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FIFA-Markenwahn

Dass Wortmarken nicht urheberrechtlich geschützt sind, wie die FIFA will, die sich offenkundig die Unterdrückung der Presse- und Informationsfreiheit auf die Fahnen geschrieben hat, fällt unter unzulässige Schutzrechtsberühmung (Wortmarken sind ausschlieÃ?lich markenrechtlich geschützt). Der Nachtrag offenbart, dass auch ein Anschlag auf die deutsche Sprache geplant ist. Die Fifa-Medienrichtlinien sehen allen Ernstes die Schreibung Fussballweltmeisterschaft vor.

3 Kommentare

  1. Pingback: [i:rrhoblog] » Lern erstmal schreiben, FIFA!

  2. Die Diskussion über die Schreibweise des Wortes Fußball ist nicht fair. Die Fifa hat ihren Sitz in der Schweiz und da kennt man das „sz“ schlichtweg nicht; meines Wissens ist es auch nicht auf der PC-Tastatur vorhanden. Die Fifa könnte das Wort also garnicht anders schreiben.

    Wir sollten also über das eigentliche Thema diskutieren. Das Auseinandertriften der deutsche Sprache und der Rechtschreibung, oder über den Eingriff der Politik in diesen Bereich.

    R.Mermi

  3. Danke für diesen wichtigen Hinweis! Nebst regionalen Unterschieden in der Rechtschreibung (was doch bereits impliziert, dass es DIE Rechtschreibung gar nicht geben kann), wird IMHO immer wieder vernachlässigt, dass Sprache von Sprechen kommt, und durch eine Schreibung nur abgebildet werden kann, also wie alle beschreibenden Systeme einer Vereinfachung und Annäherung mit entsprechender Deutungsvielfalt unterliegen.

    Ein Anschlag auf die „teutsche“ Sprache zu unterstellen, ist ziemlich gewagt. Höchstens auf EINE normierte Schreibung, nicht aber auf die Sprache. Und notabene ist ein Anschlag wohl was anderes… (Nachilfeunterricht – nur da K.G. selber gerne damit rumschmeisst: http://de.wikipedia.org/wiki/Anschlag)