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„Personal ubiquitous library project“ (PULP)

Die Informatikerin Liz Lawley bloggt über ein Projekt, an dem sie während ihres zuende gehenden Sabbaticals gearbeitet hat. Während eines längeren Aufenthalts in der Microsoft-Forschungsabteilung etstanden die (übrigens gemeinfrei verfügbaren!) Pläne für ihr „Personal ubiquitous library project“, kurz PULP. Es handelt sich dabei um eine gemeinschaftliche bibliographische Datensammlung für das Intranet, mit Anleihen an Social-Bookmarking-Systeme wie del.icio.us oder LibraryThing. Mit der Kamera eines PocketPCs oder eines „Smartphones“ soll es möglich sein, unterwegs den Barcode eines Buches einzulesen und es online zu prüfen oder einer Sammlung hinzuzufügen. Klingt in meinen Ohren nach einer sehr coolen Idee, auch wenn darauf niemand wirklich gewartet hat.

Ã?brigens, könnte so etwas nicht auch durch RFID-Chips noch einfacher werden? (Ich weiÃ? es nicht, aber vielleicht weiÃ? es ja ein Netbib-Leser?) Gibt es mobile RFID-Lesegeräte für Endnutzer? Und lieÃ?en sich mit denen rasch die Identitifikationsdaten eines mittelgroÃ?en Bücherstapels einlesen und irgendwie speichern oder drahtlos an einen Server übertragen?

Autor: Lambert Heller

Librarian 2.0, interested in knowledge management, publishing and communities on the web. Likes Open Access / Open Data. Hannover, Germany.

2 Kommentare

  1. Solche mobilen Barcodeleser wurden bereits entwickelt und sind wohl auch problemlos lauffähig – allerdings kenne ich kein Massenprodukt.

    Für den Betrieb mit internen Handy-Kameras sind zweidimensionale Sema-Codes wie bei Semapedia besser geeignet.

    In Punkto RFID würde ich die Hoffnungen ein paar Jahre in die Zukunft schieben – zu speziell und zu energiehungrig. Hinzu kommt: die RFID-Codes müssen nicht offenliegen und ob die Chips nach Verkauf noch durchgehend lesbar sind, ist fraglich.

  2. Hallo Torsten, vielen Dank für den Hinweis! Dieses Literaturverwaltungsprogramm für den Macintosh „Delicious Library“ setzt, soweit ich weiß, auf das Einlesen des Barcodes mit einer Webcam, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie jemand damit zufrieden sein könnte. Es ist ja schon mit einem normalen Barcodescanner schwierig genug, den Streifen richtig zu treffen… 🙂