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Die Nagib-Callaos-Konferenzen

Eigenartiges aus dem Wissenschaftszirkus:

Konferenzen als Einnahmequelle, Einladungen werden als Spam verschickt, merkwürdiges Peer-Review.

Erheiternd:

So berichtet Prof. Julian Zobel über ein Experiment, bei dem drei abgestuft seltsamer werdende Texte eingereicht wurden – alle drei wurden akzeptiert. Vielleicht ein erneuter Fehler im umfangreichen Peer-Review-Prozess der Konferenz? Wahrscheinlich ist es jedenfalls nicht. Während das erste Paper noch als irgendwie sinnvoll angesehen werden könnte (eine Mischung aus zwei existierenden Texten), geht es beim zweiten Paper um einen Algorithmus, von dem gezeigt wird, dass er nicht funktioniert und nicht verbessert werden kann. Dafür finden sich langatmige Abschweifungen etwa über die Badesitten des Autors. Das dritte Paper schlieÃ?lich wird von Zobel beschrieben als eine surreale Mischung aus Bemerkungen über Information Retrieval, Unsinn und Witzen, z.B.:

The growth of information retrieval corresponded with the popularity of Sartre and existentialism, so that answers simply were; their meaning and content was not relevant. Later, the influence of popular mysticism and Zen philosophies led to a reverse approach, in which answers were not. Anarchists insisted that answers be statements that undermine the question. Another approach has been to attack the implicit dominance of the query and ask whether the query is relevant to the answers, thus seeking equality in the query-answer relationship.

[Telepolis]

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