in einem Buch die Suchbegriffe stehen, die Stelle wird angezeigt.
Jedenfalls bieten beide Dienste eine VolltexterschlieÃ?ung der (und das ist die Frage,welche meist nicht mit behandelt wird: Welche Verlage, welche Themen sind erfaÃ?t, was ist das Profil?) erfaÃ?ten Literatur und damit mehr als das recht interessante Dandelon, welches ja lediglich Inhaltsverzeichnisse, Register u.ä. erschlieÃ?t. (Aufgrund der Ã?berlegung, dass auch Inhaltsverzeichnisse, Klappentexte und Register den Inhalt erschlieÃ?ten, könnte Dandelon eine neue Marketingstrategie mit dem Slogan „Die MetaerschlieÃ?ung von Büchern!“ einrichten, um sich gegenüber den Volltextsuchinstrumenten zu profilieren …)

3 Kommentare

  1. Siehe hierzu auch im netbib-Wiki: http://wiki.netbib.de/coma/GooglePrintSpeichern

    Auf die gleiche Weise, mit der sich die Buchseiten bei Google speichern lassen, ist das nämlich auch bei Amazon möglich. 😉

    Ein paar überwiegend positive Unterschiede zu Google, die mir bisher aufgefallen sind:

    – Bei Amazon muß man sich vor der Suche anmelden. (Und beim US-Amazon, der die Volltext-Suche ja schon länger anbietet muß man sogar eine Kreditkartennummer vorweisen!)

    – Amazon scheint durchgängig besser zu scannen, zumindest in etwas höherer Auflösung als Google und insgesamt besserer Lesbarkeit.

    – Amazon scheint derzeit mehr Titel durchsuchbar zu halten als Google, zumindest was deutschsprachige Bücher betrifft.

    – Amazon scheint niemanden daran zu hindern, sich über gezielte Suchanfragen durch ein ganzes Buch zu „hangeln“, macht de facto also die kompletten Inhalte abrufbar.

  2. Es wäre nicht nötig gewesen, über Questia zu stolpern, denn ein Informationsspezialist hätte vielleicht bemerken können, dass sich SEIT LÄNGEREM eine Seite im Netbib-Wiki ausführlich und unter Anführung weiterer Möglichkeiten dem Thema der Volltextsuchen widmet:

    http://wiki.netbib.de/coma/VolltextSuchen

    Siehe auch:
    http://wiki.netbib.de/coma/VolltextTest

  3. Ja, ist gut, die Seite. Habe ich auch einmal aktualisiert. Aber das ist vorbei. Abmahner und Stänkerer verursachen eine schlechte Arbeitsatmosphäre, da macht man dann nicht mehr mit.