netbib weblog

Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

Neues Rad, Smarking, Intranetwikis, Bibliopedia und tag-based Festschrift

Da es ja schon spät ist: Die Links des Abends im Schnellen Vorlauf.

  • Gerade heute mittag einen Biblioblogger-Kollegen im IB getroffen. Jakob meinte so nebenbei zu mir, daÃ? in Bezug auf das Tagging viele alte bibliothekarische Räder neu erfunden werden. Recht hat er. David Weinberger weist auf einen Webdienst hin, der neben reinen Tags auch facettierte Metadaten anzulegen erlaubt. Schön, aber klarer Fall eines neu erfundenen Rads.
  • John Tropea hat Smarking entdeckt, den Social Bookmarking-Dienst eines italienischen Informatikstudenten. Der hat sich Gedanken darüber gemacht, wie man nützliche Informationen zu einer gebookmarkten URL zusammenstellen könnte.
  • Richard Akerman weist auf einen Vergleich von vier groÃ?en kommerziellen Wikisoftware-Paketen bei Network Computing hin. Sie selbst verwenden intern das Open Source-Produkt MediaWiki; bei dem Test – in dem MediaWiki nicht verglichen wurde – schnitt Atlassian Confluence am besten ab.
  • Bei Wikia wird jetzt u.a. eine französischsprachige Bibliopedia gehostet. Eine reichhaltige Liste französischer Biblioblogs ist enthalten. Surftipp für die frankophile Fraktion.
  • Noch mal Social Bookmarking: Irgendwo wurde neulich vertreten, daÃ? in einigen Fächern die Auswahl eines Aufsatzes zur Veröffentlichung in einem Fachmedium wie ein Etikett sei, das der Schrift äusserlich drangepappt wird, d.h. diese Journals haben eine rein selektive Funktion, jeder Artikel darin steht ansonsten völlig für sich und wird auch so wahrgenommen. Sicher eine zutreffende kritische Ã?berlegungen zur Situation des traditionellen Peer Reviews, aber nun eine andere Frage: Könnte man nicht aus einem besonderen, verabredeten Tag eine virtuelle Publikation erschaffen? Z.B. eine Festschrift zugunsten der Person, die den Blick auf dasjenige geschärft hat, was uns die jeweilige URL hat entdecken lassen? Das ist die interessante Ã?berlegung von Alexandra Samuel bei You’re It!.

Autor: Lambert Heller

Librarian 2.0, interested in knowledge management, publishing and communities on the web. Likes Open Access / Open Data. Hannover, Germany.

5 Kommentare

  1. …und wenn Jakob nicht so bescheiden gewesen wäre, hätte er gleich mal auf sein Paper Collaborative thesaurus tagging the Wikipedia way hinweisen sollen.

    Ich habe davon hier einen Kurzabriss geblogged.

  2. „Könnte man nicht aus einem besonderen, verabredeten Tag eine virtuelle Publikation erschaffen?“ … Wir fahren am verabredeten Tag in Urlaub, am Zielort angekommen machen wir eine „Tagging-Tour“?? :mrgreen:

  3. Hallo Tim, danke für den Hinweis auf deinen Blogeintrag über Jakobs Papier. Dieses Papier war uns natürlich auch bereits einen eigenen Hinweis wert!

  4. Hmpf. Da hab ich wohl schlecht quergelesen. Das hatte ich übersehen. Lehre daraus: netbib weblog in Zukunft noch aufmerksamer verfolgen!

  5. @Tim: Die Bedeutung der Redundanz bei der Verbreitung von Informationen sollte nicht unterschätzt werden.

    @LH: Eine Festschrift gibts hier zu ehren des angehenden führenden deutschen Bibliothekswissenschaftlers 🙂