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OPAC 2.0

Casey Bisson bloggt über ein ungewöhnliches Experiment: Er realisiert einen OPAC in Form einer modifizierten Version der populären Weblog-Software WordPress (auf der u.a. Netbib läuft). Derzeit ist dieser WPopac selbstverständlich weit davon entfernt, den OPAC einer realen Bibliothek ersetzen zu können. So gibt es beispielsweise keine Anbindung an ein Integriertes Bibliothekssystem, das Erwerbung und Benutzung zu verwalten hilft. Dennoch handelt es sich um ein sehr anregendes Experiment über die Verwendung benutzer- und interaktionsorientierter technischer Gestaltungselemente im OPAC und über die Entwicklung einer Bibliothekssoftware durch eine groÃ?e Community von Open-Source-Entwicklern. Eine öffentlich zugängliche Testinstallation steht an der Lamson Library (Plymouth State University) zur Verfügung. Ausprobieren!

[via Library clips]

Autor: Lambert Heller

Librarian 2.0, interested in knowledge management, publishing and communities on the web. Likes Open Access / Open Data. Hannover, Germany.

3 Kommentare

  1. Caseys Seite verfolgt mich schon seit Wochen. Wer will unsere Daten und macht daraus einen Katalog…
    Im Ernst. Ist das nicht eine falsche Entwicklungslinie? Oder macht es Sinn Webopac und Service (Verlängern etc) zu trennen? Ich weiß nicht…

  2. Ich kann deine Skepsis nachvollziehen. Ich lese Casey auch eher als interessante, sehr zeitgemäße Anregung. Denn das monolithische Konzept dieser Integrierten Bibliothekssysteme ist zwar heute noch alternativlos, aber es ist auch nicht das Gelbe vom Ei, oder? Wer weiß, vielleicht werden KOHA, WPopac etc. diese Monolithen eines Tages aufsprengen, so ähnlich wie es ja auch bei anderen Software-Gattungen geschehen ist? So daß sich eines Tages jede Bibliothek passende kleine Komponenten zusammenstellen kann, die über standardisierte Schnittstellen miteinander sprechen? Naja, ich gebe zu, das klingt nach Zukunftsmusik…

  3. und genau mein Traum…