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Wie OPACs SpaÃ? machen können

Zum Thema „How OPACs suck“ findet man ja so einiges – vom vielzitierten Blog-Posting von Karen G. Schneider bis hin zum Video. Tim Spalding, Gründer von Library Thing, hält dem in seinem Manifest mit der Ã?berschrift „How OPACS can be fun“ konstruktive Lösungsvorschläge entgegen. Hier ein Ã?bersetzungsversuch (Verbesserungsvorschläge very welcome!):

  • Stellt Widgets und RSS-Feeds zur Verfügung, damit Benutzer herzeigen können, was sie lesen und was sie darüber denken
  • Lasst die Leute finden, was sie suchen – aber lasst sie auch auf nette Art vom Weg abkommen. Ermutigt sie zum Erforschen, Verlorengehen und dazu, zufällig tolle Entdeckungen zu machen
  • Schafft eigene Seiten für Autoren, Themen, Tags und andere Facetten. Das ist interessant und schafft Anreize zum Herumstöbern
  • Erlaubt Benutzern, durch eigene Tags, Bewertungen und Besprechungen am Katalog mitzuarbeiten (und sie vielleicht sogar eigene Seiten schaffen zu lassen?)
  • Verweist nach drauÃ?en. Das Web macht SpaÃ?. Zeigt den Weg dorthin!
  • Ermöglicht feste Links auf den OPAC. Seid ihr Türsteher, oder was?
  • Schafft den Benutzern Zugang zu euren Daten mit API-Schnittstellen. Irgendwer wird was lustiges mit den Daten anstellen, woran ihr noch nicht im Traum gedacht habt!
  • Schafft Anreize, um die Benutzer täglich auf eure Seite zu locken – idealerweise über die Titel in eurem Katalog und nicht über faule Tricks wie geschenkte Kinokarten.
  • Sprecht zu den Benutzern in deren Sprache (also mit Tags) und nicht in eurem Spezialjargon, in dem „cooking“ als „cookery“ und das Internet als „the information superhighway“ bezeichnet wird.
  • Gebt den Benutzern witzige und fundierte Empfehlungen.
  • Gebt den Benutzern amüsante Metadaten. Ich werde garantiert keines der Bücher lesen, die heute in der New York Times besprochen werden, aber über diese Bücher lese ich dennoch gern etwas.
  • Lasst die Benutzer sich über die Bücher, die sie lesen austauschen (natürlich freiwillig)
  • Macht den OPAC gut benutzbar und auffindbar.

Die 2.0-Kataloge aus Konstanz, Karlsruhe, Mannheim und Köln weisen da ja zumindest in Teilen schon in die richtige Richtung!

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