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Der kurioese Bibliotheksbote worinnen zu finden sind allerley newe Zeitungen

10 Erkenntnisse von einer ungewöhnlichen Konferenz

Ein Gastbeitrag von Anne Christensen, vielen Dank dafür!!!

1. Bibliothek 2.0 erfordert Konferenz 2.0
Ideen austauschen, Wissen teilen: Die Grundprinzipien von Web 2.0 und Bibliothek 2.0 können idealerweise auch zu Organisationsprinzipien von Konferenzen avancieren.
Wie? Zum Beispiel im Hackfest, wo 55 TeilnehmerInnen kreative Lösungen für 12 Probleme (von Google-Mashup bis Bibliotheksspiel) entwickelten. Oder in 5-10-minütigen, spontan arrangierten „Thunder and Lightning Talks“ zwischen den groÃ?en Vorträgen.

2. Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt…
89% der Studierenden benutzen nicht den Bibliotheks-Website, sondern Google, Amazon und Wikipedia als Startpunkte für die Recherche. Fein, dachten sich Annette Bailey und Godmar Back, dann bringen wir die Bibliotheksangebote eben dortselbst unter. LibX heiÃ?t die hier bereits erwähnte Toolbar mit zahlreichen spannenden Features.

3. OPAC: Es geht auch anders!
Drei interessante neue Bibliothekskataloge:

  • North Carolina State University: dynamisches Drill-Down mit unterschiedlichen Facetten, realisiert mit der kommerziellen Software von Endeca
  • University of Rochester: Eigengewächs, das Katalogdaten über APIs von Amazon, Google, Technorati etc. mit Metadaten anreichert. Mein Favorit
  • Cenote: Plattform von des britischen Anbieter Talis, ebenfalls mit zahlreichen mash-ups

4. Do it yourself: Metasuche
Kommerzielle Metasuche zu teuer und nicht überzeugend? Die Oregon State University setzt seine eigene Metasuchmaschine namens LibraryFind ein.

5. Do it yourself: Bibliothekssoftware
Ã?tzendes Ausleihmodul? Nerviger Statistikexport? In Georgia hat das Pines Consortium mit Evergreen sein eigenes Softwarepaket für die Bibliotheksverwaltung entwicket. Open source, versteht sich… Und in Kanada gibt’s nächsten Monat die Konferenz „The future of the ILS“ – ob der Trend wohl in die Evergreen-Richtung geht?

6. Do it yourself: CMS
Drupal ist ein Open Source CMS. Mark Jordan von der Simon Fraser University in Vancouver entwickelt es zu einem bibliotheksspezifischen CMS weiter.

7. SpaÃ? mit OpenURL
Wie es scheint, kann man mit OpenURL noch viel mehr anstellen als Anfragen an LinkResolver zu schicken. Ross Singers „Umlaut“ ist ein Beispiel dafür.

8. Stella rockt!
Ich weiÃ?, ich weiÃ?, Eigenlob stinkt, aber mein Vortrag zu unserem Hamburger Chatbot Stella ist echt gut angekommen. Folgende Lobeshymne auf Stella, zu singen nach der Melodie von „American Woman“ von Lenny Kravitz, erreichte mich per E-Mail aus Toronto:
Virtual woman
Can you please help me
Virtual woman
You’re in the Library
Need help with databases and library tour
Don’t wanna click around here no more
I’ve got more important things to do
I’ve got a major term paper due
Virtual woman Don’t go away
Virtual woman Listen to what I say

9. The grass is greener on the other side – Teil 1
In der InetBib wurde The European Library ja nicht gerade mit Lob überschüttet. Dieser Service sowie zahlreiche andere europäische Digitalisierungsinitiativen wurden hier immer wieder als vorbildlich herausgestellt.

10. The grass is greener on the other side – Teil 2
Vieles von dem, was wir in Deutschland machen, würde auf der anderen Seite des Atlantiks interessiert aufgenommen. BI-International sponsort Reisen zu Konferenzen…
Konferenz-Website
Planet Access (Zusammenschau von Beiträgen aus unterschiedlichen Blogs zur Konferenz)
Meine Access2006-Linksammlung bei deli.cio.us
Ein paar Bilder aus Ottawa bei Sevenload

Autor: Edlef Stabenau

Ich bin Bibliothekar

4 Kommentare

  1. Pingback: Atakans Zeitenläufte

  2. Hey, Anne, Stella hat gerockt? Cool. Danke für den interessanten Bericht aus Öbersee.

  3. Pingback: Text & Blog » Konferenzbericht 2.0 von Anne Christensen

  4. Pingback: VIAF Talk auf der Access 2006 « Bibliothek 2.0 und mehr …